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aktuelle Inszenierung:
Freies Theater
Tempus fugit Youngsters |
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"Aschenputtel"
nach Heleen Verburg
Regie: Sylvia Jourdan-Kirzdörfer
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Es spielen |
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zum Stück:
Die Geschichte vom bescheidenen Aschenputtel, ihren hochnäsigen Stiefschwestern und dem heiß begehrten Prinzen, von Eifersucht und Hoffnung kennen die meisten. Die holländische Autorin Heleen Verburg hat das grimmsche Märchen mit viel Witz und einer wunderbar eigenen Poesie neu erzählt, ohne dabei den Charme der die alte Geschichte ausmacht und auch deren Symbole zu verlieren.
Die überraschenden Ideen, Begegnungen mit neuen Charakteren, die Heiterkeit und freche Frische des Stücks bewegte die jungen SpielerInnen dazu, sich sofort in den Text zu „verlieben“ und schnell eigene Theaterbilder zu finden.
Das war der Startschuss und die Motivation für die erste gemeinsame Inszenierung zusammen mit der Regisseurin Sylvia Jourdan-Kirzdörfer. 21 Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren machen sich auf die Spuren des geheimnisvollen Schuhs.
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Presse |
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Wochenblatt vom 21.4.10
Tempus fugit zeigte Premiere
Aschenputtel auf der Bühne
Lörrach. Die
Geschichte vom bescheidenen Aschenputtel, ihren hochnäsigen
Stiefschwestern und dem heiß begehrten Prinzen, von Eifersucht und
Hoffnung kennen die meisten. Doch berührt das grimmsche Märchen junge
Menschen heutzutage noch?
Regisseurin Sylvia Jourdan- Kirzdörfer
und die Tempus fugit Youngster-Gruppemit den 21 Spielerinnen und
Spielern im Alter von 11 bis 16 Jahren waren sich einig: Sie wollen
„Aschenputtel“ auf die Bühne bringen. Motiviert hat sie dazu das
gleichnamige Theaterstück der holländischen Autorin Heleen Verburg, die
die Geschichte mit viel Witz und Poesie neu erzählt, ohne dabei den
Charme und Symbole des Märchens wie schlechte Linsen aus zu sortieren.
Die Gruppe hat ein Stück entwickelt, in das sehr viele eigene Ideen
und Bilder eingeflossen sind.
Weitere Aufführungen sind der 18. April ebenfalls im Kesselhaus, am 22.
und 23.April, jeweils um 17 Uhr im Nellie Nashorn Lörrach sowie am 24.
und 25. April, jeweils um 16 Uhr im Hans- Thoma-Gymnasium in Lörrach.
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Weiler Zeitung vom
21.4.10
Patentanten leiten
Wende zum Guten ein
Gelungene Aschenputtel-Premiere der
„Tempus fugit Youngster“ im Kesselhaus
Von Marie-José Rosenwald
Weil am Rhein. „Super, Spitze, fantastisch, weiter so!“ stand im
bereitgelegten Gästebuch. Die jungen Schauspieler waren glücklich und
erleichtert, denn rundum gelungen war die Premiere der „Tempus fugit
Youngster“- Gruppe im Kesselhaus. Für die Aufführung von „Aschenputtel“
hatte sich die 2008 gegründete Gruppe der 12- bis 16-Jährigen selbst
entschieden, jedoch nahm sie sich die moderne Version der
niederländischen Autorin Heleen Verburg als Vorlage (wir berichteten).
Gekonnt führte ein sprechender Chor mit musikalischer Untermalung die
Handlung weiter.
Manche Details des grimmschen Märchens suchte
man vergeblich, vermisste sie aber nicht. Denn die Charaktere blieben,
denen die Akteure unter der Regie von Sylvia Jourdan und ihren
Assistenten Patrick Greiner und Matty Schneider mit Ausdruck und Können
Leben einhauchten. Herrlich die mit Minirock und grellen Klamotten
aufgehübschten, aber giftspritzenden Stiefschwestern Imelda und
Griselda, gegen die das in einem karierten adretten Kleid farblos
wirkende Aschenputtel kein Gegenmittel wusste. Und die hintertriebene
Schwiegermutter, die erst mit braver Stola Aschenputtels Vater schöne
Augen machte, aber schnell keinen Zweifel ließ, wer Herr im Hause war.
Mit schmeichelnden Worten schleimten sich die bösen Stiefschwestern
bei Aschenputtel ein, diese hatte aber schnell das Nachsehen, als die
raffgierigen Imelda und Griselda ihr mit Zimmer, Kleidern und Spielzeug
alles wegnahmen. Sie ließen kein gutes Haar an dem „kleinen, dünnen,
blassen“ Mädchen: „Wer nicht gesehen wird, den gibt es gar nicht“.
Worte, die bei Aschenputtel Mordgelüste aufkommen ließen. Moralisch
unterstützt wurde Aschenputtel von den adretten Patentanten, das machte
die Verzweiflung des Mädchens auch für das Publikum leichter hinnehmbar.
In scharfem Kontrast zu den ständig parlierenden und nervigen
Stiefschwestern, die sich um die Gunst des Königssohns buchstäblich in
die Haare kriegten, agierte der Prinz auf der Bühne, dem es während des
gesamten Stücks gelang, kein einziges Wort zu sprechen, der Figur aber
durch ausgefeilte Mimik und Gestik ein Gesicht zu geben. Er hatte es
aber auch schwer neben seiner im blauen hochgeschlossenen Kleid
dominanten Mutter, die ihn wahrscheinlich seit frühester Kindheit nicht
hatte zu Wort kommen lassen und für ihn dachte und redete.
Im
Original bei Grimm sind es die Täubchen, bei den Youngsters die
Patentanten, die dafür sorgten, das alles gut wurde und der Prinz die
richtige Trägerin des Schuhs fand. Mit der Hochzeit entfloh Aschenputtel
dem Leben mit den fiesen Schwestern und Schwiegermutter, der Prinz dem
Leben unter der Knute seiner Mutter.
Neben den Aufführungen am
Wochenende im Kesselhaus sind weitere am22. und 23. April um17 Uhr im
Nellie Nashorn Lörrach sowie am 24. und 25. April um 16 Uhr im
Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach.
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BZ vom 20.04.2010
Ein Stück gegen
Traditionalismus und Oberflächlichkeit
Die Tempus-fugit-Yougsters
inszenieren in Weil am Rhein und Lörrach "Aschenputtel" nach Heleen
Verburg
Aschenputtel ist noch
immer eine Sympathieträgerin. Die Figur aus dem gleichnamigen Märchen
der Gebrüder Grimm ist in guten wie in schlechten Zeiten bescheiden und
sie ist eine Kämpferin — die am Ende Demütigung und Armut entkommt und
ihre große Liebe, den Prinzen, heiratet. Die holländische Autorin Heleen
Verburg hat, wie bereits viele Autoren vor ihr, eine Neufassung des
Märchens geschrieben. Der Text nun war Grundlage für die erste
Inszenierung von Regisseurin Sylvia Jourdan-Kirzdörfer mit der freien
Lörracher Theatergruppe Tempus fugit. Sie war gleichzeitig auch die
erste Aufführung der Tempus-fugit-Youngsters, eine Gruppe aus 21
Schauspielern und Schauspielerinnen zwischen zwölf und sechzehn Jahren,
die wegen der großen Nachfrage nach Schauspielgruppen für Kinder und
Jugendliche bei Tempus fugit im Herbst 2008 gegründet wurde. Premiere
war am Samstag im Kulturzentrum Kesselhaus in Weil.
Am Anfang der
Inszenierung steht ein Gespräch zwischen Aschenputtel (Julia Selbherr)
und ihrem Vater (Sebastian Hahn), der noch immer in seiner Trauer um die
vor drei Jahren verstorbene Mutter Aschenputtels gefangen ist und sich
nur noch von Schokolade und Limonade ernährt. Die zwei von der Autorin
erdachten Patentanten (Anne Lenz und Cathrin Einsiedler) sind es dann,
die ihn auf andere Gedanken bringen und so ungewollt in die Arme der
bösen Stiefmutter (Johanna Büttner) treiben, die er kurz darauf
heiratet. Fortan aber führen die beiden Tanten das Geschehen zunehmend
zum Guten und ersetzen auch den Grimmschen Baum auf dem Grab von
Aschenputtels Mutter, dem das Mädchen im Original-Märchen ihr Leid mit
Stiefmutter und Stiefschwestern klagt.
Leichter hat es
Aschenputtel in der Lörracher Inszenierung mit ihrem Wunsch, den Ball
des Prinzen zu besuchen, an dem er sich seine künftige Braut auswählen
will. Während ihr bei Grimm die Stiefmutter mit dem Aussortieren der
Linsen noch Steine in den Weg legt, erklärt sie sich hier schnell mit
dem Ballbesuch der Stieftochter einverstanden — überzeugt davon, dass
ein derart schäbig aussehendes Mädchen ohnehin ohne Chancen beim Prinzen
sein würde. Doch die Stiefmutter hat die Rechnung ohne die Patentanten
gemacht, die Kleid, Schuhe, Pferde und Kutsche herzaubern — und es kommt
wie bei den Brüdern Grimm zur berühmten Schuhprobierszene, bei der die
Stiefschwestern (Pauline Mcsheehy und Leila Paul) gegen Aschenputtel
verlieren, die damit wiederum den Prinzen für sich gewinnt. Noch an der
Hochzeit vergibt sie ihren drei Peinigerinnen und verspricht ihnen, sie
an ihrem neuen Reichtum teilhaben zu lassen.
Damit steht das
moderne wie das alte Aschenputtel für Reife und Klugheit, während die
geschwätzigen Stiefschwestern und ihre Mutter auch hier allein von Geld
und Konsum getrieben sind — ein Thema, das immer aktuell ist, in der
Inszenierung aber noch mehr Brisanz hat, weil es an schulisches Mobbing
erinnert. Der Prinz der Lörracher Inszenierung (Laurent Katzer) dagegen
ist ein schweigsamer Bursche, er hat überhaupt keinen Text, doch agiert
er mit seiner Entscheidung für Aschenputtel ebenso wie seine künftige
Braut gegen die ihm auferlegten Konventionen. Und so ist das Stück wie
auch seine Vorlage ein Stück gegen Traditionalismus und
Oberflächlichkeit und macht seinen jungen Zuschauern Mut, sich in
Gemeinschaften zu behaupten — auch wenn das manchmal gar nicht so leicht
ist. Wie immer bei Tempus fugit werden auch hier pädagogische Idee,
Unterhaltung und vor allem eine immense Spiellust bei den Kindern und
Jugendlichen miteinander verknüpft. Applaus für die erste Aufführung der
Youngsters.
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Die Oberbadische vom
16.4.10
Premiere mit
Aschenputtel
Tempus
fugit präsentiert „Youngsters“
Lörrach. Die Geschichte
vom bescheidenen Aschenputtel, ihren hochnäsigen Stiefschwestern und dem
begehrten Prinzen, von Eifersucht und Hoffnung, kennen die meisten. Doch
berührt das Grimm'sche Märchen junge Menschen heutzutage noch?
Regisseurin Sylvia Jourdan- Kirzdörfer und die Tempus fugit
Youngster-Gruppe mit den 21 Spielerinnen und Spielern im Alter von elf
bis 16 Jahren waren sich einig: Sie wollen „Aschenputtel“ auf die Bühne
bringen. Motiviert hat sie dazu das gleichnamige Theaterstück der
holländischen Autorin Heleen Verburg, die die Geschichte mit viel Witz
und Poesie neu erzählt, ohne dabei Charme und Symbole des Märchens wie
schlechte Linsen auszusortieren.
Die Gruppe hat ein Stück
entwickelt, in das sehr viele eigene Ideen und Bilder eingeflossen sind.
Nun fiebern die jungen Schauspieler auf ihre erste Premiere am Samstag,
17. April, um 16 Uhr im Kesselhaus in Weil am Rhein hin. Weitere
Aufführungen sind am 18. April ebenfalls im Kesselhaus, am 22. und 23.
April, jeweils um 17 Uhr im Nellie Nashorn Lörrach, sowie am 24. und 25.
April, jeweils um 16 Uhr im Hans- Thoma-Gymnasium in Lörrach. Karten
können unter 07621 / 1675476 oder unter www.fugit.de reserviert werden.
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BZ vom 15.04.2010
Aschenputtel für die heutige
Zeit
Youngster-Gruppe
von "Tempus fugit" hat mit "Aschenputtel" die erste Premiere / Themen
von Jugendlichen in der Pubertät
Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda
LÖRRACH. Die beiden Täubchen
sind nicht mehr drinnen und auch den Ball am Königshaus wird man in
dieser Version des Grimmschen Märchens vergeblich suchen. Die Youngster
Gruppe von "Tempus fugit" , mit der das Freie Theater das Spielalter ein
bisschen nach unten ausgedehnt hat, weil es so viele Anfragen gab,
betritt mit "Aschenputtel" Neuland. Das freche, frische Theaterstück der
holländischen Autorin Heleen Verburg ist nämlich die erste Premiere,
seit sich die Gruppe im Oktober 2008 gegründet hat.
Für
Regisseurin Sylvia Jourdan-Kirzdörfer war das Stück zwar auch die erste
Wahl, aber dafür entschieden haben sich die zwölf jungen Spielerinnen
und sechs jungen Spieler im Alter zwischen elf und sechzehn Jahren aus
dem ganzen Kreis Lörrach selbst. Beim Lesen von "Aschenputtel" wurde
sehr viel gelacht, wie die Regisseurin berichtet. Das Stück passt gut
für diese Altersgruppe, denn es wird darin nicht bloß das Märchen
erzählt, wie Regieassistent Patrick Greiner beim Pressegespräch
erläutert, sondern darüber hinaus auch eine psychologische Geschichte in
den Vordergrund gestellt, indem die Charaktermerkmale aus den einzelnen
Figuren herausgekitzelt werden. Es geht um Mobbing, Selbstverantwortung
und Eigenentwicklung — alles Dinge, welche die Jugendlichen in der
Pubertät selbst erleben.
Der Prinz muss mit
Konventionen brechen
Im Endeffekt dreht es sich in
"Aschenputtel" darum, wie sich die Heranwachsenden — Aschenputtel und
die beiden Stiefschwestern, aber auch der Prinz — von Zwängen befreien.
Zu diesem Zweck hat die Youngster-Gruppe etwa Aschenputtel eine
imaginäre Patentante zur Seite gestellt, die hilft und stützt und als so
etwas wie das gute Gewissen fungiert. Am Ende muss das Mädchen aber
allein entscheiden, wie es sich verhält. Auch der Prinz muss erwachsen
werden, sich von Konventionen verabschieden und sogar über die
Staatsräson hinwegsetzen, indem er sich für Aschenputtel entscheidet,
welches die Königin nicht für die richtige Schwiegertochter hält.
Über Improvisationen hat die Gruppe nach Angaben von Sylvia
Jourdan-Kirzdörfer und ihren beiden Assistenten Patrick Greiner und
Matty Schneider im Herst 2009 begonnen, die Szenen zu finden. Nach den
Weihnachtsferien wurden die Rollen verteilt. Diese Entscheidung obliegt
der Regie. "Am geeignetsten ist nicht, wer am besten spielt, sondern wer
das mitbringt, was die Rolle braucht" , erläutert Jourdan-Kirzdörfer.
Zufrieden sein müssen damit am Ende alle, schließlich müssen alle auch
das Stück mittragen. Die künstlerische Freiheit, manche Szenen
auszubauen und andere zu streichen, weil das Stück sonst zu lang wäre,
hat sich die Gruppe genommen. Und weil es am Ende mehr Spieler gab als
Rollen, wurden Rollen geteilt und Szenen gedoppelt. Es wird überhaupt
nicht gesungen, wie eigentlich in der Vorlage vorgesehen, sondern
stattdessen chorisch gesprochen. Musik gibt es auch. Die drei
Musikstudentinnen aus Bern, Damaris, Luisa und Denise untermalen die
Szenen leise auf verschiedenen Instrumenten.
Aschenputtel: Premiere: 17. April, 16 Uhr im
Kesselhaus Weil am Rhein; weitere Aufführungen: 18. April, 16 Uhr im
Kesselhaus Weil am Rhein, 22. und 23. April, jeweils 17 Uhr im Nellie
Nashorn Lörrach, 24. und 25. April, jeweils 16 Uhr im
Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach
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Weiler Zeitung vom
14.4.10
Tempus fugit: Modernes Aschenputtel
Weil am Rhein. Die Youngsters von Tempus Fugit spielen am Samstag
und Sonntag, 17. und 18. April, jeweils um 16 Uhr im Kulturzentrum
Kesselhaus „Aschenputtel“.
Das Märchen der Gebrüder Grimm vom
bescheidenen Aschenputtel, ihren hochnäsigen Stiefschwestern und dem
heiß begehrten Prinzen kennen die meisten. Die holländische Autorin
Heleen Verburg hat die Geschichte mit viel Witz und einer wunderbar
eigenen Poesie neu erzählt, ohne dabei den Charme der alten Geschichte
und auch deren Symbole zu verlieren.
Unter der Regie von Sylvia
Jourdan-Kirzdörfer machen sich 21 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf
bis sechszehn Jahren auf die Spuren des geheimnisvollen Schuhs. Das
Stück ist für Kinder ab sechs Jahren, der Eintritt kostet für Erwachsene
acht für Kinder vier Euro. Reservierungen unter K 704 412 oder per email
kultur@weilam- rhein.de.
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Die Oberbadische vom
13.4.10
Aschenputtel - modern erzählt
Tempus fugit Youngster Gruppe feiert ihre erste Premiere im
Kesselhaus Weil am Rhein
Von Claudia Bötsch
Regio. Junge Schauspieler machen sich auf die Spuren des
geheimnisvollen Schuhs: Mit dem Märchen-Klassiker „Aschenputtel“ -
allerdings in einer modernen Version von Heleen Verburg - feiert die
Tempus fugit Youngster Gruppe ihre erste Premiere am Samstag, 17. April,
um 16 Uhr im Kesselhaus in Weil am Rhein.
Mit „Aschenputtel“
betreten die laut Regisseurin Sylvia Jourdan „unglaublich engagierten“
jungen Schauspieler erstmals mit einem eigenen Stück die große Bühne.
Im Jahr 2008 hat sie die Youngster Gruppe gegründet. Mit Hilfe von
„Grundlagentraining“ - Theaterübungen, Improvisationen und Textarbeit -
habe sie die Zwölf- bis 16-Jährigen sanft an das Theaterspiel
herangeführt. Über Improvisationen fand man auch zu den Szenen. Die
holländische Autorin Verburg hat das Grimm'sche Märchen mit viel Witz
und einer eigenen Poesie neu erzählt, ohne dabei den Charme, der die
alte Geschichte auszeichnet, und auch deren Symbole zu verlieren.
„Das Gros der Erzählung bleibt auch in der modernen Version
erhalten“, so die Regisseurin. Jedoch wartet die Geschichte vom
bescheidenen Aschenputtel, ihren hochnäsigen Stiefschwestern und dem
begehrten Prinzen mit überraschenden Ideen und neuen Charakteren auf. Da
ärgert sich „Aschenputtel“ zum Beispiel nach dem Ball: „Der hat noch
nicht mal meine Telefonnummer.“
Sprache und Kleidung wurden
ebenfalls der Moderne angepasst. Die jungen Schauspieler hätten sich
sofort in die Heiterkeit und freche Frische des Stücks verliebt und sie
dazu motiviert, schnell eigene Theaterbilder zu finden.
Die
Geschichte bringt somit auch moderne Themen auf die Bühne - sei es
Mobbing, Selbstverantwortung und -findung, Emanzipation sowie das
Entdecken des eigenen Willens. Die psychologische Dimension spiele eine
viel größere Rolle als beim Grimm'schen Original, so Regieassistent
Patrick Greiner, einzelne Charaktermerkmale wurden deutlicher
herausgearbeitet.
Jourdan, die „Aschenputtel“ als ein zeitloses
Stück begreift, sieht zu dem Parallelen zur Entwicklung in der Pubertät.
„Erwachsen zu werden heißt auch, Entscheidungen zu fällen und sich von
Konventionen zu verabschieden.“
„Aschenputtel“ ist die erste
große Produktion der Youngster Gruppe, deren Prinzip lautet: „Jeder, der
spielen möchte, soll auch spielen“, so Regisseurin Jourdan. Gemeinsam
mit ihren Regieassistenten Matty Schneider und Patrick Greiner - beide
absolvieren ein Praktikum bei Tempus fugit - hat sie lediglich
entschieden, wer sich am besten und authentischsten in welche Rolle
fügt.
Insgesamt 18 Jugendliche, die aus dem gesamten Landkreis
Lörrach stammen, stehen bei „Aschenputtel“ auf der Bühne. Das sind mehr
Spieler als das Stück über Rollen verfügt. Für das Ensemble allerdings
kein Problem: So wurden Rollen geteilt, Szenen gedoppelt oder -
basierend auf den Ideen der jungen Schauspieler - ausgebaut.
Die
zahlreichen Lieder, die die Vorlage enthält, werden nicht gesungen,
sondern chorisch gesprochen. Musikalisch untermalt wird das Stück von
drei Musikerinnen der Jazzschule Bern. Entstanden sind deren
Kompositionen, die mit Klavier, Geige, Xylophon und Trommeln vielfältig
umgesetzt werden, in den Proben.
Weitere Aufführungen: 18. April, 16 Uhr, im Kesselhaus Weil am Rhein,
22. und 23. April, jeweils um 17 Uhr im Nellie Nashorn Lörrach sowie am
24. und 25. April, jeweils um 16 Uhr im Hans- Thoma-Gymnasium in
Lörrach.
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Fotos |
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Es spielen:
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Aschenputtel |
Julia Selbherr |
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Imelda |
Pauline Mcsheehy |
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Griselda |
Leila Paul |
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Stiefmutter |
Johanna Büttner |
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Patentanten |
Anne Lenz Cathrin Einsiedler |
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Königin |
Silja von Hopffgarten |
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Vater |
Sebastian Hahn |
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Prinz |
Laurent Katzer |
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Lakai |
Tizian Melzer |
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Kutscher |
Samuel Wuchner Laurens Thiersch |
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Friseur, Ballmädchen |
Julia auf der Maur |
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Schneider |
Samual Wuchner Sebastian Hahn |
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Schuster, Ballmädchen |
Isabelle Spöri |
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Schuster |
Sebastian Hahn |
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Hütefrau, Ballmädchen |
Vera Wengenroth Philine Kunz |
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Parfumeur, Ballmädchen |
Nadine Dreher Laurens Thiersch |
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Grafen |
Sebastian Hahn Samuel Wuchner Laurens Thiersch Leo
Berger |
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| Regie |
Sylvia Jourdan-Kirzdörfer |
| Regieassistenz |
Patrick Greiner Matty
Schneider |
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| MusikerInnen |
Damaris Thürlemann
Denise Scheurmann Luise Funk |
| Lichtdesign &
Lichttechnik |
André Kulawik Patrick
Greiner |
| Programm- und
Plakatgestaltung |
André Kulawik Johannes
Maßen |
| Bühnenbau |
Schreinerei Stoll |
| Foto & Video |
Thomas Quartier |
| Produktionsleitung |
Verena Sepp |
| Idee und Text: |
Heleen Verburg |
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Wir danken ganz herzlich
der Stadt
Lörrach, der
Sparkasse Lörrach sowie allen Sponsoren und Paten für ihre
Unterstützung. Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport über den Landesverband Amateurtheater Baden–Württemberg e.V.
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