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aktuelle Inszenierung:
Freies Theater
Tempus fugit
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"Oliver Twist"
Regie: Karin Maßen
Nach Charles Dickens
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Projekt und Arbeitsweise |
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> zum Stück |
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> Presse |
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> Charles Dickens und seine Zeit |
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> Fotos |
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Es spielen |
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> Wir danken |
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Projekt und Arbeitsweise
Insgesamt 220 Ensemblemitglieder zählt
das Großprojekt „Oliver Twist“ nach dem gleichnamigen Roman von Charles
Dickens. Die Koproduktion von Tempus fugit und der Burghof Lörrach GmbH
folgt ähnlich wie bei „Tom Sawyer“ (2006) und „Emil und die Detektive“
(2009) dem bewährten Konzept, Schüler/innen aller Schularten,
Jugendtheaterspieler/innen sowie professionelle Schauspieler/innen und
Musiker/innen durch den mehrmonatigen künstlerischen Schaffensprozess in
einem Großensemble zu vereinen. Über mehrere Monate hinweg arbeitete das
Team um Karin Maßen intensiv mit den kleinen und großen Spieler/innen an
Szenen, einzelnen Charakteren sowie großen Ensemble-Choreographien.
Entstanden ist dabei eine spannende und facettenreiche Inszenierung, die
für Groß und Klein gleichermaßen fesselnd ist und neben dem schweren
Stoff auch viele lustige Momente garantiert. An fünf Tagen in Folge wird
„Oliver Twist“ insgesamt neun Mal aufgeführt, was von allen Beteiligten
ein außerordentliches Maß an Bereitschaft, Durchhaltevermögen und nicht
zuletzt Spielfreude erfordert. Das Projekt lebt von der engen und
vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Jugendtheatergruppen,
Schultheater-AGs, Klassen, Eltern, Lehrer/innen, Schauspieler/innen und
Musiker/innen sowie den zahlreichen Unterstützer/innen in und außerhalb
von Lörrach.
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zum Stück:
England Mitte des 19.
Jahrhunderts: Der Waisenjunge Oliver Twist wird in eine Welt hinein
geboren, die geprägt ist von Hunger, Elend und Missachtung. Arm und
Reich trennt eine unüberwindliche Kluft. In einem kirchlich verwalteten
Waisenhaus wächst Oliver zusammen mit anderen heimatlosen Kindern auf.
Dort ist er, ebenso wie später im Armenhaus oder unter der Obhut des
Sargmachers Mr. Sowerberry, den Schikanen und der Willkür von
übellaunigen Aufsehern, hochnäsigen Vorständen und jähzornigen
Gouvernanten ausgesetzt.
Eines Tages lässt Oliver dies Alles
hinter sich und flieht Hals über Kopf nach London, wo er zufällig einer
Bande jugendlicher Taschendiebe in die Hände fällt. Freundlich
aufgenommen und vom Anführer Fagin als „großes Talent“ gelobt, glaubt
Oliver zunächst eine neue Familie gefunden zu haben. Er ahnt noch nichts
von den gefährlichen Plänen und den Verbrechen, in die er immer mehr
hineingezogen wird. Unterwegs begegnet er den unterschiedlichsten
Menschen, deren Geschichten sich mit der seinen verweben. Dank der Hilfe
und dem Vertrauen einiger beherzter Personen, wie z.B. der Diebin Nancy,
dem gutmütigen Mr. Brownlow oder der offenherzigen Miss Rose, kann
Oliver letztlich entkommen und ein richtiges Zuhause finden. Bis dorthin
allerdings ist es noch ein abenteuerlicher Weg, mit freudigen,
spannenden, traurigen aber auch lustigen Überraschungen und Wendungen.
Charles Dickens schrieb „Oliver Twist“ ursprünglich als
Fortsetzungsroman, der von Januar 1837 bis April 1839 monatlich im
Bentley’s Miscellany abgedruckt wurde. Er übte darin offene Kritik an
den spezifischen gesellschaftlichen Umständen seiner Zeit. Die zentralen
Motive und Themen des Romans - brutale Ausbeutung, Heimatlosigkeit,
Suche nach Nähe und Geborgenheit, Freundschaft und Abenteuer - sind
jedoch zeitlos und auch nach 150 Jahren noch aktuell und für Menschen
jeden Alters von großer Bedeutung.
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Charles Dickens und seine Zeit
Charles Dickens (1812 - 1870) war ein
englischer Schriftsteller und entstammte selbst eher ärmlichen
Verhältnissen. Auslöser für seinen Roman „Oliver Twist“ waren die sich
verschlimmernden Lebensbedingungen der Arbeiterklasse und die
Verschärfung der Armengesetzgebung in England Mitte der 1830er Jahre. Er
wollte seine Zeitgenossen auf die schreienden Ungerechtigkeiten in der
Gesellschaft aufmerksam machen. Während die wohlhabende Londoner
Bürgerschaft in geräumigen, sauberen Häusern mit eigener Dienerschaft
lebte, fristeten die Ärmsten ein Leben in schmutzigen, überfüllten Slums
und den so genannten Armenhäusern. Dickens erzählt „Oliver Twist“ vor
allem aus der Perspektive der einfachen und armen Leute und gibt ihnen
durch seine facettenreichen und ernsthaften Beschreibungen Gesicht und
Stimme.
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Presse |
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Die Oberbadische vom 6.7.11
„Wann spielen wir wieder im
Burghof?“
Ein Epilog
zum Theater-Großprojekt „Oliver Twist“, einer Koproduktion von Tempus
fugit und dem Burghof
Von Tim Krause
Lörrach. Das Tempus fugit- Stück „Oliver Twist“ in Kooperation mit dem
Burghof lockte im Mai Hunderte Kinder und Zuschauer auf oder vor die
Bühne und hinterließ nachhaltigen Eindruck. Theaterpädagoge Tim Krause
hält persönliche Rückschau.
„Ein Einkaufsmarkt, es ist
Mittwochnachmittag. „Und wann spielen wir wieder im Burghof?“ Neben mir
steht plötzlich eine blond gelockte Siebenjährige im Blümchenkleid und
schaut frech zu mir hoch. „Äh…wie bitte? Ach so, äh... der Oliver ist
jetzt erst mal vorbei“, sage ich etwas überrascht und wühle in meinem
Namensgedächtnis. Sie darauf fröhlich: „Schade, das war total schön! Und
jetzt muss ich noch Würstchen holen, wir grillen heute Abend bei meinem
Onkel. Tschüss!“ Und weg ist sie.
Solche unerwarteten, kleinen
Begegnungen passieren auch noch einen Monat nach der letzten Aufführung
von „Oliver Twist“ im vollbesetzten Burghof. Für uns OrganisatorInnen
und Theaterleute gibt es fast nichts Schöneres. So intensiv und
aufregend der monatelange Arbeitsund Probenprozess mit den vielen
unterschiedlichen Gruppen war, so schnell kommt nach der letzten
Aufführung schon wieder das nächste Projekt und die bohrende Frage steht
im Raum: Was bleibt eigentlich?
Für viele der 120 mitspielenden
Kinder – wie für auch für die Älteren - schien es erst einmal völlig
abwegig und unverständlich, dass sie Ende Mai nach einer ganzen Woche,
die sie als Teil eines 220-köpfigen Ensembles von früh bis spät auf und
hinter der Bühne gelebt hatten, plötzlich wieder in ihren normalen
Alltag zurückkehren sollten. Am 22. Mai, dem Abend der Derniere stand in
ihren Gesichtern die Anstrengung der vergangenen Wochen geschrieben,
Müdigkeit aber auch das Feuer, das nach Mehr verlangte.
Fragt man
Eltern und LehrerInnen, so gelang der Schritt ins „Normale“ letztlich
relativ gut und nicht wenige Kinder waren froh, endlich wieder Zeit für
Fußball und Freunde zu haben. Was bleibt also? Bei einem
Feedbackgespräch im Probenraum von Tempus fugit heben Eltern und
Lehrerinnen besonders drei Aspekte hervor, die aus ihrer Sicht direkte
Folgen des ehrgeizigen Projekts sind: (1) Ein gesteigertes
Gemeinschaftsgefühl in der Klasse ebenso wie unter den Eltern, (2) das
Aufblühen einzelner Kinder, die vorher eher schüchtern und unsicher
waren sowie (3) das gute Gefühl, dass man gemeinsam sehr viel auf die
Beine stellen kann, wenn genügend mit anpacken. Fragt man die anwesenden
Kinder, so zählen sie weitere positive Punkte auf: Neue Freunde
gefunden, Spaß am Theaterspielen entdeckt, keine Schule, sich mal „wie
die Großen fühlen“.
Ein Viertklässler sagt am Ende des Gesprächs
zu mir: „Ich war jetzt zum ersten Mal im Burghof und dann gleich als
Star. Cool, oder?“ Bleibt also einiges, so scheint es. Messbar ist dies
alles freilich nicht, spürbar aber genug um Kraft für ein nächstes Mal
zu geben. Nicht zuletzt bleibt auch aufs Neue die Erfahrung, dass
Projekte dieses Ausmaßes nur im engen Verbund vieler Institutionen und
engagierter Helfer zu realisieren sind. Trotz der hervorragenden
Arbeitsbedingungen im Burghof, des ehrgeizigen Teams von Tempus fugit
und der professionellen künstlerischen Leitung, lebte „Oliver Twist“
auch gerade von den anpackenden und mit fiebernden Eltern und
LehrerInnen sowie treuen UnterstützerInnen wie der Bürgerstiftung, der
Matthäusgemeinde und zahlreichen anderen in und außerhalb von Lörrach.
Möglich war dieser Kraftakt auch nur, weil sich Profis, Kinder,
Jugendliche und NachwuchskünstlerInnen voll aufeinander eingelassen
haben und ein gemeinsames Risiko eingegangen sind. Wenn mich das
nächste Mal ein Kind vor dem Kühlregal fragt: „Wann spielen wir wieder
im Burghof?“, werde ich ohne nachzudenken antworten: „Hoffentlich bald!“
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BZ vom 11.06.2011
"Das ging tief rein"
Resümee der großen Theaterprojekts "Oliver Twist" gezogen /
Mitwirkung brachte allen etwas
Von unserer
Mitarbeiterin Barbara Ruda
LÖRRACH. Das große Theaterprojekt
"Oliver Twist" ist mit neun Aufführungen erfolgreich über die Bühne
gegangen. Ein zentraler Aspekt der Produktion war die Einbindung von
fünf kompletten Klassen der Hebel-, Eichendorff und Pestalozzischule
inklusive theaterpädagogischer Vor- und Nachbereitungen. 120 Mädchen und
Jungen waren direkt als Spieler involviert. Jetzt lud Tempus fugit
Lehrerinnen der beteiligten Schulklassen sowie einige Eltern und Kinder
in den Probenraum ein, um Resümee zu ziehen.
Regisseurin Karin
Maßen fragte nach: "Wie haben die Kinder den Proben- und
Aufführungsprozess erlebt? Was waren besondere Herausforderungen für
Eltern und Lehrerinnen im Verlauf des Projekts?" Die Vertreterinnen der
Eltern, also der Gruppe, von der anfangs der stärkste Gegenwind kam,
weil sich kaum jemand vorstellen konnte, die Organisation etwa des
häufigen Bringens und Holens der Kinder packen zu können, zeigten sich
begeistert von dem Theaterprojekt. "Ich glaube, dass es den Kindern viel
gebracht hat" , sagte Sabine Löbbe. "Meine Tochter hat viel daran
gewonnen und sich weiter entwickelt" . Über die fünf Aufführungstage
hinweg habe sie durchgängig ihre Waisenkleidung angehabt, so sehr hat
sie sich mit ihrer Rolle identifiziert. Im Atmosphärischen, Emotionalen
haben die Kinder also zweifellos mitgelebt. "Zum Schluss sahen die
Kinder wirklich aus wie aus dem Armenhaus" , stimmte Anette Eckstein,
Lehrerin an der Eichendorffschule, zu. Zuerst wollten viele den Oliver
Twist spielen, also die Hauptrolle. Bald war aber ganz klar, dass jeder
ein Teil des Ganzen ist — ein Waisenkind oder ein Stück Wald. "Sie haben
sich eingefügt" , berichtete Birgit Lorenz, ebenfalls Lehrerin. Gestärkt
wurden durch die Mitwirkung an "Oliver Twist" nach Angaben der
Beteiligten nicht bloß die Kinder, sondern auch der Klassenverband und
der Zusammenhalt unter den Eltern.
Natürlich mussten Eltern und
die Schule hinter dem Projekt stehen. Umso wichtiger war es, dass
Bürger- und die Sparkassenstiftung den Klassen einen Zustupf gaben,
damit auch die Eltern und Geschwister eine Aufführung besuchen konnten,
denen das finanziell sonst nicht möglich gewesen wäre. All das zeige,
dass man Karin Maßen zu Recht im vergangenen Jahr mit der Bürgermedaille
geehrt habe, fand Ute Lusche, die Vorsitzende der Bürgerstiftung
Lörrach.
Die auf diese Weise noch einmal Gewürdigte fasste das
Feedbackgespräch so zusammen: "So ein Projekt ist sicherlich nicht
etwas, an dem man einfach mal mitgemacht hat. Das geht tief rein, und da
bleibt vieles — auch bei uns — , dass man daran wachsen kann. Man sieht,
Theater ist immer etwas, was verbindet — untereinander und mit dem
Publikum. Jeder hat darin seinen Platz."
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Das Wochenblatt vom 25.5.11
Das Großprojekt begeisterte
Bereits im Foyer des Burghofs wurde man vor der Aufführung von
„Oliver Twist“ durch die jungen Schauspieler empfangen. Die „Waisen“
waren mit Kochen, Teppichausklopfen und Laubsammeln beschäftigt und
stimmten so auf das Theaterstück ein. Schon zu Beginn der Aufführung
wurde klar, dass das Konzept der Tempus fugit- Regisseurin Karen Maßen
aufging und sich jeder einzelne der rund 220 Ensemblemitglieder als ein
Teil des Großprojekts fühlte. Die großen und kleinen Schauspieler boten
eine facettenreiche Inszenierung des Romans von Charles Dickens dar und
ließen die mehr als zwei Stundenwie im Fluge vergehen.
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BZ vom 20.05.2011
Die Sehnsucht nach einer Heimat
Karin Maßen und das Theater Tempus fugit inszenieren mit und
im Burghof in Lörrach mit Grundschulklassen Dickens "Oliver Twist"
Die Szenerie erinnert an einen Tag der offenen Tür in einem
Heimatmuseum: Da hocken Kinder in zerlumpten Kleidern und barfuß am
Boden, schaben an Waschbrettern, schieben alte Bügeleisen über weiße
Laken, klopfen Teppiche, jonglieren einen gedeckten Tisch durch das
dicht gedrängte Publikum. Dieser Prolog im Foyer des Burghofs führt ein
ins 19. Jahrhundert, erinnert an den Frühkapitalismus, öffnet die Sinne
für eine Epoche, in der Kinderarbeit üblich, Handarbeit normal, Hunger
verbreitet und soziale Unterschiede krass waren. Das ist die Welt des
Oliver Twist. Karin Maßen und das Theater Tempus fugit lassen Charles
Dickens Romanfigur im großen Ensemble mit 220 Mitwirkenden, darunter
fünf Grundschulklassen, und Live-Musik (Musikregie: Benedikt Reising)
nun in einer Kooperation mit dem Burghof ebendort in einer aufwändigen
Produktion aufleben.
Mit dieser Dramatisierung von Dickens Roman
greifen die Akteure ein Rezept auf, das sie bereits 2006 und 2009
angerichtet hatten. Nun aber haben sie nicht nur einen vergleichsweise
historischen Stoff gewählt; vielmehr steckt in Oliver Twists Schicksal
zwischen Waisenhaus und ausgebeutetem Knechttum, als naives Opfer
skrupelloser Gangster und ihrer Jugendgang auf der einen aber auch als
behütetes Pflege- und Erziehungsobjekt barmherziger Bürger auf der
anderen Seite eine Menge Gesellschaftskritik. Allerdings ist es im 21.
Jahrhundert und angesichts eines gut entwickelten Sozialstaates
hierzulande nicht mehr so einfach, dieser Arm-Reich-Perspektive mehr als
museale Dimensionen abzugewinnen.
Karin Maßen enthält sich
klugerweise denn auch aller krampfhaften Parallelen und Abstraktionen.
Die Inszenierung beschränkt sich darauf, das Elend und den Zeitgeist des
19. Jahrhunderts, das menschenverachtend strenge Regime im Waisenhaus
oder den rücksichtslosen Existenzkampf in den Unterschichten in einem
historischen Ambiente sinnlich erfahrbar zu machen. Da helfen die
Kostüme aber auch die Schüler und Schülerinnen in den Massenszenen in
gelungen choreografierten (Pilar Buira Ferre) und zum Teil berührenden
Bildern; das transportieren aber auch die wüste Behandlung Oliver Twists
(Lukas Bartscherer) im Hause des Sargmachers oder die anregend
umgesetzten Milieu-Skizzen in Barney’s Bar, einem Unterwelt- und
Prostituiertentreff. Letztlich schlägt das Stück so allenfalls
assoziativ Brücken in den sozialen Kosmos der Gegenwart — etwa zu den
heute, ähnlich wie einst Twist vom Sargmacher Sowerberry, ausgebeuteten
Kindersklaven in asiatischen Teppichmanufakturen.
Im Endeffekt
dienen die materiellen Klassengegensätze des 19. Jahrhunderts diesem
Lörracher "Twist" aber mehr als Folie, um eine immaterielle,
schichtenübergreifende Unbehaustheit zu thematisieren, eine Sehnsucht
nach Heimat, Geborgenheit und Liebe. Diese ebenso existenziellen
Bedürfnisse zeigt Oliver Twist, der das Waisenhaus bei allen
Entbehrungen doch auch als Ort des Aufgehobenseins erfährt und in der
Jugendbande, in Fangins (Matthias Klimkait) und Dodgers (Fabian Müller)
Fängen eine Ersatzfamilie sucht. Dieses Bedürfnis treibt trotz allen
Wohlstands aber auch den bourgeoisen Mr. Brownlow (Jakob Klapprott) um
und selbst den feisten, selbstzufriedenen Beamten Bumble (Elias Füchsle)
oder Mrs. Corney (Annika Greiner). Diese Sehnsüchte zeigt aber vor allem
auch die Prostituierte Nancy (Linda Sepp), die die Intrige gegen Oliver
aufdeckt und wohlwissend um die Gefahr, die das für sie bedeutet, zu
ihrem Geliebten und Kleinkriminellen Bill Sikes (Stephan Stock)
zurückkehrt und von dem für ihre Liebe prompt umgebracht wird. Vor allem
in dieser Nancy stellt die Regie dem kindlichen Twist eine reifere,
gleichwertige (Frauen-)Figur gegenüber, die Linda Sepp eindrucksvoll als
tragische Heldin entwickelt und die eine Kontrapunkt bildet zur
kitschig-versöhnlichen Rückkehr von Oliver Twist in den Schoß der
(bürgerlichen) Familie, dem Happy End am Schluss.
Bis dahin aber
ziehen gut zwei Stunden fein komponierte, schnell geschnittene, von
Schauplatz zu Schauplatz springende Bilder, Szenen und Figuren mit hohem
Unterhaltungswert am Publikum vorbei: Der zur Karikatur verzerrte
Bumble, die resolute Mrs. Croney, der verschlagene Fangin und seine Gang
um die sprühende Charlie Bates (Naomi Abukha) . . . Mitunter rettet sich
das Spiel zwar in wirbelnde Massenszenen oder bemüht Sikes’ Hund Rufus
(Petra Jeroma), der als Running Gag durch die Szenen wedelt und für
Erheiterung sorgt, manchmal aber auch zur überspielten Nebensächlichkeit
gerät. Mitunter indes gerät das Konzept dramaturgisch auch an Grenzen:
Nicht nur, dass die Grundschüler die existenziellen Dimensionen wohl
kaum wirklich erfassen können; die düstere Atmosphäre der Waisen- und
Armenhäuser etwa, die Text und Musik verbreiten, zerbröselt in den
lächelnden oder verschmitzten Kindergesichtern. Die Botschaften fallen
da sichtbar auseinander. Doch ist das mehr als ein Schönheitsfehler?
Pädagogisch wertvoll und sozial integrativ ist diese Inszenierung
allemal.
Michael Baas
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Die Oberbadische vom 20.5.11
Hunger und Hoffnung
„Oliver Twist“: Kooperation von Tempus fugit und Burghof /
220 Mitwirkende
Von Gabriele Hauger
Lörrach. Ärmlich gekleidete Kinder klopfen Teppiche aus, schälen im
Akkord Kartoffeln, schrubben die Böden. Überraschende Szenen empfangen
die Theaterbesucher bereits im Foyer und stimmen auf die Inszenierung
von „Oliver Twist“ ein, die Tempus fugit in Kooperation mit dem Burghof
zeigt. Erwartungen werden geweckt, die das Stück unter der Regie von
Karin Maßen (Regieassistenz und Pädagogik: Tim Krause) auch erfüllt. Die
fast zweieinhalbstündige Inszenierung (Technik: Mark Searl) sprüht vor
originellen Einfällen, überrascht mit spritzigen sowie berührenden
Szenen und schauspielerischem Engagement der jungen Akteure.
Einziges Manko: Die Dauer des Stücks überfordert doch so manchen vor
allem jungen Zuschauer. Ein Problem, dessen sich die Regie bereits im
Vorfeld bewusst war. Über eine Straffung der kommenden Aufführungen wird
deshalb nachgedacht.
Charles Dickens' Geschichte über den armen
Waisenjungen Oliver (Lukas Bartscherer), der aus dem Waisenhaus nach
London flieht und dort an eine Diebesbande gerät, spielt im England des
19. Jahrhunderts, in einer Welt aus Armut und Ungerechtigkeit.
Eine Welt, in der ein Lehrjunge für fünf Pfund verkauft wird,
Waisenkinder hungern müssen und die Oberschicht vor Arroganz strotzt.
Trotz des schweren Stoffs gibt es lustige und temporeiche Szenen.
Klasse, wie die Barmädels tanzen, die Diebe ihre kriminellen Künste
vorführen und das pralle Leben in Londons Straßen brummt.
Wie
bereits bei den anderen beiden Großproduktionen „Tom Sawyer“ und „Emil
und die Detektive“ wirken unter den 220 Ensemblemitgliedern wieder viele
ganze junge Schüler - Erst- und Viertklässler - mit. Da weitgehend auf
Kulissen verzichtet wird, charakterisieren die Kleinsten mit ihren
chorischen Auftritten besonders im ersten Teil die Szenen. Äste
schwenkend bilden sie einen Wald, mit Blechnäpfen klappernd sind sie die
kleinen Bewohner des Waisenhauses, und - sehr originell - sie sind die
Schäfchen, die der unglückliche Oliver zählt, um einschlafen zu können.
Für viel Atmosphäre sorgen auch die Musiker (Musikregie: Benedikt
Reising): Dissonanzen beschreiben beklemmende Szenen in der Unterwelt
Londons, Jazzklänge sorgen für Kneipen- Stimmung. Auch tänzerische
Aspekte beleben das Bühnenbild, zum Beispiel die gelungene
Alptraumszene, in der Oliver von dunklen Schatten heimgesucht wird.
Die Tempus fugit-Spieler schließlich - unmöglich alle Mitwirkenden
zu nennen - sind in den Hauptrollen zu sehen. Und geben hier durchweg
eine formidable Leistung. Herrlich der skurrile Fagin (Matthias
Klimkait), Chef der Diebestruppe, der tumbe Mr. Bumble (Elias Greiner)
im Duo mit der geldgierigen Witwe Mrs Corney (Annika Greiner) oder die
Giftspritze Mrs. Mann (Petra Jeroma), die das Waisenhaus leitet: „Kinder
gewöhnen sich an Hunger.“
Geschickt setzt die Regie die versnobte
Oberschicht ganz oben aufs Holzgerüst, während sich die Armen unten
tummeln. Auch die Kostüme (Elke Weth, Scala Kostümverleih) tragen viel
zur glaubwürdigen Szenerie bei.
Besonders lebhaft geraten die
Szenen in der Halbwelt. Die Mädels rund um Betsy (Larissa Probst)
schwingen lasziv die Hüften, die tapfere Nancy (Linda Sepp) entdeckt ihr
Gewissen, hilft Oliver und muss dafür ihr Leben lassen. Ihre große Liebe
Bill Sikes (Stephan Stock) und der schurkische Monks (Micha Goldberg)
übernehmen die dunklen Rollen. Petra Jeroma hat als Hund Rufus einen
bemerkenswerten Auftritt - einer von vielen Hinguckern.
Ende gut,
alles gut: Oliver hat endlich ein Zuhause. Beruhigend für die vielen
jungen, zum Schluss reichlich erschöpften Zuschauer.
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BZ vom 18.05.2011
"Ambitioniertes Kulturprojekt"
BZ-Interview: Tim Krause zur
"Oliver Twist" -Produktion von Tempus fugit im Burghof Lörrach
Heute feiert "Oliver Twist" im Burghof Premiere. Die Regisseurin und
Leiterin der freien Theatergruppe "Tempus fugit" Karin Maßen hat dafür
eine Bühnenfassung des 170 Jahre alten Gesellschaftsromans von Charles
Dickens geschrieben. Erzählt wird die Geschichte eines Waisenjungen in
England Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf der Bühne stehen 225 Kinder,
Jugendliche und Erwachsene — Schüler verschiedener Lörracher Schulen,
Mitglieder von Theatergruppen, Theater- und Musikprofis. Claudia Gabler
hat mit Produktionsleiter und Regieassistent Tim Krause über die
Inszenierung gesprochen.
BZ: Was ist die Idee dahinter,
Theaterprofis und Schulkinder gemeinsam auf eine Bühne zu bringen?
Krause: Wir wollen zum einen zeigen, dass alle Menschen, Profis und
Laien, Theater spielen können — und sollen. Zum anderen gehen wir von
einer Befruchtung beider Seiten aus. In unserer Arbeit dürfen ja nicht
nur die Älteren und Profis die Kleinen beurteilen, sondern auch
umgekehrt. Die erfahrenen Spieler verlieren so nicht den kindlichen,
manchmal auch naiven, aber immer auch kritischen Blick der Kinder auf
ihre Bühnenarbeit. Andersherum lernen die Kleinen in der Beobachtung der
Routiniers auch ganz viel über die Idee des Spiels an sich und seine
pädagogische Kraft. Jedes Schulkind hat übrigens einen so genannten
Paten unter den Älteren, der bei Fragen oder Problemen für sie immer
Ansprechpartner ist.
BZ: Ist die Produktion also eher ein
pädagogisches als ein künstlerisches Projekt?
Krause: Ganz
und gar nicht. Wir wollen zwar im klassischen Sinne der Theaterpädagogik
einen Lust- oder vielleicht auch Erkenntnisgewinn bei den Spielern und
Zuschauern erreichen. Auch wollen wir den jungen Menschen inhaltlich das
Thema des Romans, also die soziale Kluft zwischen Arm und Reich,
vermitteln. Doch im Vordergrund steht die künstlerische Idee, also die
Ästhetik der Inszenierung, die Art des Spiels, das reduzierte Bühnenbild
und so fort. Wir arbeiten nach klaren inszenatorischen Regeln und wollen
ein gutes Ergebnis auf der Bühne. Und die Erfahrung zeigt, dass nur
durch diesen hohen Anspruch die jungen Menschen und auch die ganz
Kleinen dauerhaft und konzentriert bei der Sache sind. Sie merken, dass
sie Teil eines ambitionierten Kulturprojekts sind. Das treibt sie extrem
an und macht sie auch stolz auf das, was sie leisten.
BZ:
Gibt’s Situationen, in denen die Kinder an Grenzen stoßen?
Krause: Sicher können nicht alle Kinder gleich stark aus sich
herausgehen auf der Bühne. Aber bei allen lässt sich eine Entwicklung
beobachten und am Ende sind sie alle mutiger und präsenter als am Anfang
der Proben. Ein Indikator ist oft, dass sie nach einigen Treffen lauter
und deutlicher sprechen als zu Beginn. Und bevor sie mit uns geprobt
haben, haben sie ja schon über Monate zuvor in der Schule Szenen
einstudiert und sich auf die Geschichte vorbereitet. Viele Kinder
stießen am Anfang allerdings an imaginative Grenzen, wenn sie sich
vorstellen sollten, wie sich die verwahrlosten Kinder bei Dickens
fühlen, wenn sie eine Woche lang nichts gegessen haben oder Tag und
Nacht das selbe T-Shirt tragen müssen.
BZ: Warum haben Sie
kein zeitgenössisches Stück zum Thema sozialer Missstand gewählt?
Krause: Die Auswahl des Texts hat Karin Maßen vor meiner Zeit
getroffen. Doch sehe auch ich vor allem in der Arbeit mit den Spielern
die Kraft, die von der inhaltlichen wie sprachlichen Bildhaftigkeit
dieses Romans ausgeht. Das ist etwas, was junge Menschen greifen können
und was sie packt. Ich denke, dass es eine im klassischen Sinn narrative
Geschichte braucht, damit Kinder und Jugendliche sich in einen Text
einfinden und ihren Platz darin finden können. Theater hat ja auch ganz
viel mit Identifikation zu tun und die ist in heutigen Stücken, wenn sie
weniger erzählerisch und mehr experimentell sind, nicht so gut möglich
wie im realistischen Plot von "Oliver Twist".
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BZ vom 18.05.2011
Bild eines prallen Lebens
Lörrach: Die Jugendtheatergruppe Tempus fugit bringt Charles
Dickens’ Roman "Oliver Twist" auf die Bühne
Von unserer Mitarbeiterin Claudia
Gabler
225 junge Menschen
stehen jetzt bei der neuen Produktion der freien Lörracher
Jugendtheatergruppe Tempus fugit auf der Bühne. Gespielt wird der Roman
"Oliver Twist" von Charles Dickens, von dem die Regisseurin und
Theaterleiterin Karin Maßen eine Stückfassung angefertigt hat.
Die Schauspieler der zweistündigen Inszenierung sind zum großen Teil
Schüler der Klassen eins bis vier, daneben spielen Schüler anderer
Lörracher Schulen und die jungen Schauspieler des professionellen
Ensembles von Tempus fugit. Koproduzent und Spielort ist der Lörracher
Burghof, der sonst ja Stars wie etwa Götz Alsmann und Sissi Perlinger
nach Lörrach holt. Zum dritten Mal hat das Kulturzentrum seine Tore nun
für die stetig wachsende Theatergruppe geöffnet.
Die Zahl der
Schauspieler bei dieser Produktion ist enorm, sagt Karin Maßen. Doch
habe sie nicht mit Gigantismus zu tun, sondern vielmehr mit dem großen
Interesse von Schülern, Teil dieses Unternehmens zu sein. Mit fünf
Klassen der Lörracher Hebel- und EichendorffSchule haben Maßen und
andere Theaterpädagogen zunächst den Gesellschaftsroman aus dem Jahr
1837 gelesen und diskutiert. Dickens’ Figur des Waisenjungen Oliver
Twist und die Kritik an den sozialen Zuständen in England zu Beginn des
19. Jahrhunderts fanden Eingang auch in Bilderbücher und Comics, die,
spielerisch ins Heute übertragen, die vom Autor kritisierte Kluft
zwischen Arm und Reich behandeln. Mit deren Hilfe haben die Pädagogen
die Kinder auf Thema und Inszenierung eingestimmt und vor dem Beginn der
"echten" Proben nach Ostern bereits Szenen in den Klassen daraus
entwickelt und gespielt.
In dieser Phase erst hat Karin Maßen den
Stücktext geschrieben. Die Stückentwicklung innerhalb eines
Probenprozesses verlangt Beweglichkeit — und genau um diese geht es der
Theaterpädagogin in der Produktion. Die eigene Beweglichkeit als
Regisseurin und die der Kinder, die ihren Platz in der Geschichte finden
sollen. Die immer gültige Frage nach Aktualität und Aktualisierung eines
alten Stoffes und somit die große inhaltliche Frage nach sozialer
Gerechtigkeit in diesem Stück haben nicht im Vordergrund gestanden.
Vielmehr gehe es darum, die Empathie eines Autors und seines
Protagonisten zu vermitteln, der kein Vorbild sei, sondern Spielball der
Verhältnisse und Menschen, mit denen er lebt. Hier sollen das Bild und
"die Sinnlichkeit eines prallen Lebens" gezeigt werden, das eben nicht
nur aus Glück erwachsen kann.
Und Unglück hat Oliver Twist genug:
Er wächst im Waisenhaus auf und ist dort den Schikanen des Sargmachers,
unter dessen Obhut er steht, und übel gelaunter Aufseher und
Gouvernanten ausgesetzt. Eines Tages flieht er nach London, wo er einer
Bande jugendlicher Taschendiebe in die Hände fällt. Zunächst fühlt er
sich freundlich aufgenommen, doch bald wird er in gefährliche Pläne und
Verbrechen hineingezogen. Am Ende findet der Junge zwar wirkliche
Freunde und ein echtes Zuhause, doch ist die Geschichte insgesamt recht
düster, gibt auch Karin Maßen zu.
Das "lustvolle Spiel" der
Kinder setze sich hier nicht nur von den narrativen
Rezeptionsgewohnheiten aus Film und Fernsehen ab, sondern mache dieses
Düstere auch greifbar. Dadurch dass die Kinder und die professionellen
Schauspieler nach den Proben wieder aus ihren Rollen aussteigen,
erkennen die Kinder das Theater als Spiel. Trost im besten Sinne und
Spielfreude sind es also, die auch diese Inszenierung von Tempus fugit
antreiben. Dass das größte Kulturhaus am Platz seine Pforten fürs
Jugendprojekt öffnet und damit für kommerzielle Angebote sperrt, ist
etwas Besonderes. Dass für die neun Aufführungen an fünf Tagen bereits
viele Karten verkauft wurden, nicht — denn so ist es meistens, wenn
Tempus fugit einen Auftritt hat.
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Der Sonntag vom 15.4.11
Das pralle Leben des
Waisenjungen
Oliver
Twist feiert am Mittwoch im Lörracher Burghof als Theaterstück Premiere
– die jüngsten Schauspieler sind Erstklässler
Profischauspieler
und Schüler bringen gemeinsam Charles Dickens Gesellschaftsroman auf die
Bühne — als Großproduktion mit 225 Beteiligten.
CLAUDIA GABLER
Ein Baum
kratzt sich nicht am Arm und dreht auch nicht den Kopf, wenn es raschelt
im Busch. Wer also auf der Bühne einen Baum spielt, darf sich allenfalls
im Wind wiegen und seine Arme wie lange Äste durch die Luft gleiten
lassen. Wer auf der Bühne steht, darf auch nicht der Schwester im
Publikum zuwinken oder rufen: „Da ist der Opa!“ Das wissen die Kinder
der Hebelschule genau. Und doch gaben die Theaterpädagogen von Tempus
fugit den Klassen la und ib am vergangenen Freitag noch mal eine kleine
Lektion in Sachen Bühnenprofessionalität und Konzentration.
Am
Mittwoch ist es dann soweit: Im Burghof fällt der Vorhang für die
Inszenierung „Oliver Twist“ der freien Lörracher Theatergruppe unter der
Regie von Karin Maßen. 225 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
werden in neun Vorstellungen an fünf Tagen die Profibühne des Burghofs
beherrschen. Gespielt wird die von Maßen verfasste Bühnenversion des
Gesellschaftsromans von Charles Dickens. Das Buch, von 1837 bis 1839 als
Fortsetzungsroman in einer britischen Zeitschrift erschienen, ist heute
Dickens bekanntestes Werk. Es erzählt die Geschichte des Jungen Oliver,
der Mitte des 19. Jahrhunderts in England lebte. Das Kind wächst in
einem Waisenhaus auf und steht unter der Obhut des Sargmachers Mr.
Sowerberry, unter dessen Schikanen Oliver leidet. Auch die Aufseher und
Gouvernanten lassen an ihm ihren Frust aus — und drängen ihn eines Tages
zur Flucht nach London. Dort lernt er eine Bande jugendlicher
Taschendiebe kennen. Zunächst fühlt sich Oliver Twist freundlich
aufgenommen, doch bald wird er in gefährliche Pläne hineingezogen.
Dickens Kritik an den sozialen Verhältnissen seiner Zeit will Maßen
nicht unbedingt aufzeigen. Die Regisseurin distanziert sich von
pathetischer Deutungspädagogik und dem Bemühen, der Geschichte zu
aktuellen Bezügen zu verhelfen. Im Vordergrund steht für sie das von
Dickens aufgezeigte „pralle Leben‘ das sich aus vielen traurigen, aber
auch einigen schönen Ereignissen zusammensetzt. Nach ‚Tom Sawyer“
und „Emil und die Detektive“ ist dies die dritte Inszenierung von Tempus
fugit mit dem Burghof als Koproduzenten. Das Besondere ist wieder, dass
Schüler aller Schularten, Jugendtheaterspieler und professionelle
Schauspieler sowie Musiker in einer gemeinsamen Inszenierung
zusammengebracht werden.
Auch die Erstklässler sind nicht nur
Dekoration der Großproduktion, sondern wurden wie ihre älteren
Mitspieler über Monate in die Geschichte des Waisenjungen eingeführt.
Alle Kinder sollen ihren Platz in der Geschichte finden und sie als
Ganzes begreifen, sagt Karin Maßen, die das Projekt als Stückentwicklung
begreift und erst in der Probenphase und zusammen mit ihren Mitarbeitern
und dem Input der Kinder eine endgültige Textfassung geschrieben hat.
Für die Klasse Ia der Hebelschule ist es an diesem Freitag die
sechste Probe. 24 Sechsjährige rennen barfuß und mit den zerschlissenen
T-Shirts der Taschendiebe in die Schulaula. Produktionsleiter und
Regieassistent Tim Krause nimmt sie mit seinen zwei Kolleginnen Maren
Schrader und Laura Jacob in Empfang. Bevor überhaupt Konzentration auf
das Spiel möglich ist, sollen sich die Kinder auspowem. Doch die Renn-
und Fangspiele haben schon szenischen Charakter: Die Schüler, die in der
Inszenierung neben Bäumen, Schafen und Armenhauskindem auch Taschendiebe
spielen, sollen so leise und unbemerkt rennen wie ein Taschendieb auf
der Flucht. Über die Aufregung vor der Premiere sind sich die Kinder
einig. Doch weiß auch jedes von etwas zu berichten, auf das es sich
dabei besonders freut. Mal ist es die Szene, in der gekocht wird, mal
die Begegnung mit Lukas Bartscherer, der den Oliver spielt, mal die
Premierenfeier mit den Älteren und der Familie.
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BZ vom 14.05.2011
Wochenschau
Kultur für alle
Weit mehr als 200 junge Leute erobern in der kommenden Woche bei
"Oliver Twist" den Burghof. Diese gemeinsame Theaterproduktion von
"Tempus fugit" und Burghof GmbH kann für viele junge Menschen ein erster
Anknüpfungspunkt an eine doch recht konventionelle Kultureinrichtung
sein. Spielerischer lässt sich so ein Flaggschiff jedenfalls nicht
entern. Das Gemeinschaftserlebnis, wenn sich bei Vorstellungen
Darsteller, Eltern, Freunde, Nachbarn, Bekannte, förmlich die ganze
Stadt begegnen, ist ein Wert an sich. Ein weiterer gesellschaftlicher
Mehrwert solcher Produktionen ist die so viel zitierte kulturelle
Bildung in der besonders einprägsamen Form des "learning by doing" .
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BZ vom 13.05.2011
Ein Stück Kindheit für alle
"Tempus fugit" und Burghof bringen mehr als 200 junge
Akteure für eine Inszenierung von "Oliver Twist" zusammen
Von unserem Redakteur Willi Adam
LÖRRACH. Große
Theaterproduktionen mit und für Jugendliche sind mittlerweile ein
Markenzeichen für die kulturelle Bildung in Lörrach. Zum dritten Mal
arbeiten das Theater "Tempus fugit" und die Burghof GmbH bei einem
großen Jugendstück zusammen. Bei "Oliver Twist" sind neben
professionellen Schauspielern, Musikern und Technikern fünf Schulklassen
und andere Kinder aus Schultheater-AGs und Tempus-fugit-Jugendgruppen
beteiligt. Ziel sei, dass sich alle 225 Mitwirkende als Teil eines
gemeinsamen Projekts fühlten, sagte Regisseurin Karin Maßen.
Nach
vergleichbaren Ko-Produktionen von Burghof und "Tempus fugit" ("Tom
Sawyer" , 2006, und "Emil und die Detektive" , 2009) wird nun mit mehr
als 200 Akteuren auf der Bühne eine neue Dimension erreicht. "Das ist
keineswegs Gigantomanie" , sagt Karin Maßen. Vielmehr seien Anfragen an
das Theater herangetragen worden, weshalb nun fünf statt ursprünglich
geplant drei Schulklassen mitwirken. Sie kommen von der Hebel- und der
Eichendorffschule. Mit beteiligt sind außerdem der Lörracher Kinderchor
unter den Leitung von Annegret Brake und zahlreiche Jugendliche, die an
Schulen oder in den Nachwuchsgruppen von "Tempus fugit" Kontakte zum
Ensemble geknüpft hatten.
Wenn Karin Maßen nun kurz vor der
Premiere am kommenden Mittwoch feststellt, dass all diese Kinder und
Jugendlichen so selbstverständlich im Gesamtzusammenhang "mit drin sind,
als müsste das so sein" , dann ist damit schon ein wichtiges Ziel
erreicht: Die Akteure sollen den Stoff und dessen Umsetzung als ihre
Annäherung und als ihren Ausdruck begreifen. Dieses Lernen durch
(Schau-)Spielen, diese kindgerechte Auseinandersetzung mit Kunst und
ihren Darstellungsformen, erfordert eine Arbeitsweise, die offener ist,
als dies sonst beim Theater üblich ist. Karin Maßen ging zunächst mit
einer Grundstruktur des Textes in die Vorproben. Dann wurde in Gruppen
gespielt, ausprobiert, verworfen, neu überlegt, bis sich etwa zu
Jahresbeginn eine klare Struktur für die Übertragung von Dickens’ Roman
in eine Thea terfassung herauskristallisiert hatte. Dieses Skript wurde
dann zwar von Karin Maßen verfasst, doch die Theaterleiterin legt Wert
auf den Hinweis, dass darin von allen Beteiligten deren Fragen an den
Stoff eingeflossen seien.
Eine dieser Art offene Arbeitsweise
erfordert neben engagierter Lehrerarbeit eine intensive
theaterpädagogische Betreuung. Regisseurin Karin Maßen und Tim Krause,
der als Produktionsleiter, Regieassistent und Theaterpädagoge in
Mehrfachfunktion mitarbeitet, haben vielfach die Klassen besucht und
dort szenisch gearbeitet, aber auch die oft bedrückende Geschichte von
Oliver Twist und vieler anderer armer Kinder aus dem Buch behandelt. Die
Beschäftigung mit Elend und Gewalt habe oft dazu geführt, dass die
Kinder über ihre Erfahrungen und über ihr Wissen über solche Themen
sprechen wollten. "Es wurden viele eigene Ideen für den Zugang zum Stoff
entwickelt" , erklärte Tim Krause.
Dieses aktuell größte
Kulturprojekt in der Stadt könnte das Theater alleine nicht bewältigen.
Der Burghof stellte schon während der Proben Räume, Technik und Personal
zur Verfügung und kommt für die Honorare der professionellen Akteure
auf. Die Theaterpädagogik finanziert der Landesverband der Freien
Theater und schließlich tragen die "Stimmen" -Stiftung und Sponsoren zum
Budget bei. Insgesamt ein Kraftakt, den man nicht jedes Jahr bewältigen
könne, sagt Burghof-Geschäftsführerin Susanne Göhner.
Aufführungen: Mittwoch, 18. Mai, 18 Uhr (Premiere), außerdem 19. und 20.
Mai, 10 und 18 Uhr, sowie 21. und 22. mai 11 und 18 Uhr
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Badische Zeitung vom
18.3.2011
„Wir sind das
Stück“
160 Akteure bringen Projekt „Oliver
Twist“ von Tempus fugit und Burghof auf die Bühne
„So viele waren es noch nie. Wir
sind jetzt schon hei 160 Leuten.“ Karin Maßen kann trotzdem noch lachen.
„Und jetzt reicht‘s dann aber auch!“ Das neue Mammutprojekt, das unter
ihrer Regie beim freien Theater Tempus Fugit dieser Tage Gestalt
annimmt, vereint um die berühmte Geschichte des Oliver Twist fünf
Grundschulklassen, die Theater-AGs fünf weiterer Lörracher Schulen und
zwei Jugendchöre. Selbstverständlich ist auch die
Tempus-Fugit-Jugendtheatergruppe mit von der Partie. Ergänzt wird das
Ensemble durch Profischauspieler und -musiker.
Charles Dickens‘
Roman über den Waisenjungen Oliver und dessen nach seinem Verweis aus
dem Armenhaus ebenso unverschuldetes wie scheinbar nicht mehr auf
haltbares Abgleiten in ein kriminelles Milieu ist nach „Tom Sawyer“
(2006) und „Emil und die Detektive“ (2009) bereits die dritte
Koproduktion, die das freie Theater in dieser Größenordnung mit dem
Lörracher Burghof auf die Beine stellt. Wichtige finanzielle
Unterstützung bezieht das Projekt darüber hinaus vom Landesverband
freier Theater. Hatte man bei Erich Kästners Emil anfangs noch einen
Teil der Originalhandlung aus Berlin ins Dreiländereck verschoben, so
wurde diesmal ausdrücklich nichts mehr angeglichen. Der in den 30er
Jahren des 19. Jahrhunderts erstmals erschienene Roman spielt auch in
der Lörracher Inszenierung im England seiner Entstehungszeit.
Auf Hinzufügungen oder Aktualisierungen habe man leicht verzichten
können, erklärt Maßen: „Das ist aktuell genug.“ Die Realität des Stücks,
mit dem Dickens auf die Verschärfung des britischen Armengesetzes von
1834 reagierte, springe hinreichend ins Auge. Dass alle Mitspieler in
die Geschichte hineingezogen werden, sie verstehen und auf der Bühne zu
der ihren machen, gehört zum ganzheitlichen Ansatz.
„Die Kinder
sind keine Kulisse, das ist ganz wichtig. Sie sollen sich als Teil des
Ganzen fühlen“, so die Theaterchefin. Einmal mehr wird dagegen das
Bühnenbild auf ein absolutes Minimum reduziert. Nicht nur die
Grundschulkinder sollen, was für die großen Fugitler schon
Selbstverständlichkeit ist, ein „Wir sind das Stück“-Gefühl bekommen.
Was Dickens aus eigener Erfahrung angetrieben hat, das
Bewusstsein von Arm und Reich, aber auch Emotionen wie das Gefühl des
Alleinseins, der Angst und der Wunsch nach Gemeinschaft, das alles
bleibt in „Oliver Twist“ für alle nachvollziehbar: „Jeder wird etwas
finden, wo er ansetzen kann“, ist sich Karin Maßen sicher, die nicht nur
Kinder und Jugendliche ansprechen will. Für einen Klassiker habe man
sich einmal mehr bewusst wegen der großen Bilder entschieden, und weil
moderne Jugendliteratur kleinräumiger sei, nicht mehr eine ganze Stadt,
eine ganze Schule oder Ähnliches mit einbeziehe. Vertont wird der neue
Oliver jetzt nach bewährtem Muster eigens komponiert und in allen
Aufführungen live. Ein Musical wird es deshalb nicht. Stattdessen ein
Schauspiel mit sehr viel Elan und Musik.
Annette Mahro
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Fotos
Generalprobe am 17. Mai 2011 |
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Fotos: Thomas Quartier |
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Es spielen:
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| Schauspiel |
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| Oliver |
Lukas Bartscherer |
| Olivers Mutter |
Rosanna Hilpert |
| Fagin |
Matthias Klimkait |
| Nancy |
Linda Sepp |
| Betsy |
Larissa Probst |
| Bill Sikes |
Stephan Stock |
| Sikes‘ Hund |
Petra Jeroma |
| Monks |
Micha Goldberg |
| Artful Dodger |
Fabian Müller |
| Charlie Bates |
Naomi Abukha |
| Toby Crackit |
Benedikt Arnold |
| Tom Chitling |
Lukas Kettelhack |
| Weitere Taschendiebe |
Mia Bantlin, Nils
Baumann, Yukon Benner, Friederike Brogle, Madleina Burger, Lara
Fortagne, Jakob Fuchs, Rosanna Hilpert, Elif Karacar, Cesaria
Kassner, Anne Kath, Isabelle Kierig, Paul Klapprott, Greta
Leible-Hammerer, Paulina Loreth, Johanna Lückel, Denise
Marfilius, Marie Müller, Salome Neuer, Marie Pottstock, Ana
Reinhard, Lena Salach, Julia Selbherr, Verena Sepp, Melina
Vettermann, Marie-Luise Walther, Nastassja Weber, Theresa Weiß,
Linda Wölfle |
| Barney |
Elisabeth Wenk |
| Barmädchen |
Naomi Abukha, Anne Dahl,
Eva Hintermaier, Lili Kroll, Vivien Prahl, Verena Sepp |
| Mr. Bumble |
Elias Füchsle |
| Mrs. Corney |
Annika Greiner |
| Mrs. Mann |
Petra Jeroma |
| Kirchenvorstände |
Madleina Burger, Jakob
Fuchs, Rolf Jürgens, Elif Karacar, Isabelle Kierig, Salome
Neuer, Ana Reinhard, Melina Vettermann |
| Dienstmädchen |
Clara Jansen, Melissa
Sehringer |
| Köche Waisenhaus |
Nils Baumann, Marie
Pottstock, Lena Salach |
| Armenpflegerin |
Julia Selbherr |
| Alte Sally |
Linda Wölfle |
| Weitere Alte |
Paulina Loreth, Denise
Marfilius |
| Mr. Brownlow |
Jakob Klapprott |
| Mrs. Bedwin |
Eva Hintermaier |
| Dienstmädchen |
Maryan Julia Selbherr |
| Mr. Grimwig |
Nils Baumann |
| Dr. Losberne |
Paul Klapprott |
| Buchhändlerin Miss
Crinckle |
Lili Kroll |
| Mrs. Maylie |
Florine-Michelle Tshiang
Tshianganga |
| Miss Rose |
Daniela Hasche |
| Dienstmädchen |
Madleina Burger, Elif
Karacar, Isabelle Kierig, Paulina Loreth, Salome Neuer, Ana
Reinhard, Melina Vettermann |
| Mr. Sowerberry |
Benedikt Arnold |
| Mrs. Sowerberry |
Vivien Prahl |
| Milly |
Paulina Loreth |
| Charlotte |
Anne Dahl |
| Noah Claypole |
Marius Klingenstein |
| Sargträger |
Rolf Jürgens |
| Trauernder Mann |
Lukas Kettelhack |
| Mr. Fang |
Lukas Kettelhack |
| Polizisten |
Nils Baumann, Yukon
Benner, Lukas Kettelhack, Paul Klapprott |
| Detektiv Blathers |
Pelle Parr |
| Detektiv Duff |
Ludwig Hänßler |
| Gerichtsdiener |
Rolf Jürgens |
| Marktfrauen |
Madleina Burger, Clara
Jansen, Elif Karacar, Isabelle Kierig, Salome Neuer, Ana
Reinhard, Melissa Sehringer, Melina Vettermann |
| Ausrufer |
Rolf Jürgens |
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Klasse 1a der Hebelschule unter Leitung von Stefanie Glajcar: |
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Sami Acikel |
Evelyne Beloglasow |
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Leonard Berisha |
Gazmen Bonesta |
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Delia Estella Bonina |
Nicolas Deforth |
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Tom Dörflinger |
Joschua Franke |
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Hanna Fritschi |
Jonas Gran |
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Maria Indlekofer |
Samir Jami |
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Konstantinos Karargiris |
Leon Maximilian Kieckbusch |
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Luise Kister |
Chiara Kühner |
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Melissa Maria Lopez |
Evelyne Pkavak Pissa |
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Paul Richter |
Amelie Rösch |
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Elena Sadiku |
Khira Anouk Timm |
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Alena Mirka Ulrich |
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Klasse 1b der Hebelschule unter Leitung von Uta-Maria Lahr: |
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Gwen-Stefani Benning |
Paula-Maria Bieg |
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Filippo Calambria |
Cenk Demir |
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Ben Lucca Dittmaier |
Laurin Grainca |
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Linus Haberbusch |
Daniel Hazke |
|
Jule Emily Hencken |
Yannik Joschua Kalbacher |
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Dario Adam Köllhofer |
Ben Kubetzko |
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Sümeyye Zehra Küskü |
Jule Leischner |
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Lily Marie Mattes |
Jamila Amakè Miles |
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Max Louis Roßkopf |
Katharina Iris Marle Rudishauser |
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Kimberley Therisa Schärtel |
Marie-Sophie Sütterlin |
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Emily Weimann |
Reto Wernthaler |
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Jona Mattis Wind |
Linus Zwermann |
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Klasse 4b der Hebelschule unter Leitung von Yvonne Seckinger: |
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Jonathan Bieg |
Reinhold Ebermann |
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Tim Eisenga |
Sandro Gugliuzzo |
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Matthias Hebding |
Per Höfler |
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Justin Kirste |
Jacob Mayer |
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Ayman Nissr |
Luca Schneider |
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Lukas Winderl |
Lars Winter |
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Lorena Amore |
Selenay Dere |
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Jasmina Di Pasquale |
Janine Dvorak |
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Katharina Eisele |
Sandra Ferrara |
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Lydia Jung |
Alina Kunze |
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Nadja Ströhla |
Luisa Taut |
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Hue Mi Tran Van |
Janine-Lara Vollmer |
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Klasse 2b der Eichendorffschule unter Leitung von Birgit Lorenz: |
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Rina Golinets |
Athina Gramatte |
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Lidia Granata |
Benjamin Grether |
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Jonas Kehm |
Arvid Köppel |
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Louisa Leitner |
Charlotte Löbbe |
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Pablo Morales |
Lukas Öcel |
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Dominik Rodriguez |
Nina Racic |
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Domenic Roos |
Alina Rosmann |
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Carmen Rotella |
Ferdinand Schultze |
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Kristina Siniakova |
Dominik Wehner |
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Klasse 4b der Eichendorffschule unter Leitung von Anette Eckstein: |
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| Aya Abbas |
Janosch Bantlin |
| Marijo Bavrka |
Lisa Braunhofer |
| Niklas Büchele |
Teresa Cefala |
| Gabriella d`Agate |
Luis Feldheim |
| Jannik Fischer |
Laura Golz |
| Carlotta Fritz |
Alina Gulaev |
| Stefanie Henkel |
Evelyn Karpov |
| Melina Klein |
Tom Rothweiler |
| Chris Sauerbeck |
Julia Schweikart |
| Josipa Stanic |
Lara Volpe |
| Michelle Weiz |
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| Musik |
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| Musikregie, Komposition,
Saxophon |
Benedikt Reising |
| E-Bass, Arrangements für
Chor |
Sebastian Scheipers |
| Schlagzeug,
Rhythmuschoreographie |
Jonas Prina |
| Violoncello |
Mara Miribung |
| Akkordeon |
Pelle Parr |
| Posaune |
Ludwig Hänßler |
| Chorleitung |
Annegret Brake |
| Chor |
Mia Bantlin, Friederike
Brogle, Lara Fortagne, Cesaria Kassner, Anne Kath, Greta
Leible-Hammerer, Johanna Lückel, Marie Müller, Marie Pottstock,
Lena Salach, Stella Vögtli, Fernanda Tröger, Marie-Luise Walther, Nastassja Weber, Theresa
Weiß |
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Tanz |
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| Choreographie |
Pilar Buira Ferre |
| Tanz |
Naomi Abukha, Anne Dahl,
Daniela Hasche, Petra Jeroma, Larissa Probst, Verena Sepp |
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Regie- und Produktionsteam |
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| Regie, Stückbearbeitung,
Dramaturgie, Theaterpädagogik |
Karin Maßen |
| Produktionsleitung
Burghof, Technische Leitung, Lichtdesign |
Mark Searle |
| Produktionsleitung Tempus
fugit, Regieassistenz, Theaterpädagogik, Inhalte Programmheft |
Tim Krause |
| Regieassistenz,
Theaterpädagogik |
Maren Schrader |
| Theaterpädagogik |
Laura Jacob |
| Theaterpädagogische
Assistenz |
Anne Dahl, Elias Füchsle,
Daniela Hasche, Franziska Heinig, Eva Hintermaier, Petra Jeroma,
Vivien Prahl, Larissa Probst |
| Kostüm |
Elke Weth, Scala Kostümverleih |
| Bühnenbauten |
Diana
Fürderer, Schreinerei Stoll |
| Technik |
Technische Abteilung
Burghof |
| Lichtstellwerk |
Zoë-Ann Searle |
| Fotos |
Patrick Maßen, Ina
Rosenthal, Thomas Quartier |
| Projektmanagement Tempus
fugit |
Thorsten Blank |
Programm- und
Plakatgestaltung
|
Simon Stotz |
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Wir danken:
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Ein großes Dankeschön geht an
das gesamte Burghofteam, an alle Mitarbeitenden aus Verwaltung,
Öffentlichkeitsarbeit, Kartenhaus, Bühne und Technik, die uns
einmal mehr sehr schnell heimisch werden ließen. Insbesondere
möchten wir Susanne Göhner danken für die vielen Hilfestellungen
und ihren Einsatz für dieses Kooperationsprojekt, aber auch für
die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
Im Namen der beteiligten Grundschulklassen danken wir ganz
herzlich der Bürgerstiftung Lörrach und der Sparkasse
Lörrach-Rheinfelden für die „Fütterung“ der Klassenkassen, der
Stadt Lörrach sowie allen Sponsoren. Darüber hinaus danken wir
für die Förderung durch den Landesverband Freier Theater
Baden–Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für
Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Ein herzliches
Dankeschön geht auch an die Lehrer/innen und Schulleitungen
aller beteiligten Schulen für die Freistellung der
Spieler/innen, für Probemöglichkeiten und das hohe Maß an
Kooperationsbereitschaft, an alle Eltern und vor allem an die
Lehrerinnen, die das Projekt und die Proben intensiv mit
begleitet haben und ohne deren Engagement die Einbindung der
Grundschulklassen in den Entstehungs- und Probenprozess nicht
möglich gewesen wäre, sowie an Caroline Oursin und Annegret
Brake vom Kinder- und Jugendchor Lörrach.
Wir danken dem
Scala Kostümverleih, und somit Elke Weth, für die ausgezeichnete
Beratung und die Kostümanfertigungen. Herrn Pfarrer Martin
Abraham und der Matthäusgemeinde für die Bereitstellung ihrer
Räumlichkeiten zum Aufenthalt für die beteiligten
Grundschulklassen während der Endproben und der Aufführungswoche
sowie der Bäckerei Paul, dem Hof Dinkelberg, der Holwerkstatt
Paul Engel und den Mitarbeiter/innen der Buchschachtel Haagen
und des Kunstprojekts art4 innerhalb der PVD Lörrach für die
großzügige Bereitstellung von Requisiten.
Der
Stadtbibliothek Lörrach danken wir für ihre
Kooperationsbereitschaft und die Organisation einer begleitenden
Buchausstellung zum Thema „Arm und Reich / Soziale
Ungleichheit“.
Unser Dank gilt nicht zuletzt auch allen
Zuschauer/innen, die das Projekt durch ihr Dasein und ihr
Interesse an unserer Arbeit unterstützen. |
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