aktuelle Inszenierung:

Tempus fugit - Jugendtheater Rheinfelden

   
 
 

"Türsteher"
nach John Godber

Regie: Karin Maßen
 

 

   
   
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  zum Stück:

Grundlage für diese Eigenproduktion ist die Vorlage des englischen Dramatikers John Godber, der beschreibt, was die Jugendlichen so umtreibt: Saufen, in die Disco gehen, Mädchen oder 'nen coolen Typen kennen lernen, Spaß haben.

Freitagabend - das Wochenende beginnt und dafür haben sich unsere Typen Einiges vorgenommen. Zunächst müssen sich alle "stylen", noch etwas Mut antrinken - noch ein bisschen mehr Mut- und dann ab in die Disco...

So jedenfalls sieht das Ritual für die Freunde Terry, Jerry, Lerry und Berry aus und auch Cheryl, Maureen, Sexy Suzie, Kate, Rosie, Mary und Elaine wünschen sich eine erlebnisreiche Nacht.

Schwer ist es, an den Türstehern vorbeizukommen, selbst wenn man das richtige Alter hat. Vielleicht gefällt denen ja heute dein Gesicht nicht! Aber es ist ja Rosies Geburtstag, da darf doch nichts schief gehen und den DJ Shalamander muss man erlebt haben.

Die Türsteher Lucky Eric, Ralph, Judd und Les haben es auch nicht so leicht. Immer zuschauen zu müssen, was da so abgeht. Da können die Emotionen schnell hochgehen. Und die müssen doch auch abreagiert werden, oder?

Die englische Vorlage, in den achtziger Jahren geschrieben und nicht ins Deutsche übertragen, war für uns eine ideale Vorlage: Wir konnten eigene Szenen erfinden, neue Texte schreiben, Figuren dazu erfinden, achtziger Jahre Erfahrungen an heute messen. Nicht die reflektierende, kritische Analyse stand zunächst im Vordergrund, sondern die witzig formulierte Bestandsaufnahme des Discolebens, die nicht Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. So wird z.B. das Thema Drogen ausgeklammert, weil dies einen größeren Raum verdient als in diesem Stück zur Verfügung gestanden hätte.

Es sind eher die kleinen Themen, das Geplänkel, die heimlichen und oft naiven Wünsche, die kleinen Wahrheiten über die Natur des Nachtlebens, die hier selbstironisch, unterhaltsam, grotesk komisch umgesetzt werden.

Erst bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass das Stück auch eine dunkle Unterströmung hat, die im ganzen Stück präsent ist und in den Monologen der einzelnen SpielerInnen an die Oberfläche kommt. Hier offenbaren die Typen einen wahren Ausschnitt ihres Denkens, ihrer Gefühle, schließen aber ganz schnell wieder ihre Muschelschalen und spielen ihre Rollen weiter: dümmlich, sexy, kopflos, aggressiv.

Aufführungsrechte bei HARTMANN & STAUFFACHER GmbH Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen, Köln.
 

 
   
  Presse

Badische Zeitung vom Dienstag, 16. Mai 2006

Sein oder Nicht- Sein vor Discos

Tempus fugit bei Theatertagen

Das freie Theater Tempus fugit aus Lörrach hat sich mit seinem erfolgreichen, zuletzt im Februar diesen Jahres im Burghof aufgeführten, Stück “Die Türsteher” zur Teilnahme an den Deutschen Amateurtheatertagen 2006 beworben und wurde prompt eingeladen. Veranstalter des Theaterfestivals in Eppelborn ist der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), stattfinden werden die Amateurtheatertage vom 14. bis 17. September.

Mit den “Türstehern” haben Karin Maßen und ihr Team absichtlich ein nicht alltägliches Stück beworben, das sicher auch in Eppelborn für Aufsehen sorgen wird; in dem Stück werden neben den Türstehern, die ihr Wochenende vor der Tür einer Disco verbringen, je eine Gruppe junger Frauen und Männer vorgestellt, die sich auf ein Wochenende vorbereiten.

Da wird beim Friseur über das andere Geschlecht hergezogen, sich schick gemacht und geklärt, wo es am Abend denn hingehen soll. Vor der Disco warten dann die Türsteher, die “Allmächtigen” , die für diesen Abend über Sein oder Nicht-Sein entscheiden. Mädchen und Jungs werden porträtiert, ihre Unsicherheiten, Ängste und Wünsche werden dargelegt. “Die Türsteher” ist ein Stück voll Ehrlichkeit und Sensibilität, mal stark überspitzt, dann wieder todtraurig. . .


Oberbadisches Volksblatt vom Montag, den 27. Februar 2006

Leben für den Freitagabend

Jugendtheater Tempus fugit spielt Die Türsteher nach John Godber / Große Spiel- und Tanzfreude

Von Michaela Wassmer

Lörrach. Cheryl (Laura Löffler), Maureen (Veronika Nepple), Sexy Suzy (Anja Gottschalk), Kate (Katharina Grimm), Rosie (Lilian Maßen) und Elaine (Linda Sepp) haben nur eins im Sinn. Die Partygirls wollen sich amüsieren. Was so ein Freitagabend an Höhenflügen und Untiefen bereithält, war am Wochenende im Burghof zu sehen. (…)

Es ist eher eine komische Parade, denn ein tragisches Fegefeuer der Eitelkeiten, das sich auftut. Das passende Outfit gerinnt zur Frage von Sein oder Nicht-Sein. Ehrgeizig trinken sich die Mädchen mal bis zur Feierlaune, mal bis zum Zickenalarm. Wer hier rein will, kommt an uns nicht vorbei: Ungerührt kommentieren die Türsteher Lucky Eric (Johannes Maßen), Ralph (Christoph Möser), Judd (Simon Stotz) und Les (David Schiller) das Treiben in der Provinzdisco.

Doch die Fassade der oberflächlichen Fröhlichkeit und selbstsicheren Coolness bröckelt. Nacheinander treten die Akteure aus dem Geschehen, um sich in Monologen einen Blick nach innen zu gestatten. Lucky Eric zum Beispiel, der nach der Frau fürs Leben sucht. Oder die Mädchen, die sich trotz des optischen Einheitsbreis an hohen Stiefeln, kurzen Röcken und tiefen Dekolletees aus der Masse lösen und Profil gewinnen.

Die Selbsterkenntnis ist freilich nur von kurzer Dauer. Alsbald stürzen sie sich wieder ins Getümmel, verlieren sich in frenetischen Zuckungen an die Musik und das andere Geschlecht. Wenn die Authentizität im Wodkaglas versinkt, ist Katerstimmung vorprogrammiert.

Das ernüchternde Resümee im Morgengrauen: zu viele Drinks, zu hohe Erwartungen.

An Tempo gewinnt das Stück durch rasante Szenenwechsel, die erfrischenden, schlagfertigen Dialoge, die große Spiel- und Tanzfreude des zehnköpfigen Ensembles. Hinreißend komisch, wenn die Darsteller beim Friseur oder auf der Toilette die Geschlechterrollen tauschen oder sich einem kollektiven Body-Check hingeben, bevor es auf die Piste geht.

John Godber, Autor des Originals The Bouncers, ist einer der meistgespielten englischen Dramatiker. Das Jugendtheater Tempus fugit hat das in den achtziger Jahren geschriebene Schauspiel aktualisiert, eigene Szenen und neue Figuren erfunden. Herausgekommen ist eine kühne Inszenierung über die Clearasil-Generation, in der Sprachwitz und Situationskomik nicht über die Tücken des Nachtlebens hinwegtäuschen.

   
 
   
  Fotos von den Proben
 

 

 

 
 

 
 
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 
 
 
 

 
 

 
 

Fotos: Thomas Quartier

   
 
 
Es spielen:
 
 
DJ 

„in echt“  ISM Stephan Eifridt

   
DJ  im Stück: Christoph Möser
   
Die Türsteher  
Judd Simon Stotz
Ralph Christoph Möser
Les David Schiller
Lucky Eric  Johannes Maßen
   
Disco Gäste männlich  
Terry Simon Stotz
Berry Christoph Möser
Lerry David Schiller
Jerry  Johannes Maßen
   
Disco Gäste weiblich  
Cheryl  Laura Löffler
Sexy Suzy Anja Gottschalk
Maureen  Veronika Nepple
Rosie Lilian Maßen
Kate Katharina Grimm
Elaine Linda Sepp
   
Regie Karin Maßen
   
Assistenz Bernhard Greif
Matthias Meier
Britta Rechlin
   
Kostüme / Requisiten Ursula Grimm
Lilian Maßen
Laura Löffler
   
Bühnenbauten Michael Greff
   
Plakat- und Programmgestaltung Simon Stotz
   
Textvorlage John Godber

Textbearbeitung / Übersetzung  und Neufassung

Karin Maßen und Gruppe
 
 
 

 

 

 

IMPRESSUM

 

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