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aktuelle Inszenierung:
Freies Theater
Tempus fugit - Youngsters
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"Kerle mieten"
Nach Kirsten Boje
Regie: Sylvia Jourdan
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Autorin |
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Es spielen |
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zum Stück:
Anne-Marie (mit dem vornehm verschluckten e)
hat ein Problem. Sie soll mit ihrer Mutter zum Ball des Tennisclubs
gehen. Ein neues Kleid hat sie schon, aber noch keinen Tanzpartner.
Zum Glück haben Lulu, Lissa und deren
Freundinnen eine geniale Idee: Sie gründen eine
Kerle-Vermietungs-Agentur. Eine Agentur für Mädels, die solo sind, aber
unbedingt eine männliche Begleitung in der Öffentlichkeit brauchen.
Leider verfügt die
Agentur nur über einen Kandidaten, Lissa's angehimmelten Cousin Eckbert.
Der verliebt sich allerdings schon beim ersten Auftrag ausgerechnet in
ANNE-MARIE!
Lissa ist fassungslos. Und Lulu geht es auch
nicht besser. Nicht genug damit, dass sie ihre Monatsfahrkarte schon
wieder verloren hat, ihre Mutter in ihren Tagebüchern schnüffelt und sie
Bio seit der 6. Klasse für eine traumatisierende Zumutung hält. Jetzt
fehlt ihr auch noch selbst eine Begleitung für die Jugenddisco. Ein
neuer Miet-Kerl muss her. Der hat Samtaugen und eine Karamellstimme und
sorgt dennoch für einen riesigen Eklat.
Das Stück
schildert turbulent, kurzweilig und zugleich sehr einfühlsam das Leben
von Heranwachsenden mit all den Problemen, die beim Erwachsenwerden
auftauchen.
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zur
Autorin
Kirsten Boie wurde
1950 in Hamburg geboren. Nach ihrem Studium promovierte sie in
Literaturwissenschaft und arbeitete von 1979 bis 1983 als Lehrerin an
einem Gymnasium und anschliessend an einer Gesamtschule.
Ihr erstes Buch erschien 1985
und wurde ein beispielloser Erfolg. Inzwischen sind über sechzig Bücher
von ihr erschienen und in sechzehn Sprachen übersetzt worden.
Neben
Büchern für Kinder und Jugendliche schreibt sie Vorträge zu
verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur und zur
Leseförderung. Zunehmend ist sie auch für das Goethe-Institut im Ausland
unterwegs.
2007 wurde Kirsten Boie mit dem Sonderpreis des
‚Deutschen Jugendliteraturpreises‘ für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet,
2008 mit dem ‚Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und
Jugendliteratur‘.
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zur
Gruppe
Die Tempus fugit -
Youngster Gruppe besteht seit September 2008 und wurde auf Grund vieler
Anfragen von Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren gegründet. Sie
erfreut sich seither an einem regen Zuspruch, regelmässig kommen über 20
Jugendliche zu den wöchentlichen Proben.
In der letzten Spielzeit wurde
das Stück „Aschenputtel“ von Heleen Verburg mit großem Erfolg
aufgeführt. Nach diesen Aufführungen kamen etliche neue Spieler dazu,
andere wechselten in die Jugendtheatergruppe, so dass sich
Youngster-Gruppe neu formierte. Ab der September 2011 ist die Gruppe
wieder für neue Spielerinnen und Spieler geöffnet.
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Presse |
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BZ vom 13.04.2011
Wenn Mädchen der "Mann" fehlt
"Kerle mieten" : Famose Aufführung der Tempus
fugit-Youngsters
Von unserer Mitarbeiterin Claudia
Gabler
LÖRRACH. Anne-Marie hat ein Problem: Sie soll mit
ihrer Mutter zum Ball des Tennisclubs gehen. Ein neues Kleid hat sie
schon, aber noch keinen Tanzpartner. Doch ihre Freundinnen haben eine
Lösung parat — die allerdings eher Chaos stiftet statt Ordnung: eine
Mietagentur für Jungs. Die Youngsters der freien Lörracher Theatergruppe
Tempus fugit haben mit ihrer Regisseurin Sylvia Jourdan aus dieser
witzigen Idee des Jugendbuchs "Kerle mieten" von Kirsten Boie eine sehr
witzige Inszenierung gemacht. Die hatte Premiere im
Hans-Thoma-Gymnasium.
Eine Agentur für Mädels, die solo sind,
aber unbedingt eine männliche Begleitung in der Öffentlichkeit brauchen
— eine Gesellschaft, in der sich alles kaufen, leasen oder mieten lässt,
was zu sozialen Siegen führt, darf sich nicht wundern, wenn schon
Zwölfjährige auf so eine ebenso zeitgemäße wie abstruse Idee kommen.
"Auch in Amsterdam werden Kerle an Karriefrauen vermietet" , weiß eines
der Mädchen zu berichten — und fügt an: "Keinen Mann zu haben, das
schadet ihnen auch businessmäßig."
Ausgestattet mit den altklugen
Lebensweisheiten einer immer frühreiferen Teenagergeneration stürzen
sich die Mädchen in die Gründung ihrer Firma, die nicht nur Anne-Marie
bei ihrem Auftritt im Tennisclub retten, sondern auch ein
wirtschaftlicher Erfolg werden soll, der das Taschengeld der
Schülerinnen ordentlich aufstockt. Doch die Agentur hat ein Problem: Sie
verfügt nur über einen einzigen zu vermittelnden Kandidaten, Lissas
angehimmelten Cousin Eckbert nämlich — der sich leider schon bei seinem
ersten Auftrag, der Begleitung von Anne-Marie in den Tennisclub, in
diese verliebt. Lissa ist fassungslos und die Agenturinhaberinnen
berufen die erste Krisensitzung ein. "Mit so was rechnet doch niemand" ,
stellen sie ernüchtert und ratlos fest.
Und auch Lulu hat die
Schnauze gestrichen voll: Sie hat seit der sechsten Klasse ein
Bio-Trauma und schon wieder ihre Monatsfahrkarte verloren, weswegen ihre
Mutter einen Riesenaufstand macht. Die erfüllt überhaupt alle nervigen
Mutterklischees, die man so kennt, und telefoniert den ganzen Tag mit
ihrer besten Freundin, ohne deren Ratschlag kein Familienleben mehr
möglich ist, schnüffelt in den Tagebüchern ihrer Tochter und will sie am
Ende auch noch mit Jonas verkuppeln, den Lulu "von früher" aus dem
Schwimmkurs kennt und der sie nun wirklich nicht interessiert. Sie will
mit einem anderen Jungen in die Disko gehen, mit einem, der Samtaugen
hat und "eine Stimme wie Karamell" . Ein neuer Miet-Kerl muss also her —
und ist überraschend schnell gefunden: Johannes, der manchmal auch
Joscha heißt und leider das Pech hat, dass auch seine Freundin, die
nichts von seinem Nebenjob weiß, an diesem Abend in der Disko ist.
Der Eklat ist also perfekt — doch am Ende richten die Mädchen mit
kleinen Intrigen die Blamagen und beweisen, dass ihre Freundschaft
wichtiger ist als die gesellschaftliche Oberfläche, an deren Pflege ihre
Eltern bereits hoffnungslos verloren sind. Auch Lulu, ausgestattet mit
drei Figuren, die ihre Gedanken sortieren und formulieren, vertraut
wieder mehr ihrer Lösung für das Dilemma des Erwachsenwerdens und
schreibt exzessiv Tagebuch "gegen die Wut und Traurigkeit" eines
Mädchens mit Liebeskummer und Bio-Trauma.
Eine kurzweilige,
selbstironische und schauspielerisch wie inszenatorisch astreine
Leistung der Youngsters und ihrer Regisseurin Sylvia Jourdan.
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Die Oberbadische vom
13.4.11
Was Teenager
umtreibt
„Kerle mieten” mit der Youngster Gruppe
des Freien Theaters Tempus fugit
Von Beatrice Ehrlich
Lörrach. Wie kann man einsamen
Herzen auf die Sprünge helfen? Lulu und ihre Freundinnen aus der
Mädchenklasse haben eine außergewöhnliche Idee: Wenn die zarte
Anne-Marie keinen Typen findet, der sie auf den Ball im Tennisclub
begleitet, dann soll eben einer dafür bezahlt werden.
Eckbert
heißt der Cousin eines der Mädchen, der sich schließlich als erster für
zehn Euro in der Stunde buchen lässt. Luise, auch Lulu genannt, gehört
zu denen, die den Mund am weitesten aufreißen – aber durch allerlei
Zufälle immer mehr im Schlamassel landet. Am Schluss hat Anne-Marie die
große Liebe gefunden während sie selbst mit einem gemieteten Kerl in der
Disco steht – ganz schön peinlich!
Lulu, die Hauptdarstellerin,
ist morgens in der Schule mit den Gedanken überall, nur nicht bei den
Ausführungen der strengen Lehrerinnen, die im Vordergrund vergebens um
die Aufmerksamkeit der pubertierenden Mädchen kämpfen.
Nicht nur
die Kerlevermietung treibt Lulu um, sondern auch ihre Mutter, die gerade
mit Coach um ihr eigenes Selbstwertgefühl kämpft und die Sorgen und Nöte
ihrer Tochter nicht versteht. Mit dem vielfach vorgebrachten Satz: „Ich
habe Hausaufgaben“, zieht sich Lulu wiederum ihrer Mutter gegenüber nur
allzu gern aus der Affäre.
Um der Lulu in dem Stück mehr Gewicht
zu verleihen, greift Regisseurin Sylvie Jourdan zu einem Trick. Lulu
wird gleich von vier Mädchen dargestellt: der „echten“ Lulu sowie ihre
durchaus widersprüchlichen Gedanken, die sie stets begleiten. Die
Hauptdarstellerin, Helen Rothermel, versteht es prächtig, die lakonisch
vorgetragenen Kommentare ihrer drei „Doppelgängerinnen“ (Anna Kastner,
Johanna Königsfeld, Neele Riemer) mit regem Mienenspiel zu kommentieren.
Doch warum widerspricht Lulu ihrer Mutter nie? Als Lulu
herausfindet, dass ihre Mutter ihr Tagebuch liest, bringen ihre
Freundinnen sie auf eine Idee: Einfach aufschreiben, auf was die Mutter
so sehnlichst wartet, nämlich dass Lulu sich endlich in jemanden
verliebt. Wo bleibt hier das Nein? Nur in Gedanken kann sich Lulu in
dieser Geschichte, die auf einem Jugendbuch von Kirsten Boie basiert,
über diese Unverfrorenheit aufregen. Es bleibt also noch viel zu lernen.
Die eigentlichen Helden des Stücks sind die Kerle, um die sich alles
dreht: Selbstbewusst und charmant lassen sich Eckbert, Johannes, Jonas
und Jacob (Kilian Muchenberger, Samuel Wuchner, Lars Heine und Leo
Berger) gern von den Mädchen für ihre Dienste einspannen.
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Fotos |
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Generalprobe am 7. April 2011 |
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Fotos: Thomas Quartier |
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Es spielen:
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Lulu |
Helen Rothermel |
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Lulu's Gedanke 1 |
Anna Kastner |
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Lulu's Gedanke 2 |
Johanna Königsfeld |
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Lulu's Gedanke 3 |
Neele Riemer |
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Lissa |
Fernanda Tröger |
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Jessi |
Nathalie Röthe |
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Klara |
Mona Walters |
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Sandra |
Patricia Schöchlin |
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Theresa |
Cesaria Kassner |
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Lilly |
Nadine Pittorf |
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Sarah |
Carlotta Vecter |
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Anne-Marie |
Tabea Deichsel |
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Janina |
Nina Stange |
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Lulu's Mutter |
Lara Fortagne |
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Lulu's Vater |
Luca Wuchner |
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Eckbert |
Killian Muchenberger |
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Johannes |
Samuel Wuchner |
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Jonas |
Lars Heine |
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Jacob |
Leo Berger |
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Bio-Mensch |
Nadine Drescher |
Englisch-Mensch Französich-Mensch |
Marie Felgenhauer |
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| Regie |
Sylvia Jourdan |
| Regieassistenz |
Fabian Müller Anne
Dahl |
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| Musik |
Jonas Windscheid |
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| Produktionsleitung |
MariusKlingenstein |
| Programm- und
Plakatgestaltung |
Etienne Blatz |
| Foto |
Thomas Quartier |
| Technik & Licht |
André Kulawik, Fabian
Müller |
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Wir danken:
Für die gute Zusammenarbeit danken wir ganz herzlich der Stadt Lörrach
sowie dem Hans-Thoma-Gymnasium und dem Kulturzentrum Kesselhaus für die
Aufführungsmöglichkeiten. Ebenso allen Sponsoren, den Eltern und dem
Tempus fugit - Produktionsteam.
Besonderer Dank geht auch an das
Kreisjugendreferat Lörrach sowie dem Ministerium für Kultus, Jugend und
Sport für die Förderung über den Landesverband Amateurtheater
Baden-Württemberg e.V. sowie an alle Sponsoren und Paten. |
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