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aktuelle Inszenierung:
Freies Theater
Tempus fugit - Spielzeitteam
2011/2012
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"Die Hochzeiten"
Die Einakter „Die Kleinbürgerhochzeit“ & „Die Hochzeit“ von B. Brecht und
A. P. Tschechow
Regie: Vaclav Spirit
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> die Autoren |
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Es spielen |
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zum Stück:
Wenn zwei junge Menschen in die Ehe
treten, die reine Braut und der in den Stürmen des Lebens gereifte
Mann, dann singen, heißt es, die Engel im Himmel. Deshalb lasst uns
trinken auf das Wohl dieser beiden edlen Menschenkinder, die heute
einander zum ersten Mal gehören sollen, und dann für alle Ewigkeit!“ –
sagt in seinem Trinkspruch einer der Hochzeitsgäste im Einakter „Die
Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht.
Er hegt jedoch große
Zweifel daran, ob die feierlichen Worte in Erfüllung gehen. Genau wie
Anton.P. Tschechow in seinem Einakter „Die Hochzeit“. Wenn sich nämlich
vom Hochzeitsessen die Tische biegen, wenn der Alkohol strömt, wenn sich
die guten Sitten lockern und schließlich wie alte Hosen auf die Knöchel
herab rutschen, dann hat die Stunde der Hochzeit geschlagen. Sie
verkommt zur bloßen Farce, in der jede Figur nach und nach ihre Maske
fallen lässt, ihre heuchlerische Miene entblößt und nur eine bitter
grinsende Leere hinterlässt.
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die Autoren
Anton P. Čechov (Tschechow) wurde am 29. Januar
1860 im russischen Taganrog geborgen und starb bereits 1904, im jungen
Alter von 44 Jahren, im deutschen Badenweiler.
Obwohl
Tschechow studierter Arzt war, zog er die Autorentätigkeit der Medizin
vor und während seiner intensiven Schaffensphase (1884–1889) schrieb er
weltbekannte Stücke wie Der Kirschgarten oder Die Möwe, die ihn bis
heute zu einem der bedeutsamsten Schriftsteller Russlands machen und die
bis heute international aufgeführt werden.
Bertolt Brecht
wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Wie viele andere jüdische
Künstler flüchtete Brecht 1933 vor Nazis über Prag und Skandinavien ins
amerikanische Exil. 1935 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft
aberkannt. Während der Zeit im Exil bis 1948 und auch nach seiner
Rückkehr nach Deutschland schrieb er zahlreiche Gedichte und Dramen, die
bis heute weltweit aufgeführt werden. Er selbst gilt als Begründer des
epischen Theaters. Am 14. August 1956 starb Brecht in Ost-Berlin.
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Presse |
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Die Oberbadische vom 24.1.12
Heiraten? Nein, Danke
„Die Hochzeiten“ mit Tempus fugit im Kesselhaus
Von Gabriele Hauger
Weil am Rhein. Gleich zwei
Hochzeiten im Kesselhaus lassen tief hinter die Fassade allzu
romantischer Ideale blicken, entlarven lustvoll Heuchelei und
Eifersucht, Arroganz und Geldgier, Schadenfreude und Dünkel.
14
junge Spieler, die eine einjährige Multiplikatorenausbildung beim freien
Theater Tempus fugit absolvieren, zeigten am Wochenende unter der Regie
von Vaclav Spirit „Die Hochzeiten“. Gestrafft und bearbeitet wurden die
beiden Einakter „Die Hochzeit“ von Anton Tschechow und „Die
Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht.
Ideale Stoffe für eine
recht große Spielergruppe mit genügend tragenden Rollen, was die jungen
Schauspieler auch genüsslich ausnutzten und so für einen vergnüglichen
Abend sorgten.
In Tschechows satirischem Stück wird die
obrigkeitshörige, kleinbürgerliche russische Gesellschaft Ende des 19.
Jahrhunderts aufs Korn genommen. Eine bunte Gästeschar versammelt sich
um den Tisch. Die Braut gelangweilt, hungrig und kräftig schnäpselnd.
Der Bräutigam, von Beruf Taxator bei der Pfandleihe, ist nur auf die
Mitgift scharf. Die Brautmutter wiederum hofft auf hochrangige
Gesellschaft. Wunderbar auch die zickige Laiensängerin, die einen auf
„Grande Dame“ macht, und heftig fächelnd immer wieder ihre Stimme
erhebt, während sie vom quasseligen Telefonisten angeschmachtet wird.
Ein lispelnder Grieche (Sein übertriebenes „In Griechenland - es
gibt!“ weckt bewusste Assoziationen zur aktuellen griechischen Misere),
ein falscher General, eine noch falschere Freundin - es ist trotz aller
Komik geradezu erschreckend, welch menschliche Abgründe sich hier
auftun.
Der Regisseur schafft mit Musik (Anne Ehmke) und üppigen
Kostümen (Elke Werth) viel Atmosphäre und dampft den Einakter auf eine
kurzweilige gute halbe Stunde ein, deren geradezu burleskes Ende viel
Temperament hat und in Zoten, Besäufnis und Hysterie endet. Hier können
sich die Akteure theatralisch austoben.
Schlimmer kann's am
„schönsten Tag im Leben“ nicht kommen? Von wegen. Brecht hat in seiner
„Kleinbürgerhochzeit“ ein scharfes und doch sehr komisches Bild des
Kleinbürgertums des 20. Jahrhunderts gezeichnet. Das Brüchige hinter der
Fassade wird durch die stümperhaft selbst zusammengezimmerten Möbel der
Brautleute symbolisiert.
Auch auf dieser Hochzeitsfeier gibt es
Lug, Trug und Neid, wenn die spitzzüngige Giftspritze den schwangeren
Zustand der Braut herausposaunt und über die wackligen Möbel lästert.
Wenn eine Ehe grausam demontiert wird, ein lüsterner Gast Zoten singt
und sich umsonst betrinkt. Wenn Braut und Bräutigam sich gnadenlos die
Wahrheit um die Ohren hauen. Am Ende bleiben leergetrunkene Gläser,
gescheiterte Freundschaften, zerrissene Familienbande - eine demontierte
kleinbürgerliche Welt. Hier läuft das junge Ensemble zur Hochform auf,
setzt die Spitzen und Pointen präzise und bringt die messerscharfen
Brecht-Sätze zur Wirkung. Das machen sie so prägnant, dass einem die
Lust auf die nächste Hochzeitseinladung glatt vergehen könnte. |
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BZ vom 23.01.2012
Gelungene Fingerübungen
Vaclav Spirit inszeniert mit dem Theater Tempus Fugit zwei
Einakter von Brecht und Tschechow
Es breche zusammen was
immer will, am Ende siegt die Liebe doch. Wer hätte gedacht, dass
ausgerechnet der junge Bertolt Brecht sich berufen fühlte, solche
Weisheit auf die Bühne zu bringen? Der 1919 erschienen
"Kleinbürgerhochzeit" des 21-Jährigen kommenden Großmeisters mangelt es
dennoch nicht an spitzer Feder und noch weniger an entsprechend kantig
boshaften Charakteren. Mit einem Ensemble aus 14 angehenden
Theaterprofis hat Vaclav Spirit als Gastregisseur beim freien Theater
Tempus Fugit jetzt eine Doppelhochzeit veranstaltet. Kombiniert er
Brecht doch mit Anton Tschechows rund zwanzig Jahre älterem Einakter
"Die Hochzeit" . Premiere im Weiler Kulturzentrum Kesselhaus.
Beide Stücke werden nicht vermischt, sondern stehen gleichberechtigt
pausengetrennt nebeneinander. War bei Tschechow, dessen Werk die frühe
Skizze "Hochzeit mit General" von 1884 zugrunde liegt, aber noch mit
vollen Händen aus dem Kostümfundus geschöpft und an skurriler Maske
nicht gespart worden, dann vollzieht sich der Schritt ins 20.
Jahrhundert schon deutlich farbreduzierter. Das gilt auch inhaltlich und
spielerisch. War es dem Bräutigam bei Tschechow noch zuallererst um die
Mitgift zu tun, der Schwiegermutter um die glitzernde Außendarstellung
der Familie und der Braut als angehender russischer Matrone vor allem
ums Essen, haben sich die Verhältnisse bei Brecht, der das epische
Theater noch nicht ausgerufen hatte, doch bereits merklich verschoben.
Die Emanzipation ist fortgeschritten, die Schwangerschaft der
Braut nicht mehr wert als eine spitze Bemerkung am Rande und der
Bräutigam, dem man bei Tschechow auch einen unvermittelten Griff zur
Waffe zugetraut hätte, gerät bei Brecht nach Ende des ersten Weltkriegs
zum zwischen allen Fehden vermittelnden Familienpazifisten. Er ist nahe
am Traumschwiegersohn, dem man, hätte es schon europaweit schwedische
Möbelhäuser gegeben, auch seine mangelnde handwerkliche Begabung
leichter hätte nachsehen können. Die zwei aufeinander folgenden
Hochzeitsgesellschaften haben indes beide mehr als eine Sollbruchstelle.
Bei Tschechow ist es der gegen Bezahlung eingeladene "General" , der dem
Fest den rechten Glanz verleihen soll, was aber natürlich schief geht
und vermutlich auch gegangen wäre, hätte man nicht einen "Kapitän
zweiten Ranges" erwischt, dessen Bildung und Benehmen über Bram- und
Oberbramsegel und die zugehörigen Brassen kaum hinausreicht.
Die
Brechtsche Farce entwickelt sich dagegen schon früh weg von dem, was der
deutsche Autor bald als Scheinrealität von den Bühnenbrettern verbannen
wird. Das Bröckeln und Krachen der nur äußerlich fröhlichen Fassaden
setzt sich fort in den Möbeln. Nach und nach bricht mehr und mehr ab und
zusammen, natürlich auch das Ehebett. Auch wenn es also bei aller
übersteigerten Theatralik, mit der Spieler und Regie die Bühne fluten,
nicht bleibt, sondern noch die Möblierung in dieses wilde Jammern,
Stöhnen und von einer in die nächste Ohnmacht fallen mit einstimmt: Als
Klamauk will Vaclav Spirit das Ganze nicht missverstanden wissen. Eher
eine Fingerübung waren die beiden Hochzeiten sowohl für ihre Autoren als
auch für das Tempus-Fugit-Spielzeitteam 2011/12. Und eine fröhlich
gelungene zumal.
Die
nächsten Aufführungen: 10. bis 12. Februar, jeweils 20 Uhr,
Museumskeller Schopfheim. Reservierung unter 07621/1675476 oder per
eMail an ticket@fugit.de
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Weiler Zeitung vom 17.1.12
„Hochzeiten“ mit Tempus fugit
im Kesselhaus
Weil am
Rhein. Das Freie Theater „Tempus fugit“ führt in „Die Hochzeiten“ die
beiden Einakter „Die Kleinbürgerhochzeit“ und „Die Hochzeit“ auf.
„Wenn zwei junge Menschen in die Ehe treten, die reine Braut und der
in den Stürmen des Lebens gereifte Mann, dann singen, heißt es, die
Engel im Himmel. Deshalb lasst uns trinken auf das Wohl dieser beiden
edlen Menschenkinder, die heute einander zum ersten Mal gehören sollen,
und dann für alle Ewigkeit“ - sagt einer der Hochzeitsgäste im Einakter
„Die Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht. Er hegt aber große Zweifel
daran, ob die feierlichen Worte in Erfüllung gehen. Genau wie Anton
Tschechow in seinem Einakter „Die Hochzeit“. Wenn sich nämlich vom
Hochzeitsessen die Tische biegen, wenn der Alkohol strömt und sich die
guten Sitten lockern, dann verkommt die Hochzeit zur bloßen Farce.
Premiere ist am Freitag, 20.
Januar, um20 Uhr im Kesselhaus. Weitere Aufführungen sind am Samstag,
21. und Sonntag, 22. Januar, jeweils um 20 Uhr im Kesselhaus sowie am
Freitag, 10., Samstag, 11. und Sonntag, 12. Februar, 20 Uhr im
Museumskeller in Schopfheim.
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BZ vom 17.01.2012
Viel Bühnenerfahrung mit einem
Projekt
Vaclav Spirit
inszeniert mit Multiplikatorenazubis von Tempus fugit zwei Einakter von
Tschechow und Brecht: Die Hochzeiten
LÖRRACH. Zum
sechsten Mal hat Vaclav Spirit jetzt für das Freie Theater Tempus Fugit
bei der Inszenierung mit den Teilnehmern der einjährigen
Multiplikatorenausbildung die Gastregie übernommen. Das Besondere an
dieser Aufgabe sieht er vor allem in dem sehr kompakten Probenprozess.
Die gesamte Produktion "Die Hochzeiten" mit zwei Einaktern von Tschechow
und Brecht entstand binnen sechs Wochen. Geprobt wurde jeden Tag sechs
Stunden. Nebenher hatten alle 14 Akteure aber auch noch verschiedene
andere Aufgaben im normalen Tempus-fugit-Betrieb zu erledigen.
So viele Spieler habe er noch nie gehabt. Erstmals seien auch alle neu
und haben bestenfalls Erfahrungen beim Schultheater, wo die Perspektive
auf jugendliche Themen zielt. Bei Tempus Fugit ist das anders. In der
grotesken Komödie müssen sich die Auszubildenden verkleiden, aufgesetzt
spielen und Kaspereien machen. Und auch Vaclav Spirits Arbeit
unterscheidet sich von der kontinuierlichen mit seinem Ensemble Gut und
Edel. Genau definieren könne er das nicht, sagt Spirit, aber "ich mache
das gern" .
Die Theaterleidenschaft der jungen Leute
Ihn reizt, dass er hier Stücke machen kann, die er immer machen
wollte, aber wegen der Besetzung nicht machen konnte. Für Tempus Fugit
hat er bereits seinen ersten Molière und seinen ersten Shakespeare
inszeniert, und jetzt auch seinen ersten Tschechow und seinen ersten
Brecht.
Die unglaubliche Theaterleidenschaft der Leute in der
Multiplikatorenausbildung, die in den Vormonaten bereits
Ausbildungseinheiten wie Stimmtraining durchliefen, macht das möglich.
Alle gewinnen auf einen Schlag eine Menge Bühnenerfahrung, weil sie bei
"Die Hochzeiten" gleich zwei Rollenerfahrungen an einem Abend machen.
Katastrophe am schönsten Tag des Lebens
Auch bei dieser Kombination von zwei Einaktern macht Vaclav
Spirit keine avantgardistischen Experimente — nur "ein bisschen
Slapstick" , wie der Regisseur verrät. Tschechow und Brechts Stücke
haben als dramatische Texte Qualität. "Das ist nicht Klamauk" , erklärt
Spirit. Die Stücke entstanden im Abstand von zwanzig Jahren. Sie bringen
zwei unterschiedliche Facetten eines ähnlichen Themas zum Vorschein.
Allem voran geht es um die Heuchelei einer gelungenen Feier in einer
spießbürgerlichen Gesellschaft. Der "schönste Tag des Lebens" wird zur
reinen Fassade, die mit dem unangebrachten Benehmen der Hochzeitsgäste
zu bröckeln beginnt und schließlich in einer Katastrophe endet.
Tschechow und Brecht — eine Herausforderung
Der Spielleiter bezeichnet Anton Tschechow als "Meister der
Kurzpointe" . Er arbeitet mit stilisierten Typen wie dem falschen
General oder dem fiesen Freund, bei Brecht sind es eher Charaktere. Das
Stück "Die Kleinbürgerhochzeit" von Berthold Brecht musste Vaclav Spirit
kürzen, sonst wäre es zu lang und zu schwierig gewesen. Dieser Brecht,
so erläutert der Spielleiter, sei ganz anders als der bekannte. Denn der
Autor schrieb den Einakter, als er gerade mal 19 Jahre jung war. Die
Bitterkeit und die Kritik, die den Menschen als Kleinbürger entlarvt,
steckte aber damals schon drin.
Seit drei Jahren kümmert sich
Anne Ehmke um die musikalische Begleitung für Spirits Tempus
ugit-Inszenierungen und studiert die musikalischen Elemente als
Korrepetitorin mit den Spielern ein — so auch dieses Mal. Als
Regieassistentin und Produktionsleiterin stand Myriam Oosterkamp Vaclav
Spirit zur Seite, und zwar als "meine rechte und linke Hand" , wie der
Regisseur schmunzelnd bemerkt.
Barbara Ruda |
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Die Oberbadische vom 14.1.12
Wenn die Masken fallen
Tempus fugit zeigt „Die Hochzeiten“ / Regie: Vaclav Spirit
Regio (max). Bereits zum sechsten Mal führt Vaclav Spirit beim
freien Theater Tempus Fugit Gastregie. Erstmals hat das Theaterteam
komplett gewechselt, keiner der jungen Schauspieler spielte zuvor bei
Tempus Fugit.
Die jungen Nachwuchsschauspieler verbindet, laut
dem Stellvertretenden Theaterleiter Thorsten Blank, eine starke
Leidenschaft zum Theater. Blank: „Die Schauspieler kannten sich zwar
nicht, sind aber mittlerweile zusammengewachsen“.
Immerhin
absolvieren alle 14 derzeit die einjährige Mulitplikatorenausbildung bei
Tempus Fugit. Diese schließt neben Theaterpädagogik, Kulturmanagement,
Mitarbeit an Produktionsleitung, Bühnenbau und Kulturmarketing auch
Schauspiel ein.
Damit alle Multiplikatoren eine Rolle bekommen,
hat sich die Theaterleitung etwas Besonderes ausgedacht. Aufgeführt wird
das Theaterstück „Die Hochzeiten“, eine Kombination aus zwei Einaktern:
Berthold Brechts „Die Kleinbürgerhochzeit“ und Anton Tschechows „Die
Hochzeit“.
Die beiden Theaterstücke ähneln sich in ihrer
Handlung, haben aber beide ihren eigenen Stil, erläutert Vaclav Spirit
beim Pressegespräch. Thematisiert wird bei beiden Stücken eine
Hochzeitsfeier, bei der sich nach und nach die Sitten lockern,
schließlich jede Figur ihre Maske fallen lässt und nur „eine bitter
grinsende Leere hinterlässt.“
Spirit: „Die beiden Theaterstücke
haben Drama-Qualität und sind keinesfalls Klamauk“. Für die jungen
Schauspieler bietet das vor allem die Chance, in verschiedene Rollen zu
schlüpfen, die ganz unterschiedliche Facetten haben. „Hut ab vor dieser
Leistung“, freut sich Spirit über die Fortschritte bei den Proben.
Unterstützt wird er von Myriam Oosterkamp, die die Regieassistenz
und Produktionsleitung übernimmt. „Sie ist meine rechte und linke Hand“,
sagt Spirit schmunzelnd. Bis zur Premiere wird weiter bis zu sechs
Stunden am Tag eifrig geprobt. 3 Premiere: Freitag, 20. Februar, 20 Uhr
im Kesselhaus Weil am Rhein; weitere Termine: 21./22. Januar, 20 Uhr,
Kesselhaus; 10. bis 12. Februar, 20 Uhr, Museumskeller Schopfheim; in
Lörrach sind Aufführungen vom 4. bis 7. Mai geplant. |
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Fotos: Thomas Quartier |
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Es spielen:
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Matthias Meier |
| Fabian Eyer |
Carolin Schröder |
| Annika Greiner |
Chantal Süss |
| Esther Kammüller |
Sebastian Palzer |
| Melina Delpho |
Annika Schweizer |
| Antonia Föhl |
Tobias Zeun |
| Anna-Lena Hitzfeld |
Lukas Kettelhack |
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| Regie,
Textbearbeitung |
Vaclav Spirit |
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Musikalische Leitung |
Anne Ehmke |
| Regieassistenz &
Produktionsleitung |
Myriam Oosterkamp |
| Lichttechnik |
André Kulawik |
| Programm & Plakat |
Chantal Süss & Tobias
Zeun |
| Kostüm |
Elke Weth |
| Fotos |
Thomas Quartier |
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Wir danken dem Kulturamt
Weil am Rhein, der Stadt Lörrach und dem Kulturamt Rheinfelden
für ihre Unterstützung. Dem Kesselhaus Weil am Rhein, dem
Bürgersaal Rheinfelden, der Waldorfschule Lörrach und dem Nellie
Nashorn Lörrach danken wir für die Aufführungsmöglichkeiten. Ein
großes Dankeschön geht auch an den Scala Kostümverleih für die
ausgezeichnete Beratung. Besonderer Dank geht darüber hinaus an
das Kreisjugendreferat Lörrach sowie an das Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst für die Förderung über den
Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. sowie an
allen Sponsoren und Paten. |
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Aufführungsrechte „Die
Kleinbürgerhochzeit“: Theaterverlag Suhrkamp
Aufführungsrechte „Die Hochzeit“: Verlag der Autoren, Deutsch
von Peter Urban
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