aktuelle Inszenierung:


Freies Theater Tempus fugit -
Kindergruppe
 

   
 
 

"Kai aus der Kiste"
Nach Wolf Durian


Regie: Sylvia Jourdan

 


 

   
   
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  zum Stück:

Mr Joe Allen van Braams, der Schokoladenkönig aus Amerika, sucht den besten
Reklameagenten der Stadt, um dort seine Schokolade einzuführen. Der Berliner
Straßenjunge Kai ist fest entschlossen, Reklamekönig von Berlin zu werden.

Sein Mitbewerber ist der fiese Herr Kubalski, seines Zeichens Reklameagent. Mr Joe Allan beschließt, einen Wettbewerb zwischen den beiden zu veranstalten.
Ein spannender Wettkampf beginnt, in dem Kai und seine Bande „Die schwarze Hand“ Kubalski mit cleveren Tricks und vielen mutigen Ideen auf Trab hält.

Das Stück nach einem Kinderbuchklassiker aus der Weimarer Republik ist erfrischend
zeitlos und hat seinen Charme noch lange nicht verloren. Es ist spannend, witzig und lässt viel Raum für die jungen SpielerInnen, die die Ideen der Vorlage begeistert umsetzten.
 

 
  Presse
   
  BZ vom 10.05.2011

Tempus-fugit-Kinder holen Kai aus der Kiste

Kinderbuchklassiker mit viel Platz für Entfaltung von Bildern

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda


LÖRRACH. Die Kindertheatergruppe von "Tempus fugit" begeisterte am Freitag bei der Premiere ihres zweiten Stücks im Alten Wasserwerk Klein und Groß. Mit "Kai aus der Kiste" haben die Jungen und Mädchen unter Leitung von Silvia Jourdan einen Kinderbuchklassiker dramatisiert und mit witzigen Einfällen gespickt auf die Bühne gebracht.

Nach der ersten, selbst produzierten Inszenierung "Reisen" wollte man dieses Mal "etwas mit Text einstudieren" , wie Silvia Jourdan vor Beginn erklärte. Mit der Vorlage von Wolf Durian hatte das Ensemble ganz viel Raum für die Entfaltung eigener Bilder. Ein bisschen fühlte man sich bei der Aufführung an "Emil und die Detektive" erinnert, dem anderen Kinderbuchklassiker aus der Weimarer Republik. Kai trommelt wie sein noch berühmterer Kollege eine Bande von Berliner Straßenkindern zusammen — nur dass die gewitzten Überlebenskünstler ihm nicht dabei helfen sollten, einen Dieb dingfest zu machen, sondern der Reklamekönig der Stadt zu werden.

Um den Hotelgast, Mister "Schokoladenkönig" Joe Allan van Braams zu beeindrucken, besudelt das bunte Völkchen zunächst über Nacht Schaufenster und Häuserwände mit dem Markenzeichen seines Geheimbundes, der "Schwarzen Hand" . Schließlich will der amerikanische Geschäftsmann seine Schokolade bekannt machen, von der er nach eigenen Angaben in seiner Stadt voller Schokoladefabriken täglich zehn Millionen Tafeln herstellt. Dem Sieger des Wettstreits um die beste Werbung für die Marke verspricht er Titel und Reichtum.

Kai soll für die Marke TUT werben, sein Gegenspieler, der erfahrene, aber auch fiese Reklameagent Kubalski für TAT. Beide Parteien arbeiten mit allerlei Tricks. Weil sie sich im Großstadtdschungel besser auskennen und mit zahlreichen gewitzten Einfällen und Sabotageaktionen — sie widmen etwa die 10 000 Plakate, die Kubalski für TAT drucken ließ, auf TUT um — gelingt es den Kindern, Berlin mit einem Reklamefeldzug zu überziehen. In der ganzen Stadt wimmelt es bald von dem Schriftzug TUT. Kubalski träumt sogar Alp davon.

Am besten beim jungen Publikum kommen die slapstickartigen Szenen mit Polizist Krummblick und Polizeiwachtmeister Bumser an. Die haben nämlich gegen die schlauen Kinder, die ihren Schabernack mit den beiden treiben, nicht den Hauch einer Chance. Statt Kai schnappen sie zur großen Freude der Zuschauer immer den Falschen, nämlich den Liftboy. Beim Spiel haben die Mädchen und Jungen sichtbar Spaß und Ernst, und mit Recht zeigen sie sich am Ende bei der gemeinsamen Verbeugung stolz auf ihre Leistung. Denn sie schlüpfen in rasantem Tempo in verschiedene Rollen und auch die spannende Handlung entwickelt eine Dynamik.

Hier sei nur das präzise vorgeführte doppelte Telefonwerbungs-Ringelreihen genannt, in der es wie am Schnürchen ging: "Dring dring" — "Hallo?" — "Tut tut" . Jens Hagen-Wegener begleitete wunderbar am Klavier.
 
 
  Die Oberbadische vom 9.5.11

„Rasselbande“ mit vielen eigenen Ideen

Kindergruppe von Tempus fugit zeigt Theaterstück „Kai in der Kiste“ /
Szenen teils selbst ausgedacht


Lörrach (bea). Kai aus der Kiste ist ein aufgeweckter Berliner Gassenjunge, der Mit Witz und der tatkräftigen Hilfe seiner vielen Freunde Reklamekönig wird. Regisseurin Sylvia Jourdan hat das Jugendbuch von Wolf Durian aus der Weimarer Republik umgeschrieben und bühnentauglich gemacht.

Bei der Tempus-fugit-Kindergruppe, die im vergangenen Jahr mit der Eigenproduktion „Reisen“ überzeugte, sei der Wunsch lautgeworden, einmal etwas „mit Text“ einzustudieren. Der Text bildet also den festen Rahmen bei dieser Aufführung, dennoch gibt es - wie immer, wenn Tempus fugit die Hände im Spiel hat - Szenen, die der Fantasie und den Einfällen der Mitspieler entsprungen sind. Diese Szenen sind die besten: Die scheinbar unkoordinierte Rasselbande, die die Stadt mit ihrem Markenzeichen, den schwarzen Handabdrücken und später mit dem Namen der Schokoladenmarke „TUT“ übersät; die beiden Polizisten, die versuchen, Kai einzusperren, aber stattdessen immer nur ein anderes Kind erwischen oder sich gar selbst in die Arme laufen; die Bewohner der Stadt, die von Reklame-Ideen der Kinder überschwemmt werden. Die kleinen und größeren Schauspieler sind perfekt aufeinander eingespielt und interpretieren ihre Rollen: stocksteif und mit hochgerecktem Kopf präsentiert sich das Dienstpersonal; feist und herablassend der amerikanische Unternehmer, der mit ungewöhnlichen Methoden einen Reklamefachmann sucht, um seine Schokolade bekannt zu machen; Kai, frech und höflich zugleich mit der für die damalige Zeit typischen Schiebermütze und nicht zuletzt Kais Widersacher, der arrogant-geschleckte „Herr Kubalski“.

Aber auch alle anderen machen ihre Sache gut. Manche schlüpfen sogar in verschiedene Rollen, sind mal als Kind, mal als Mutter, mal als Verkäuferin unterwegs. Die Kostüme sind angelehnt an die Weimarer Zeit, denn klar: Hotel-Portiers und Gassenjungen, die gemeinsam einen professionellen Reklameagenten schachmatt setzen, ein Junge, der seiner Schwester für 3,50 Mark eine Puppe kauft, kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Durians Geschichte hat trotzdem nichts von ihrem Reiz verloren. Wunderbar gelungen ist auch die musikalische Begleitung von Jens Hagen-Wegener am Klavier
   
 
  Fotos
   
 
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
  Fotos: Thomas Quartier
 

 

 
 
Es spielen:
 
 
Kai Daniel Broß
Mr Joe Allan van Braams Lorenz Egi
Herr Kubalski Marten Pruin
Erika Lilli May Leber
Lydia Treuauge Paulina Marx
Louis Fliegenpfiff David Volksdorf
Schleichender Plattfuß Luca Volksdorf
Herkuline Camilla Valduga
Emil, große Dame, Passantin Teresa Cefala
Frau Balluschka, Passantin Samira Forster
Polizist Krummblick Carla Köhllhofer
Polizeiwachtmeister Bumser Leander Güran
Portier Soumia Moulgada
Fahrstuhljunge Jacob Mayer
Spion, Passantin, Zeitungsmädchen Isabelle Forster
Passant Eren Abanus
Kleines Mädchen Ella Schäfer
 Verkäuferin, Passantin Melissa Barth
   
Regie Sylvia Jourdan
Regieassistenz Larissa Probst & Franziska Heining
Musik Benedikt Weigmann & Jens Hagen-Wegener
Produktionsleitung Anne Dahl
Programm- und Plakatgestaltung Larissa Kraus & Maren Schrader
Fotos Thomas Quartier
Technik & Licht André Kulawik
   
Aufführungsrechte Verlag für Kindertheater
   
 
 


Wir danken:  

Der Stadt Lörrach für die gute Zusammenarbeit sowie dem Alten Wasserwerk und der Waldorfschule Lörrach für die Aufführungsmöglichkeiten. Ebenso den Eltern, Sponsoren und Paten sowie dem Tempus fugit-Produktionsteam.
Besonderer Dank geht auch an das Kreisjugendreferat Lörrach sowie dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport für die Förderung über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.

 

 

IMPRESSUM

 

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