aktuelle Inszenierung:


Freies Theater Tempus fugit

 

   
 
 

"Oliver Twist"

Regie: Karin Maßen
Nach Charles Dickens

 


 

   
   
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  Projekt und Arbeitsweise

Insgesamt 220 Ensemblemitglieder zählt das Großprojekt „Oliver Twist“ nach dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens. Die Koproduktion von Tempus fugit und der Burghof Lörrach GmbH folgt ähnlich wie bei „Tom Sawyer“ (2006) und „Emil und die Detektive“ (2009) dem bewährten Konzept, Schüler/innen aller Schularten, Jugendtheaterspieler/innen sowie professionelle Schauspieler/innen und Musiker/innen durch den mehrmonatigen künstlerischen Schaffensprozess in einem Großensemble zu vereinen. Über mehrere Monate hinweg arbeitete das Team um Karin Maßen intensiv mit den kleinen und großen Spieler/innen an Szenen, einzelnen Charakteren sowie großen Ensemble-Choreographien.

Entstanden ist dabei eine spannende und facettenreiche Inszenierung, die für Groß und Klein gleichermaßen fesselnd ist und neben dem schweren Stoff auch viele lustige Momente garantiert. An fünf Tagen in Folge wird „Oliver Twist“ insgesamt neun Mal aufgeführt, was von allen Beteiligten ein außerordentliches Maß an Bereitschaft, Durchhaltevermögen und nicht zuletzt Spielfreude erfordert. Das Projekt lebt von der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Jugendtheatergruppen, Schultheater-AGs, Klassen, Eltern, Lehrer/innen, Schauspieler/innen und Musiker/innen sowie den zahlreichen Unterstützer/innen in und außerhalb von Lörrach.

 
  zum Stück:

England Mitte des 19. Jahrhunderts: Der Waisenjunge Oliver Twist wird in eine Welt hinein geboren, die geprägt ist von Hunger, Elend und Missachtung. Arm und Reich trennt eine unüberwindliche Kluft. In einem kirchlich verwalteten Waisenhaus wächst Oliver zusammen mit anderen heimatlosen Kindern auf. Dort ist er, ebenso wie später im Armenhaus oder unter der Obhut des Sargmachers Mr. Sowerberry, den Schikanen und der Willkür von übellaunigen Aufsehern, hochnäsigen Vorständen und jähzornigen Gouvernanten ausgesetzt.

Eines Tages lässt Oliver dies Alles hinter sich und flieht Hals über Kopf nach London, wo er zufällig einer Bande jugendlicher Taschendiebe in die Hände fällt. Freundlich aufgenommen und vom Anführer Fagin als „großes Talent“ gelobt, glaubt Oliver zunächst eine neue Familie gefunden zu haben. Er ahnt noch nichts von den gefährlichen Plänen und den Verbrechen, in die er immer mehr hineingezogen wird. Unterwegs begegnet er den unterschiedlichsten Menschen, deren Geschichten sich mit der seinen verweben. Dank der Hilfe und dem Vertrauen einiger beherzter Personen, wie z.B. der Diebin Nancy, dem gutmütigen Mr. Brownlow oder der offenherzigen Miss Rose, kann Oliver letztlich entkommen und ein richtiges Zuhause finden. Bis dorthin allerdings ist es noch ein abenteuerlicher Weg, mit freudigen, spannenden, traurigen aber auch lustigen Überraschungen und Wendungen.

Charles Dickens schrieb „Oliver Twist“ ursprünglich als Fortsetzungsroman, der von Januar 1837 bis April 1839 monatlich im Bentley’s Miscellany abgedruckt wurde. Er übte darin offene Kritik an den spezifischen gesellschaftlichen Umständen seiner Zeit. Die zentralen Motive und Themen des Romans - brutale Ausbeutung, Heimatlosigkeit, Suche nach Nähe und Geborgenheit, Freundschaft und Abenteuer - sind jedoch zeitlos und auch nach 150 Jahren noch aktuell und für Menschen jeden Alters von großer Bedeutung.

 
  Charles Dickens und seine Zeit

Charles Dickens (1812 - 1870) war ein englischer Schriftsteller und entstammte selbst eher ärmlichen Verhältnissen. Auslöser für seinen Roman „Oliver Twist“ waren die sich verschlimmernden Lebensbedingungen der Arbeiterklasse und die Verschärfung der Armengesetzgebung in England Mitte der 1830er Jahre. Er wollte seine Zeitgenossen auf die schreienden Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft aufmerksam machen. Während die wohlhabende Londoner Bürgerschaft in geräumigen, sauberen Häusern mit eigener Dienerschaft lebte, fristeten die Ärmsten ein Leben in schmutzigen, überfüllten Slums und den so genannten Armenhäusern. Dickens erzählt „Oliver Twist“ vor allem aus der Perspektive der einfachen und armen Leute und gibt ihnen durch seine facettenreichen und ernsthaften Beschreibungen Gesicht und Stimme.

 

 
  Presse
   
  Die Oberbadische vom 6.7.11

„Wann spielen wir wieder im Burghof?“

Ein Epilog zum Theater-Großprojekt „Oliver Twist“, einer Koproduktion von Tempus fugit und dem Burghof

Von Tim Krause

Lörrach. Das Tempus fugit- Stück „Oliver Twist“ in Kooperation mit dem Burghof lockte im Mai Hunderte Kinder und Zuschauer auf oder vor die Bühne und hinterließ nachhaltigen Eindruck. Theaterpädagoge Tim Krause hält persönliche Rückschau.

„Ein Einkaufsmarkt, es ist Mittwochnachmittag. „Und wann spielen wir wieder im Burghof?“ Neben mir steht plötzlich eine blond gelockte Siebenjährige im Blümchenkleid und schaut frech zu mir hoch. „Äh…wie bitte? Ach so, äh... der Oliver ist jetzt erst mal vorbei“, sage ich etwas überrascht und wühle in meinem Namensgedächtnis. Sie darauf fröhlich: „Schade, das war total schön! Und jetzt muss ich noch Würstchen holen, wir grillen heute Abend bei meinem Onkel. Tschüss!“ Und weg ist sie.

Solche unerwarteten, kleinen Begegnungen passieren auch noch einen Monat nach der letzten Aufführung von „Oliver Twist“ im vollbesetzten Burghof. Für uns OrganisatorInnen und Theaterleute gibt es fast nichts Schöneres. So intensiv und aufregend der monatelange Arbeitsund Probenprozess mit den vielen unterschiedlichen Gruppen war, so schnell kommt nach der letzten Aufführung schon wieder das nächste Projekt und die bohrende Frage steht im Raum: Was bleibt eigentlich?

Für viele der 120 mitspielenden Kinder – wie für auch für die Älteren - schien es erst einmal völlig abwegig und unverständlich, dass sie Ende Mai nach einer ganzen Woche, die sie als Teil eines 220-köpfigen Ensembles von früh bis spät auf und hinter der Bühne gelebt hatten, plötzlich wieder in ihren normalen Alltag zurückkehren sollten. Am 22. Mai, dem Abend der Derniere stand in ihren Gesichtern die Anstrengung der vergangenen Wochen geschrieben, Müdigkeit aber auch das Feuer, das nach Mehr verlangte.

Fragt man Eltern und LehrerInnen, so gelang der Schritt ins „Normale“ letztlich relativ gut und nicht wenige Kinder waren froh, endlich wieder Zeit für Fußball und Freunde zu haben. Was bleibt also? Bei einem Feedbackgespräch im Probenraum von Tempus fugit heben Eltern und Lehrerinnen besonders drei Aspekte hervor, die aus ihrer Sicht direkte Folgen des ehrgeizigen Projekts sind: (1) Ein gesteigertes Gemeinschaftsgefühl in der Klasse ebenso wie unter den Eltern, (2) das Aufblühen einzelner Kinder, die vorher eher schüchtern und unsicher waren sowie (3) das gute Gefühl, dass man gemeinsam sehr viel auf die Beine stellen kann, wenn genügend mit anpacken. Fragt man die anwesenden Kinder, so zählen sie weitere positive Punkte auf: Neue Freunde gefunden, Spaß am Theaterspielen entdeckt, keine Schule, sich mal „wie die Großen fühlen“.

Ein Viertklässler sagt am Ende des Gesprächs zu mir: „Ich war jetzt zum ersten Mal im Burghof und dann gleich als Star. Cool, oder?“ Bleibt also einiges, so scheint es. Messbar ist dies alles freilich nicht, spürbar aber genug um Kraft für ein nächstes Mal zu geben. Nicht zuletzt bleibt auch aufs Neue die Erfahrung, dass Projekte dieses Ausmaßes nur im engen Verbund vieler Institutionen und engagierter Helfer zu realisieren sind. Trotz der hervorragenden Arbeitsbedingungen im Burghof, des ehrgeizigen Teams von Tempus fugit und der professionellen künstlerischen Leitung, lebte „Oliver Twist“ auch gerade von den anpackenden und mit fiebernden Eltern und LehrerInnen sowie treuen UnterstützerInnen wie der Bürgerstiftung, der Matthäusgemeinde und zahlreichen anderen in und außerhalb von Lörrach. Möglich war dieser Kraftakt auch nur, weil sich Profis, Kinder, Jugendliche und NachwuchskünstlerInnen voll aufeinander eingelassen haben und ein gemeinsames Risiko eingegangen sind.
Wenn mich das nächste Mal ein Kind vor dem Kühlregal fragt: „Wann spielen wir wieder im Burghof?“, werde ich ohne nachzudenken antworten: „Hoffentlich bald!“
 
  BZ vom 11.06.2011

"Das ging tief rein"

Resümee der großen Theaterprojekts "Oliver Twist" gezogen / Mitwirkung brachte allen etwas

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda

LÖRRACH. Das große Theaterprojekt "Oliver Twist" ist mit neun Aufführungen erfolgreich über die Bühne gegangen. Ein zentraler Aspekt der Produktion war die Einbindung von fünf kompletten Klassen der Hebel-, Eichendorff und Pestalozzischule inklusive theaterpädagogischer Vor- und Nachbereitungen. 120 Mädchen und Jungen waren direkt als Spieler involviert. Jetzt lud Tempus fugit Lehrerinnen der beteiligten Schulklassen sowie einige Eltern und Kinder in den Probenraum ein, um Resümee zu ziehen.

Regisseurin Karin Maßen fragte nach: "Wie haben die Kinder den Proben- und Aufführungsprozess erlebt? Was waren besondere Herausforderungen für Eltern und Lehrerinnen im Verlauf des Projekts?" Die Vertreterinnen der Eltern, also der Gruppe, von der anfangs der stärkste Gegenwind kam, weil sich kaum jemand vorstellen konnte, die Organisation etwa des häufigen Bringens und Holens der Kinder packen zu können, zeigten sich begeistert von dem Theaterprojekt. "Ich glaube, dass es den Kindern viel gebracht hat" , sagte Sabine Löbbe. "Meine Tochter hat viel daran gewonnen und sich weiter entwickelt" . Über die fünf Aufführungstage hinweg habe sie durchgängig ihre Waisenkleidung angehabt, so sehr hat sie sich mit ihrer Rolle identifiziert. Im Atmosphärischen, Emotionalen haben die Kinder also zweifellos mitgelebt. "Zum Schluss sahen die Kinder wirklich aus wie aus dem Armenhaus" , stimmte Anette Eckstein, Lehrerin an der Eichendorffschule, zu. Zuerst wollten viele den Oliver Twist spielen, also die Hauptrolle. Bald war aber ganz klar, dass jeder ein Teil des Ganzen ist — ein Waisenkind oder ein Stück Wald. "Sie haben sich eingefügt" , berichtete Birgit Lorenz, ebenfalls Lehrerin. Gestärkt wurden durch die Mitwirkung an "Oliver Twist" nach Angaben der Beteiligten nicht bloß die Kinder, sondern auch der Klassenverband und der Zusammenhalt unter den Eltern.

Natürlich mussten Eltern und die Schule hinter dem Projekt stehen. Umso wichtiger war es, dass Bürger- und die Sparkassenstiftung den Klassen einen Zustupf gaben, damit auch die Eltern und Geschwister eine Aufführung besuchen konnten, denen das finanziell sonst nicht möglich gewesen wäre. All das zeige, dass man Karin Maßen zu Recht im vergangenen Jahr mit der Bürgermedaille geehrt habe, fand Ute Lusche, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Lörrach.

Die auf diese Weise noch einmal Gewürdigte fasste das Feedbackgespräch so zusammen: "So ein Projekt ist sicherlich nicht etwas, an dem man einfach mal mitgemacht hat. Das geht tief rein, und da bleibt vieles — auch bei uns — , dass man daran wachsen kann. Man sieht, Theater ist immer etwas, was verbindet — untereinander und mit dem Publikum. Jeder hat darin seinen Platz."
 
  Das Wochenblatt vom 25.5.11

Das Großprojekt begeisterte

Bereits im Foyer des Burghofs wurde man vor der Aufführung von „Oliver Twist“ durch die jungen Schauspieler empfangen. Die „Waisen“ waren mit Kochen, Teppichausklopfen und Laubsammeln beschäftigt und stimmten so auf das Theaterstück ein. Schon zu Beginn der Aufführung wurde klar, dass das Konzept der Tempus fugit- Regisseurin Karen Maßen aufging und sich jeder einzelne der rund 220 Ensemblemitglieder als ein Teil des Großprojekts fühlte. Die großen und kleinen Schauspieler boten eine facettenreiche Inszenierung des Romans von Charles Dickens dar und ließen die mehr als zwei Stundenwie im Fluge vergehen.
 
  BZ vom 20.05.2011

Die Sehnsucht nach einer Heimat

Karin Maßen und das Theater Tempus fugit inszenieren mit und im Burghof in Lörrach mit Grundschulklassen Dickens "Oliver Twist"

Die Szenerie erinnert an einen Tag der offenen Tür in einem Heimatmuseum: Da hocken Kinder in zerlumpten Kleidern und barfuß am Boden, schaben an Waschbrettern, schieben alte Bügeleisen über weiße Laken, klopfen Teppiche, jonglieren einen gedeckten Tisch durch das dicht gedrängte Publikum. Dieser Prolog im Foyer des Burghofs führt ein ins 19. Jahrhundert, erinnert an den Frühkapitalismus, öffnet die Sinne für eine Epoche, in der Kinderarbeit üblich, Handarbeit normal, Hunger verbreitet und soziale Unterschiede krass waren. Das ist die Welt des Oliver Twist. Karin Maßen und das Theater Tempus fugit lassen Charles Dickens Romanfigur im großen Ensemble mit 220 Mitwirkenden, darunter fünf Grundschulklassen, und Live-Musik (Musikregie: Benedikt Reising) nun in einer Kooperation mit dem Burghof ebendort in einer aufwändigen Produktion aufleben.

Mit dieser Dramatisierung von Dickens Roman greifen die Akteure ein Rezept auf, das sie bereits 2006 und 2009 angerichtet hatten. Nun aber haben sie nicht nur einen vergleichsweise historischen Stoff gewählt; vielmehr steckt in Oliver Twists Schicksal zwischen Waisenhaus und ausgebeutetem Knechttum, als naives Opfer skrupelloser Gangster und ihrer Jugendgang auf der einen aber auch als behütetes Pflege- und Erziehungsobjekt barmherziger Bürger auf der anderen Seite eine Menge Gesellschaftskritik. Allerdings ist es im 21. Jahrhundert und angesichts eines gut entwickelten Sozialstaates hierzulande nicht mehr so einfach, dieser Arm-Reich-Perspektive mehr als museale Dimensionen abzugewinnen.

Karin Maßen enthält sich klugerweise denn auch aller krampfhaften Parallelen und Abstraktionen. Die Inszenierung beschränkt sich darauf, das Elend und den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts, das menschenverachtend strenge Regime im Waisenhaus oder den rücksichtslosen Existenzkampf in den Unterschichten in einem historischen Ambiente sinnlich erfahrbar zu machen. Da helfen die Kostüme aber auch die Schüler und Schülerinnen in den Massenszenen in gelungen choreografierten (Pilar Buira Ferre) und zum Teil berührenden Bildern; das transportieren aber auch die wüste Behandlung Oliver Twists (Lukas Bartscherer) im Hause des Sargmachers oder die anregend umgesetzten Milieu-Skizzen in Barney’s Bar, einem Unterwelt- und Prostituiertentreff. Letztlich schlägt das Stück so allenfalls assoziativ Brücken in den sozialen Kosmos der Gegenwart — etwa zu den heute, ähnlich wie einst Twist vom Sargmacher Sowerberry, ausgebeuteten Kindersklaven in asiatischen Teppichmanufakturen.

Im Endeffekt dienen die materiellen Klassengegensätze des 19. Jahrhunderts diesem Lörracher "Twist" aber mehr als Folie, um eine immaterielle, schichtenübergreifende Unbehaustheit zu thematisieren, eine Sehnsucht nach Heimat, Geborgenheit und Liebe. Diese ebenso existenziellen Bedürfnisse zeigt Oliver Twist, der das Waisenhaus bei allen Entbehrungen doch auch als Ort des Aufgehobenseins erfährt und in der Jugendbande, in Fangins (Matthias Klimkait) und Dodgers (Fabian Müller) Fängen eine Ersatzfamilie sucht. Dieses Bedürfnis treibt trotz allen Wohlstands aber auch den bourgeoisen Mr. Brownlow (Jakob Klapprott) um und selbst den feisten, selbstzufriedenen Beamten Bumble (Elias Füchsle) oder Mrs. Corney (Annika Greiner). Diese Sehnsüchte zeigt aber vor allem auch die Prostituierte Nancy (Linda Sepp), die die Intrige gegen Oliver aufdeckt und wohlwissend um die Gefahr, die das für sie bedeutet, zu ihrem Geliebten und Kleinkriminellen Bill Sikes (Stephan Stock) zurückkehrt und von dem für ihre Liebe prompt umgebracht wird. Vor allem in dieser Nancy stellt die Regie dem kindlichen Twist eine reifere, gleichwertige (Frauen-)Figur gegenüber, die Linda Sepp eindrucksvoll als tragische Heldin entwickelt und die eine Kontrapunkt bildet zur kitschig-versöhnlichen Rückkehr von Oliver Twist in den Schoß der (bürgerlichen) Familie, dem Happy End am Schluss.

Bis dahin aber ziehen gut zwei Stunden fein komponierte, schnell geschnittene, von Schauplatz zu Schauplatz springende Bilder, Szenen und Figuren mit hohem Unterhaltungswert am Publikum vorbei: Der zur Karikatur verzerrte Bumble, die resolute Mrs. Croney, der verschlagene Fangin und seine Gang um die sprühende Charlie Bates (Naomi Abukha) . . . Mitunter rettet sich das Spiel zwar in wirbelnde Massenszenen oder bemüht Sikes’ Hund Rufus (Petra Jeroma), der als Running Gag durch die Szenen wedelt und für Erheiterung sorgt, manchmal aber auch zur überspielten Nebensächlichkeit gerät. Mitunter indes gerät das Konzept dramaturgisch auch an Grenzen: Nicht nur, dass die Grundschüler die existenziellen Dimensionen wohl kaum wirklich erfassen können; die düstere Atmosphäre der Waisen- und Armenhäuser etwa, die Text und Musik verbreiten, zerbröselt in den lächelnden oder verschmitzten Kindergesichtern. Die Botschaften fallen da sichtbar auseinander. Doch ist das mehr als ein Schönheitsfehler? Pädagogisch wertvoll und sozial integrativ ist diese Inszenierung allemal.

Michael Baas
 
  Die Oberbadische vom 20.5.11

Hunger und Hoffnung

„Oliver Twist“: Kooperation von Tempus fugit und Burghof / 220 Mitwirkende

Von Gabriele Hauger

Lörrach. Ärmlich gekleidete Kinder klopfen Teppiche aus, schälen im Akkord Kartoffeln, schrubben die Böden. Überraschende Szenen empfangen die Theaterbesucher bereits im Foyer und stimmen auf die Inszenierung von „Oliver Twist“ ein, die Tempus fugit in Kooperation mit dem Burghof zeigt. Erwartungen werden geweckt, die das Stück unter der Regie von Karin Maßen (Regieassistenz und Pädagogik: Tim Krause) auch erfüllt. Die fast zweieinhalbstündige Inszenierung (Technik: Mark Searl) sprüht vor originellen Einfällen, überrascht mit spritzigen sowie berührenden Szenen und schauspielerischem Engagement der jungen Akteure.

Einziges Manko: Die Dauer des Stücks überfordert doch so manchen vor allem jungen Zuschauer. Ein Problem, dessen sich die Regie bereits im Vorfeld bewusst war. Über eine Straffung der kommenden Aufführungen wird deshalb nachgedacht.

Charles Dickens' Geschichte über den armen Waisenjungen Oliver (Lukas Bartscherer), der aus dem Waisenhaus nach London flieht und dort an eine Diebesbande gerät, spielt im England des 19. Jahrhunderts, in einer Welt aus Armut und Ungerechtigkeit.

Eine Welt, in der ein Lehrjunge für fünf Pfund verkauft wird, Waisenkinder hungern müssen und die Oberschicht vor Arroganz strotzt. Trotz des schweren Stoffs gibt es lustige und temporeiche Szenen. Klasse, wie die Barmädels tanzen, die Diebe ihre kriminellen Künste vorführen und das pralle Leben in Londons Straßen brummt.

Wie bereits bei den anderen beiden Großproduktionen „Tom Sawyer“ und „Emil und die Detektive“ wirken unter den 220 Ensemblemitgliedern wieder viele ganze junge Schüler - Erst- und Viertklässler - mit. Da weitgehend auf Kulissen verzichtet wird, charakterisieren die Kleinsten mit ihren chorischen Auftritten besonders im ersten Teil die Szenen. Äste schwenkend bilden sie einen Wald, mit Blechnäpfen klappernd sind sie die kleinen Bewohner des Waisenhauses, und - sehr originell - sie sind die Schäfchen, die der unglückliche Oliver zählt, um einschlafen zu können.

Für viel Atmosphäre sorgen auch die Musiker (Musikregie: Benedikt Reising): Dissonanzen beschreiben beklemmende Szenen in der Unterwelt Londons, Jazzklänge sorgen für Kneipen- Stimmung. Auch tänzerische Aspekte beleben das Bühnenbild, zum Beispiel die gelungene Alptraumszene, in der Oliver von dunklen Schatten heimgesucht wird.

Die Tempus fugit-Spieler schließlich - unmöglich alle Mitwirkenden zu nennen - sind in den Hauptrollen zu sehen. Und geben hier durchweg eine formidable Leistung. Herrlich der skurrile Fagin (Matthias Klimkait), Chef der Diebestruppe, der tumbe Mr. Bumble (Elias Greiner) im Duo mit der geldgierigen Witwe Mrs Corney (Annika Greiner) oder die Giftspritze Mrs. Mann (Petra Jeroma), die das Waisenhaus leitet: „Kinder gewöhnen sich an Hunger.“

Geschickt setzt die Regie die versnobte Oberschicht ganz oben aufs Holzgerüst, während sich die Armen unten tummeln. Auch die Kostüme (Elke Weth, Scala Kostümverleih) tragen viel zur glaubwürdigen Szenerie bei.

Besonders lebhaft geraten die Szenen in der Halbwelt. Die Mädels rund um Betsy (Larissa Probst) schwingen lasziv die Hüften, die tapfere Nancy (Linda Sepp) entdeckt ihr Gewissen, hilft Oliver und muss dafür ihr Leben lassen. Ihre große Liebe Bill Sikes (Stephan Stock) und der schurkische Monks (Micha Goldberg) übernehmen die dunklen Rollen. Petra Jeroma hat als Hund Rufus einen bemerkenswerten Auftritt - einer von vielen Hinguckern.

Ende gut, alles gut: Oliver hat endlich ein Zuhause. Beruhigend für die vielen jungen, zum Schluss reichlich erschöpften Zuschauer.
 
  BZ vom 18.05.2011

"Ambitioniertes Kulturprojekt"

BZ-Interview: Tim Krause zur "Oliver Twist" -Produktion von Tempus fugit im Burghof Lörrach

Heute feiert "Oliver Twist" im Burghof Premiere. Die Regisseurin und Leiterin der freien Theatergruppe "Tempus fugit" Karin Maßen hat dafür eine Bühnenfassung des 170 Jahre alten Gesellschaftsromans von Charles Dickens geschrieben. Erzählt wird die Geschichte eines Waisenjungen in England Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf der Bühne stehen 225 Kinder, Jugendliche und Erwachsene — Schüler verschiedener Lörracher Schulen, Mitglieder von Theatergruppen, Theater- und Musikprofis. Claudia Gabler hat mit Produktionsleiter und Regieassistent Tim Krause über die Inszenierung gesprochen.

BZ: Was ist die Idee dahinter, Theaterprofis und Schulkinder gemeinsam auf eine Bühne zu bringen?

Krause: Wir wollen zum einen zeigen, dass alle Menschen, Profis und Laien, Theater spielen können — und sollen. Zum anderen gehen wir von einer Befruchtung beider Seiten aus. In unserer Arbeit dürfen ja nicht nur die Älteren und Profis die Kleinen beurteilen, sondern auch umgekehrt. Die erfahrenen Spieler verlieren so nicht den kindlichen, manchmal auch naiven, aber immer auch kritischen Blick der Kinder auf ihre Bühnenarbeit. Andersherum lernen die Kleinen in der Beobachtung der Routiniers auch ganz viel über die Idee des Spiels an sich und seine pädagogische Kraft. Jedes Schulkind hat übrigens einen so genannten Paten unter den Älteren, der bei Fragen oder Problemen für sie immer Ansprechpartner ist.

BZ: Ist die Produktion also eher ein pädagogisches als ein künstlerisches Projekt?

Krause: Ganz und gar nicht. Wir wollen zwar im klassischen Sinne der Theaterpädagogik einen Lust- oder vielleicht auch Erkenntnisgewinn bei den Spielern und Zuschauern erreichen. Auch wollen wir den jungen Menschen inhaltlich das Thema des Romans, also die soziale Kluft zwischen Arm und Reich, vermitteln. Doch im Vordergrund steht die künstlerische Idee, also die Ästhetik der Inszenierung, die Art des Spiels, das reduzierte Bühnenbild und so fort. Wir arbeiten nach klaren inszenatorischen Regeln und wollen ein gutes Ergebnis auf der Bühne. Und die Erfahrung zeigt, dass nur durch diesen hohen Anspruch die jungen Menschen und auch die ganz Kleinen dauerhaft und konzentriert bei der Sache sind. Sie merken, dass sie Teil eines ambitionierten Kulturprojekts sind. Das treibt sie extrem an und macht sie auch stolz auf das, was sie leisten.

BZ: Gibt’s Situationen, in denen die Kinder an Grenzen stoßen?

Krause: Sicher können nicht alle Kinder gleich stark aus sich herausgehen auf der Bühne. Aber bei allen lässt sich eine Entwicklung beobachten und am Ende sind sie alle mutiger und präsenter als am Anfang der Proben. Ein Indikator ist oft, dass sie nach einigen Treffen lauter und deutlicher sprechen als zu Beginn. Und bevor sie mit uns geprobt haben, haben sie ja schon über Monate zuvor in der Schule Szenen einstudiert und sich auf die Geschichte vorbereitet. Viele Kinder stießen am Anfang allerdings an imaginative Grenzen, wenn sie sich vorstellen sollten, wie sich die verwahrlosten Kinder bei Dickens fühlen, wenn sie eine Woche lang nichts gegessen haben oder Tag und Nacht das selbe T-Shirt tragen müssen.

BZ: Warum haben Sie kein zeitgenössisches Stück zum Thema sozialer Missstand gewählt?

Krause: Die Auswahl des Texts hat Karin Maßen vor meiner Zeit getroffen. Doch sehe auch ich vor allem in der Arbeit mit den Spielern die Kraft, die von der inhaltlichen wie sprachlichen Bildhaftigkeit dieses Romans ausgeht. Das ist etwas, was junge Menschen greifen können und was sie packt. Ich denke, dass es eine im klassischen Sinn narrative Geschichte braucht, damit Kinder und Jugendliche sich in einen Text einfinden und ihren Platz darin finden können. Theater hat ja auch ganz viel mit Identifikation zu tun und die ist in heutigen Stücken, wenn sie weniger erzählerisch und mehr experimentell sind, nicht so gut möglich wie im realistischen Plot von "Oliver Twist".

 
  BZ vom 18.05.2011

Bild eines prallen Lebens

Lörrach: Die Jugendtheatergruppe Tempus fugit bringt Charles Dickens’ Roman "Oliver Twist" auf die Bühne

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Gabler

225 junge Menschen stehen jetzt bei der neuen Produktion der freien Lörracher Jugendtheatergruppe Tempus fugit auf der Bühne. Gespielt wird der Roman "Oliver Twist" von Charles Dickens, von dem die Regisseurin und Theaterleiterin Karin Maßen eine Stückfassung angefertigt hat.

Die Schauspieler der zweistündigen Inszenierung sind zum großen Teil Schüler der Klassen eins bis vier, daneben spielen Schüler anderer Lörracher Schulen und die jungen Schauspieler des professionellen Ensembles von Tempus fugit. Koproduzent und Spielort ist der Lörracher Burghof, der sonst ja Stars wie etwa Götz Alsmann und Sissi Perlinger nach Lörrach holt. Zum dritten Mal hat das Kulturzentrum seine Tore nun für die stetig wachsende Theatergruppe geöffnet.

Die Zahl der Schauspieler bei dieser Produktion ist enorm, sagt Karin Maßen. Doch habe sie nicht mit Gigantismus zu tun, sondern vielmehr mit dem großen Interesse von Schülern, Teil dieses Unternehmens zu sein. Mit fünf Klassen der Lörracher Hebel- und EichendorffSchule haben Maßen und andere Theaterpädagogen zunächst den Gesellschaftsroman aus dem Jahr 1837 gelesen und diskutiert. Dickens’ Figur des Waisenjungen Oliver Twist und die Kritik an den sozialen Zuständen in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts fanden Eingang auch in Bilderbücher und Comics, die, spielerisch ins Heute übertragen, die vom Autor kritisierte Kluft zwischen Arm und Reich behandeln. Mit deren Hilfe haben die Pädagogen die Kinder auf Thema und Inszenierung eingestimmt und vor dem Beginn der "echten" Proben nach Ostern bereits Szenen in den Klassen daraus entwickelt und gespielt.

In dieser Phase erst hat Karin Maßen den Stücktext geschrieben. Die Stückentwicklung innerhalb eines Probenprozesses verlangt Beweglichkeit — und genau um diese geht es der Theaterpädagogin in der Produktion. Die eigene Beweglichkeit als Regisseurin und die der Kinder, die ihren Platz in der Geschichte finden sollen. Die immer gültige Frage nach Aktualität und Aktualisierung eines alten Stoffes und somit die große inhaltliche Frage nach sozialer Gerechtigkeit in diesem Stück haben nicht im Vordergrund gestanden. Vielmehr gehe es darum, die Empathie eines Autors und seines Protagonisten zu vermitteln, der kein Vorbild sei, sondern Spielball der Verhältnisse und Menschen, mit denen er lebt. Hier sollen das Bild und "die Sinnlichkeit eines prallen Lebens" gezeigt werden, das eben nicht nur aus Glück erwachsen kann.

Und Unglück hat Oliver Twist genug: Er wächst im Waisenhaus auf und ist dort den Schikanen des Sargmachers, unter dessen Obhut er steht, und übel gelaunter Aufseher und Gouvernanten ausgesetzt. Eines Tages flieht er nach London, wo er einer Bande jugendlicher Taschendiebe in die Hände fällt. Zunächst fühlt er sich freundlich aufgenommen, doch bald wird er in gefährliche Pläne und Verbrechen hineingezogen. Am Ende findet der Junge zwar wirkliche Freunde und ein echtes Zuhause, doch ist die Geschichte insgesamt recht düster, gibt auch Karin Maßen zu.

Das "lustvolle Spiel" der Kinder setze sich hier nicht nur von den narrativen Rezeptionsgewohnheiten aus Film und Fernsehen ab, sondern mache dieses Düstere auch greifbar. Dadurch dass die Kinder und die professionellen Schauspieler nach den Proben wieder aus ihren Rollen aussteigen, erkennen die Kinder das Theater als Spiel. Trost im besten Sinne und Spielfreude sind es also, die auch diese Inszenierung von Tempus fugit antreiben. Dass das größte Kulturhaus am Platz seine Pforten fürs Jugendprojekt öffnet und damit für kommerzielle Angebote sperrt, ist etwas Besonderes. Dass für die neun Aufführungen an fünf Tagen bereits viele Karten verkauft wurden, nicht — denn so ist es meistens, wenn Tempus fugit einen Auftritt hat.
 
  Der Sonntag vom 15.4.11

Das pralle Leben des Waisenjungen

Oliver Twist feiert am Mittwoch im Lörracher Burghof als Theaterstück Premiere – die jüngsten Schauspieler sind Erstklässler

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rofischauspieler und Schüler bringen gemeinsam Charles Dickens Gesellschaftsroman auf die Bühne — als Großproduktion mit 225 Beteiligten.

CLAUDIA GABLER

Ein Baum kratzt sich nicht am Arm und dreht auch nicht den Kopf, wenn es raschelt im Busch. Wer also auf der Bühne einen Baum spielt, darf sich allenfalls im Wind wiegen und seine Arme wie lange Äste durch die Luft gleiten lassen. Wer auf der Bühne steht, darf auch nicht der Schwester im Publikum zuwinken oder rufen: „Da ist der Opa!“ Das wissen die Kinder der Hebelschule genau. Und doch gaben die Theaterpädagogen von Tempus fugit den Klassen la und ib am vergangenen Freitag noch mal eine kleine Lektion in Sachen Bühnenprofessionalität und Konzentration.

Am Mittwoch ist es dann soweit: Im Burghof fällt der Vorhang für die Inszenierung „Oliver Twist“ der freien Lörracher Theatergruppe unter der Regie von Karin Maßen. 225 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden in neun Vorstellungen an fünf Tagen die Profibühne des Burghofs beherrschen.
Gespielt wird die von Maßen verfasste Bühnenversion des Gesellschaftsromans von Charles Dickens. Das Buch, von 1837 bis 1839 als Fortsetzungsroman in einer britischen Zeitschrift erschienen, ist heute Dickens bekanntestes Werk. Es erzählt die Geschichte des Jungen Oliver, der Mitte des 19. Jahrhunderts in England lebte. Das Kind wächst in einem Waisenhaus auf und steht unter der Obhut des Sargmachers Mr. Sowerberry, unter dessen Schikanen Oliver leidet. Auch die Aufseher und Gouvernanten lassen an ihm ihren Frust aus — und drängen ihn eines Tages zur Flucht nach London. Dort lernt er eine Bande jugendlicher Taschendiebe kennen. Zunächst fühlt sich Oliver Twist freundlich aufgenommen, doch bald wird er in gefährliche Pläne hineingezogen.

Dickens Kritik an den sozialen Verhältnissen seiner Zeit will Maßen nicht unbedingt aufzeigen. Die Regisseurin distanziert sich von pathetischer Deutungspädagogik und dem Bemühen, der Geschichte zu aktuellen Bezügen zu verhelfen. Im Vordergrund steht für sie das von Dickens aufgezeigte „pralle Leben‘ das sich aus vielen traurigen, aber auch einigen schönen Ereignissen zusammensetzt.
Nach ‚Tom Sawyer“ und „Emil und die Detektive“ ist dies die dritte Inszenierung von Tempus fugit mit dem Burghof als Koproduzenten. Das Besondere ist wieder, dass Schüler aller Schularten, Jugendtheaterspieler und professionelle Schauspieler sowie Musiker in einer gemeinsamen Inszenierung zusammengebracht werden.

Auch die Erstklässler sind nicht nur Dekoration der Großproduktion, sondern wurden wie ihre älteren Mitspieler über Monate in die Geschichte des Waisenjungen eingeführt. Alle Kinder sollen ihren Platz in der Geschichte finden und sie als Ganzes begreifen, sagt Karin Maßen, die das Projekt als Stückentwicklung begreift und erst in der Probenphase und zusammen mit ihren Mitarbeitern und dem Input der Kinder eine endgültige Textfassung geschrieben hat.

Für die Klasse Ia der Hebelschule ist es an diesem Freitag die sechste Probe. 24 Sechsjährige rennen barfuß und mit den zerschlissenen T-Shirts der Taschendiebe in die Schulaula. Produktionsleiter und Regieassistent Tim Krause nimmt sie mit seinen zwei Kolleginnen Maren Schrader und Laura Jacob in Empfang. Bevor überhaupt Konzentration auf das Spiel möglich ist, sollen sich die Kinder auspowem. Doch die Renn- und Fangspiele haben schon szenischen Charakter: Die Schüler, die in der Inszenierung neben Bäumen, Schafen und Armenhauskindem auch Taschendiebe spielen, sollen so leise und unbemerkt rennen wie ein Taschendieb auf der Flucht.
Über die Aufregung vor der Premiere sind sich die Kinder einig. Doch weiß auch jedes von etwas zu berichten, auf das es sich dabei besonders freut. Mal ist es die Szene, in der gekocht wird, mal die Begegnung mit Lukas Bartscherer, der den Oliver spielt, mal die Premierenfeier mit den Älteren und der Familie.
 
  BZ vom 14.05.2011

Wochenschau

Kultur für alle

Weit mehr als 200 junge Leute erobern in der kommenden Woche bei "Oliver Twist" den Burghof. Diese gemeinsame Theaterproduktion von "Tempus fugit" und Burghof GmbH kann für viele junge Menschen ein erster Anknüpfungspunkt an eine doch recht konventionelle Kultureinrichtung sein. Spielerischer lässt sich so ein Flaggschiff jedenfalls nicht entern. Das Gemeinschaftserlebnis, wenn sich bei Vorstellungen Darsteller, Eltern, Freunde, Nachbarn, Bekannte, förmlich die ganze Stadt begegnen, ist ein Wert an sich. Ein weiterer gesellschaftlicher Mehrwert solcher Produktionen ist die so viel zitierte kulturelle Bildung in der besonders einprägsamen Form des "learning by doing" .
 
  BZ vom 13.05.2011

Ein Stück Kindheit für alle

"Tempus fugit" und Burghof bringen mehr als 200 junge Akteure für eine Inszenierung von "Oliver Twist" zusammen

Von unserem Redakteur Willi Adam

LÖRRACH. Große Theaterproduktionen mit und für Jugendliche sind mittlerweile ein Markenzeichen für die kulturelle Bildung in Lörrach. Zum dritten Mal arbeiten das Theater "Tempus fugit" und die Burghof GmbH bei einem großen Jugendstück zusammen. Bei "Oliver Twist" sind neben professionellen Schauspielern, Musikern und Technikern fünf Schulklassen und andere Kinder aus Schultheater-AGs und Tempus-fugit-Jugendgruppen beteiligt. Ziel sei, dass sich alle 225 Mitwirkende als Teil eines gemeinsamen Projekts fühlten, sagte Regisseurin Karin Maßen.

Nach vergleichbaren Ko-Produktionen von Burghof und "Tempus fugit" ("Tom Sawyer" , 2006, und "Emil und die Detektive" , 2009) wird nun mit mehr als 200 Akteuren auf der Bühne eine neue Dimension erreicht. "Das ist keineswegs Gigantomanie" , sagt Karin Maßen. Vielmehr seien Anfragen an das Theater herangetragen worden, weshalb nun fünf statt ursprünglich geplant drei Schulklassen mitwirken. Sie kommen von der Hebel- und der Eichendorffschule. Mit beteiligt sind außerdem der Lörracher Kinderchor unter den Leitung von Annegret Brake und zahlreiche Jugendliche, die an Schulen oder in den Nachwuchsgruppen von "Tempus fugit" Kontakte zum Ensemble geknüpft hatten.

Wenn Karin Maßen nun kurz vor der Premiere am kommenden Mittwoch feststellt, dass all diese Kinder und Jugendlichen so selbstverständlich im Gesamtzusammenhang "mit drin sind, als müsste das so sein" , dann ist damit schon ein wichtiges Ziel erreicht: Die Akteure sollen den Stoff und dessen Umsetzung als ihre Annäherung und als ihren Ausdruck begreifen. Dieses Lernen durch (Schau-)Spielen, diese kindgerechte Auseinandersetzung mit Kunst und ihren Darstellungsformen, erfordert eine Arbeitsweise, die offener ist, als dies sonst beim Theater üblich ist. Karin Maßen ging zunächst mit einer Grundstruktur des Textes in die Vorproben. Dann wurde in Gruppen gespielt, ausprobiert, verworfen, neu überlegt, bis sich etwa zu Jahresbeginn eine klare Struktur für die Übertragung von Dickens’ Roman in eine Thea terfassung herauskristallisiert hatte. Dieses Skript wurde dann zwar von Karin Maßen verfasst, doch die Theaterleiterin legt Wert auf den Hinweis, dass darin von allen Beteiligten deren Fragen an den Stoff eingeflossen seien.

Eine dieser Art offene Arbeitsweise erfordert neben engagierter Lehrerarbeit eine intensive theaterpädagogische Betreuung. Regisseurin Karin Maßen und Tim Krause, der als Produktionsleiter, Regieassistent und Theaterpädagoge in Mehrfachfunktion mitarbeitet, haben vielfach die Klassen besucht und dort szenisch gearbeitet, aber auch die oft bedrückende Geschichte von Oliver Twist und vieler anderer armer Kinder aus dem Buch behandelt. Die Beschäftigung mit Elend und Gewalt habe oft dazu geführt, dass die Kinder über ihre Erfahrungen und über ihr Wissen über solche Themen sprechen wollten. "Es wurden viele eigene Ideen für den Zugang zum Stoff entwickelt" , erklärte Tim Krause.

Dieses aktuell größte Kulturprojekt in der Stadt könnte das Theater alleine nicht bewältigen. Der Burghof stellte schon während der Proben Räume, Technik und Personal zur Verfügung und kommt für die Honorare der professionellen Akteure auf. Die Theaterpädagogik finanziert der Landesverband der Freien Theater und schließlich tragen die "Stimmen" -Stiftung und Sponsoren zum Budget bei. Insgesamt ein Kraftakt, den man nicht jedes Jahr bewältigen könne, sagt Burghof-Geschäftsführerin Susanne Göhner.

Aufführungen: Mittwoch, 18. Mai, 18 Uhr (Premiere), außerdem 19. und 20. Mai, 10 und 18 Uhr, sowie 21. und 22. mai 11 und 18 Uhr
 
 
Badische Zeitung vom 18.3.2011

„Wir sind das Stück“

160 Akteure bringen Projekt „Oliver Twist“ von Tempus fugit und
Burghof auf die Bühne


„So viele waren es noch nie. Wir sind jetzt schon hei 160 Leuten.“ Karin Maßen kann trotzdem noch lachen. „Und jetzt reicht‘s dann aber auch!“ Das neue Mammutprojekt, das unter ihrer Regie beim freien Theater Tempus Fugit dieser Tage Gestalt annimmt, vereint um die berühmte Geschichte des Oliver Twist fünf Grundschulklassen, die Theater-AGs fünf weiterer Lörracher Schulen und zwei Jugendchöre. Selbstverständlich ist auch die Tempus-Fugit-Jugendtheatergruppe mit von der Partie. Ergänzt wird das Ensemble durch Profischauspieler und -musiker.

Charles Dickens‘ Roman über den Waisenjungen Oliver und dessen nach seinem Verweis aus dem Armenhaus ebenso unverschuldetes wie scheinbar nicht mehr auf haltbares Abgleiten in ein kriminelles Milieu ist nach „Tom Sawyer“ (2006) und „Emil und die Detektive“ (2009) bereits die dritte Koproduktion, die das freie Theater in dieser Größenordnung mit dem Lörracher Burghof auf die Beine stellt. Wichtige finanzielle Unterstützung bezieht das Projekt darüber hinaus vom Landesverband freier Theater. Hatte man bei Erich Kästners Emil anfangs noch einen Teil der Originalhandlung aus Berlin ins Dreiländereck verschoben, so wurde diesmal ausdrücklich nichts mehr angeglichen. Der in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts erstmals erschienene Roman spielt auch in der Lörracher Inszenierung im England seiner Entstehungszeit.

Auf Hinzufügungen oder Aktualisierungen habe man leicht verzichten können, erklärt Maßen: „Das ist aktuell genug.“ Die Realität des Stücks, mit dem Dickens auf die Verschärfung des britischen Armengesetzes von 1834 reagierte, springe hinreichend ins Auge. Dass alle Mitspieler in die Geschichte hineingezogen werden, sie verstehen und auf der Bühne zu der ihren machen, gehört zum ganzheitlichen Ansatz.

„Die Kinder sind keine Kulisse, das ist ganz wichtig. Sie sollen sich als Teil des Ganzen fühlen“, so die Theaterchefin. Einmal mehr wird dagegen das Bühnenbild auf ein absolutes Minimum reduziert. Nicht nur die Grundschulkinder sollen, was für die großen Fugitler schon Selbstverständlichkeit ist, ein „Wir sind das Stück“-Gefühl bekommen.

Was Dickens aus eigener Erfahrung angetrieben hat, das Bewusstsein von Arm und Reich, aber auch Emotionen wie das Gefühl des Alleinseins, der Angst und der Wunsch nach Gemeinschaft, das alles bleibt in „Oliver Twist“ für alle nachvollziehbar: „Jeder wird etwas finden, wo er ansetzen kann“, ist sich Karin Maßen sicher, die nicht nur Kinder und Jugendliche ansprechen will. Für einen Klassiker habe man sich einmal mehr bewusst wegen der großen Bilder entschieden, und weil moderne Jugendliteratur kleinräumiger sei, nicht mehr eine ganze Stadt, eine ganze Schule oder Ähnliches mit einbeziehe. Vertont wird der neue Oliver jetzt nach bewährtem Muster eigens komponiert und in allen Aufführungen live. Ein Musical wird es deshalb nicht. Stattdessen ein Schauspiel mit sehr viel Elan und Musik.

Annette Mahro
 
   
 
   
 
   
Fotos Generalprobe am 17. Mai 2011
   
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
  Fotos: Thomas Quartier
   
 
 
Es spielen:
 
 
Schauspiel
 
Oliver Lukas Bartscherer
Olivers Mutter Rosanna Hilpert
Fagin Matthias Klimkait
Nancy Linda Sepp
Betsy Larissa Probst
Bill Sikes Stephan Stock
Sikes‘ Hund Petra Jeroma
Monks Micha Goldberg
Artful Dodger Fabian Müller
Charlie Bates Naomi Abukha
Toby Crackit Benedikt Arnold
Tom Chitling Lukas Kettelhack
Weitere Taschendiebe Mia Bantlin, Nils Baumann, Yukon Benner, Friederike Brogle, Madleina Burger, Lara Fortagne, Jakob Fuchs, Rosanna Hilpert, Elif Karacar, Cesaria Kassner, Anne Kath, Isabelle Kierig, Paul Klapprott, Greta Leible-Hammerer, Paulina Loreth, Johanna Lückel, Denise Marfilius, Marie Müller, Salome Neuer, Marie Pottstock, Ana Reinhard, Lena Salach, Julia Selbherr, Verena Sepp, Melina Vettermann, Marie-Luise Walther, Nastassja Weber, Theresa Weiß, Linda Wölfle
Barney Elisabeth Wenk
Barmädchen Naomi Abukha, Anne Dahl, Eva Hintermaier, Lili Kroll, Vivien Prahl, Verena Sepp
Mr. Bumble Elias Füchsle
Mrs. Corney Annika Greiner
Mrs. Mann Petra Jeroma
Kirchenvorstände Madleina Burger, Jakob Fuchs, Rolf Jürgens, Elif Karacar, Isabelle Kierig, Salome Neuer, Ana Reinhard, Melina Vettermann
Dienstmädchen Clara Jansen, Melissa Sehringer
Köche Waisenhaus Nils Baumann, Marie Pottstock, Lena Salach
Armenpflegerin Julia Selbherr
Alte Sally Linda Wölfle
Weitere Alte Paulina Loreth, Denise Marfilius
Mr. Brownlow Jakob Klapprott
Mrs. Bedwin Eva Hintermaier
Dienstmädchen Maryan Julia Selbherr
Mr. Grimwig Nils Baumann
Dr. Losberne Paul Klapprott
Buchhändlerin Miss Crinckle Lili Kroll
 Mrs. Maylie Florine-Michelle Tshiang Tshianganga
Miss Rose Daniela Hasche
Dienstmädchen Madleina Burger, Elif Karacar, Isabelle Kierig, Paulina Loreth, Salome Neuer, Ana Reinhard, Melina Vettermann
Mr. Sowerberry Benedikt Arnold
Mrs. Sowerberry Vivien Prahl
Milly Paulina Loreth
Charlotte Anne Dahl
Noah Claypole Marius Klingenstein
Sargträger Rolf Jürgens
Trauernder Mann Lukas Kettelhack
Mr. Fang Lukas Kettelhack
Polizisten Nils Baumann, Yukon Benner, Lukas Kettelhack, Paul Klapprott
Detektiv Blathers Pelle Parr
Detektiv Duff Ludwig Hänßler
Gerichtsdiener Rolf Jürgens
Marktfrauen Madleina Burger, Clara Jansen, Elif Karacar, Isabelle Kierig, Salome Neuer, Ana Reinhard, Melissa Sehringer, Melina Vettermann
Ausrufer Rolf Jürgens
 
Klasse 1a der Hebelschule unter Leitung von Stefanie Glajcar:
   
Sami Acikel Evelyne Beloglasow
Leonard Berisha Gazmen Bonesta
Delia Estella Bonina Nicolas Deforth
Tom Dörflinger Joschua Franke
Hanna Fritschi Jonas Gran
Maria Indlekofer Samir Jami
Konstantinos Karargiris Leon Maximilian Kieckbusch
Luise Kister Chiara Kühner
Melissa Maria Lopez Evelyne Pkavak Pissa
Paul Richter Amelie Rösch
Elena Sadiku Khira Anouk Timm
Alena Mirka Ulrich  
   
Klasse 1b der Hebelschule unter Leitung von Uta-Maria Lahr:
   
Gwen-Stefani Benning Paula-Maria Bieg
Filippo Calambria Cenk Demir
Ben Lucca Dittmaier Laurin Grainca
Linus Haberbusch Daniel Hazke
Jule Emily Hencken Yannik Joschua Kalbacher
Dario Adam Köllhofer Ben Kubetzko
Sümeyye Zehra Küskü Jule Leischner
Lily Marie Mattes Jamila Amakè Miles
Max Louis Roßkopf Katharina Iris Marle Rudishauser
Kimberley Therisa Schärtel Marie-Sophie Sütterlin
Emily Weimann Reto Wernthaler
Jona Mattis Wind Linus Zwermann
   
Klasse 4b der Hebelschule unter Leitung von Yvonne Seckinger:
   
Jonathan Bieg Reinhold Ebermann
Tim Eisenga Sandro Gugliuzzo
Matthias Hebding Per Höfler
Justin Kirste Jacob Mayer
Ayman Nissr Luca Schneider
Lukas Winderl Lars Winter
Lorena Amore Selenay Dere
Jasmina Di Pasquale Janine Dvorak
Katharina Eisele Sandra Ferrara
Lydia Jung Alina Kunze
Nadja Ströhla Luisa Taut
Hue Mi Tran Van Janine-Lara Vollmer
   
Klasse 2b der Eichendorffschule unter Leitung von Birgit Lorenz:
   
Rina Golinets Athina Gramatte
Lidia Granata Benjamin Grether
Jonas Kehm Arvid Köppel
Louisa Leitner Charlotte Löbbe
Pablo Morales Lukas Öcel
Dominik Rodriguez Nina Racic
Domenic Roos Alina Rosmann
Carmen Rotella Ferdinand Schultze
Kristina Siniakova Dominik Wehner
   
Klasse 4b der Eichendorffschule unter Leitung von Anette Eckstein:
   
Aya Abbas Janosch Bantlin
Marijo Bavrka Lisa Braunhofer
Niklas Büchele Teresa Cefala
Gabriella d`Agate Luis Feldheim
Jannik Fischer Laura Golz
Carlotta Fritz Alina Gulaev
Stefanie Henkel Evelyn Karpov
Melina Klein Tom Rothweiler
Chris Sauerbeck Julia Schweikart
Josipa Stanic Lara Volpe
Michelle Weiz  
   
Musik
 
Musikregie, Komposition, Saxophon Benedikt Reising
E-Bass, Arrangements für Chor Sebastian Scheipers
Schlagzeug, Rhythmuschoreographie Jonas Prina
Violoncello Mara Miribung
Akkordeon Pelle Parr
Posaune Ludwig Hänßler
Chorleitung Annegret Brake
Chor Mia Bantlin, Friederike Brogle, Lara Fortagne, Cesaria Kassner, Anne Kath, Greta Leible-Hammerer, Johanna Lückel, Marie Müller, Marie Pottstock, Lena Salach, Stella Vögtli, Fernanda Tröger, Marie-Luise Walther, Nastassja Weber, Theresa Weiß
 
Tanz
 
Choreographie Pilar Buira Ferre
 Tanz Naomi Abukha, Anne Dahl, Daniela Hasche, Petra Jeroma, Larissa Probst, Verena Sepp
   
Regie- und Produktionsteam
 
Regie, Stückbearbeitung, Dramaturgie, Theaterpädagogik Karin Maßen
Produktionsleitung Burghof, Technische Leitung, Lichtdesign Mark Searle
Produktionsleitung Tempus fugit, Regieassistenz, Theaterpädagogik, Inhalte Programmheft Tim Krause
Regieassistenz, Theaterpädagogik Maren Schrader
Theaterpädagogik Laura Jacob
Theaterpädagogische Assistenz Anne Dahl, Elias Füchsle, Daniela Hasche, Franziska Heinig, Eva Hintermaier, Petra Jeroma, Vivien Prahl, Larissa Probst
Kostüm Elke Weth, Scala Kostümverleih
Bühnenbauten Diana Fürderer, Schreinerei Stoll
Technik Technische Abteilung Burghof
Lichtstellwerk Zoë-Ann Searle
Fotos Patrick Maßen, Ina Rosenthal,
Thomas Quartier
Projektmanagement Tempus fugit Thorsten Blank
Programm- und Plakatgestaltung
Simon Stotz
 
Wir danken:

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Burghofteam, an alle Mitarbeitenden aus Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Kartenhaus, Bühne und Technik, die uns einmal mehr sehr schnell heimisch werden ließen. Insbesondere möchten wir Susanne Göhner danken für die vielen Hilfestellungen und ihren Einsatz für dieses Kooperationsprojekt, aber auch für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Im Namen der beteiligten Grundschulklassen danken wir ganz herzlich der Bürgerstiftung Lörrach und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden für die „Fütterung“ der Klassenkassen, der Stadt Lörrach sowie allen Sponsoren. Darüber hinaus danken wir für die Förderung durch den Landesverband Freier Theater Baden–Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Lehrer/innen und Schulleitungen aller beteiligten Schulen für die Freistellung der Spieler/innen, für Probemöglichkeiten und das hohe Maß an Kooperationsbereitschaft, an alle Eltern und vor allem an die Lehrerinnen, die das Projekt und die Proben intensiv mit begleitet haben und ohne deren Engagement die Einbindung der Grundschulklassen in den Entstehungs- und Probenprozess nicht möglich gewesen wäre, sowie an Caroline Oursin und Annegret Brake vom Kinder- und Jugendchor Lörrach.

Wir danken dem Scala Kostümverleih, und somit Elke Weth, für die ausgezeichnete Beratung und die Kostümanfertigungen. Herrn Pfarrer Martin Abraham und der Matthäusgemeinde für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten zum Aufenthalt für die beteiligten Grundschulklassen während der Endproben und der Aufführungswoche sowie der Bäckerei Paul, dem Hof Dinkelberg, der Holwerkstatt Paul Engel und den Mitarbeiter/innen der Buchschachtel Haagen und des Kunstprojekts art4 innerhalb der PVD Lörrach für die großzügige Bereitstellung von Requisiten.

Der Stadtbibliothek Lörrach danken wir für ihre Kooperationsbereitschaft und die Organisation einer begleitenden Buchausstellung zum Thema „Arm und Reich / Soziale Ungleichheit“.

Unser Dank gilt nicht zuletzt auch allen Zuschauer/innen, die das Projekt durch ihr Dasein und ihr Interesse an unserer Arbeit unterstützen.

   
 
 

 

 

 

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