aktuelle Inszenierung:

Tempus fugit - Jugendtheater  Rheinfelden

   
 
 

"Teechers"
nach John Godber

Regie: Karin Maßen

 


 

   
   
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  zum Stück:

Der britische Autor John Godber hat in seiner Komödie „Teechers" seine Erfahrungen als Theaterlehrer an einer Gesamtschule in England verarbeitet.

 „Teechers" spielt in  der Gesamtschule Whitewall. „Teechers" ist ein Stück im Stück. Einige Schüler haben mit ihrem Theaterlehrer ein Theaterstück erarbeitet, das sie selbst als  Schüler und auch als Lehrer und Lehrerinnen von Whitewall zeigt.

Das Stück kommt mit dem minimalsten Aufwand an Requisiten aus, nur ein paar Stühle,  eben das was ein Theaterlehrer an einer Schule zur Verfügung hätte.

In kurzen Szenen machen sich die Spieler lustig über ihre LehrerInnen und über sich selbst als Schüler.

Sie sind dabei frech, lustig, fetzig, jung und unverschämt.

Eine Komödie, die aber nebenbei viele der Problematiken im heutigen Schulsystem zeigt; die Macht und Ohnmacht der Lehrer, die Gewalt, die Kriminalität der Schüler, die von der Schule frustriert sind, die Unkollegialität der Lehrer untereinander, die Benachteiligung der Schüler aus sozial schwachen Schichten.

Das Stück hat einen provozierenden Witz und Charme, dem man sich nicht entziehen kann und wie John Godbar selbst sagt ist es eine bitterernste Komödie.
 

 
   
  zum Autor

John Godber , Lehrer, Schriftsteller und Dramaturg, wurde 1956 in Upton, West Yorkshire (England) als Sohn eines Minenarbeiters geboren.

Godber unterrichtete als Dramaturg am Bretton Hall College, vor seiner Ernennung zum künstlerischen Leiter der Hull Truck Theatre Company 1984 war er außerdem „Head of Drama" an der Minsthorpe High School, die er selbst als Schüler besucht hatte.

Während seiner Lehrzeit an der Minsthorpe High School gewann er beinahe jede wichtige Auszeichnung bei den Nationalen Schultheaterfestivals (1981 bis 1983). Außerdem wurde er fünf Mal mit dem „Edinburgh Fringe Fist Award" ausgezeichnet, 1984 gewann sein Stück „Up ´n Under" den „Laurence Oliver Comedy of the Year Award.

John Godbers Stücke werden heute auf der ganzen Welt aufgeführt, auch Tempus fugit konnte seine Zuschauer bereits mit dem Godber – Stück „Die Türsteher" begeistern!

   
 
   
  Presse
   
 
Badische Zeitung vom Donnerstag, 30. November 2006

Theater statt Mathe, das macht Spaß

Dem Jugendtheater "Tempus fugit" gelingt mit "Teechers" eine lebensnahe Inszenierung in Kooperation mit der Schillerschule

Von unserer Mitarbeiterin Roswitha Frey

RHEINFELDEN. Scheinbar cool und lässig lümmeln sich die Jugendlichen auf ihren Stühlen, beginnen sich plötzlich zur rhythmisch antreibenden Musik zu bewegen. Mit dieser fetzigen Choreografie beginnt das Stück "Teechers" von John Godber, das am Wochenende an drei Abenden vom Jugendtheater Rheinfelden "Tempus fugit" unter Regie von Karin Maßen in der Rheinfelder Schillerschule aufgeführt wurde und sehr gut ankam.

Es war also ein gelungenes Kooperationsprojekt mit der Klasse 9b der Schillerschule. Der Aufführungsort war passend gewählt. Spielt diese "bitterernste Komödie" doch an einer englischen Schule, der Whitehall Highschool, und zeigt auf ebenso ironische wie frech-unverblümte Art Einblicke in den Schulalltag. Man sieht die Jugendlichen zunächst in ihrer Null-Bock-Haltung, wie sie im Klassenzimmer einen Lehrer nach dem anderen provozieren, durch Gleichgültigkeit, Langeweile oder bewusste Störungen im Unterricht.

Sie äffen ihre Lehrer nach, machen sich lustig über deren Lehrmethoden, Stimmen und Sprüche. Aber sie sparen auch nicht an einer Portion Selbstironie, wenn sie ihre eigenen Rollenspiele mal genauer betrachten und sogar parodieren. "Wir wollen cool sein" , heißt es einmal, und dazu gehöre nun mal, den Lehrern das Leben schwer zu machen.

In dem Theaterstück des englischen Lehrers, Schriftstellers und Dramaturgen kommt eines Tages ein neuer hoffnungsvoller Junglehrer an die Whitehall Schule und versucht es mit der "Bande von Chaoten" aufzunehmen. Stephan Stock spielt diesen idealistischen Theaterlehrer Mr. Nixon als sympathischen, aufgestellten und lockeren Jeanstypen, der es tatsächlich schafft, die frustrierten und aufsässigen Jugendlichen zu motivieren. Nach und nach kitzelt er ihr kreatives Potenzial heraus, durchbricht ihre Abwehrhaltung. Dies kommt in den Szenen dieses Theaterprojekts, an dem die Klasse 9b der Schillerschule beratend mitgewirkt und mitgearbeitet hat, sehr gut zum Ausdruck. Die jungen Akteure wenden sich immer wieder direkt ans Publikum, oft vermischen sich auf der Bühne Theatereffekt und Schulrealität. Lebendigkeit gewinnt die Inszenierung auch dadurch, dass die Darsteller ständig die Rollen und Seiten wechseln. Mal agieren sie in modischen Jugendklamotten und typischer heutiger Jugendsprache als Schüler, mal schlüpfen sie in strengere Jacken und autoritäres Gebaren und mimen Lehrer, Schulleiterin oder Hausmeister. Es ist auch erfrischend, dass dieses Theaterstück zum Thema Schule ohne erhobenen Zeigefinger auskommt, keine pädagogischen Moralpredigten auf die Bühne bringt, aber eine Botschaft: Dass es möglich ist, Jugendliche, die scheinbar ohne Zukunft, ohne Interesse und Perspektive sind, aufzuwecken und für eine Sache zu begeistern. Alle Achtung auch, wie wandelbar und spielfreudig sich das junge Ensemble Nicole Pawlowski, Simone Dörpfeld, Charlotte Yankowitz, Lea Decker, Markus Möller, Cora Winkler, Sebastian Palzer, Anna Mehlin und Anna Kinshofer in den steten Rollenwechseln behauptet (Co-Regisseur Ric Weißer mischt als König Ubu in einigen Szenen mit). Die verschiedensten Typen werden da mit gehörigem Witz, aber realitätsnah gespielt. Der angeberische Klassen-Rabauke und Jungmacho, die mal strengen, mal entnervten Lehrer, der knurrige Hausmeister, der keinen Sinn für dieses "Theaterzeugs" hat. Das Spiel scheint wie aus dem echten Schulleben herausgegriffen, beschönigt nichts, bringt vieles zur Sprache, was Jugendliche bewegt, zeigt auch den Frust und Stress auf Lehrerseite. Und wie sagte doch eine Schülerin: "Klasse, Theater statt Mathe, was will man mehr!".


Die Oberbadische vom 27.11.06

Probleme der Zeit in ein Theaterstück gepackt

Gelungenes Kooperationsprojekt zwischen der 9b der Schillerschule und dem Jugendtheater „Tempus fugit“

Rheinfelden (mv). Mit dem Theaterstück „Teechers" des englischen Autors John Godber hat sich am Freitag das Jugendtheater „Tempus fugit" in einem Kooperationsprojekt mit der Klasse 9 b der Schillerschule in die Herzen des Publikums gespielt.
Nach dem Stück „Nur Mut", das vor einem Jahr im Rahmen eines Improvisations-Theater-Projekts durchgeführt wurde, haben die Schiller-Schüler auch in diesem Jahr die Nähe zum Jugendtheater „Tempus fugit" gesucht, um gemeinsam ein Theaterprojekt zu verwirklichen.
Zu den Aufgaben der Klasse 9 b der Schillerschule zählte der Aufbau der Bühne, das Schminken der Schauspieler sowie das Auffrischen der schulischen Jugendsprache der jungen Akteure.
Von besonderer Bedeutung für die Schiller-Schüler war jedoch das Spiel selbst, das
den Neuntklässlern erstmals erlaubte, auch vor einer Gruppe aufzutreten, eigene Ideen umzusetzen, die eigene Körpersprache zu erproben und sich zu präsentieren. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man Verständnis für andere entwickelt, sich gegenseitig anerkennt und auch die Persönlichkeit seines Gegenübers schätzt. Insofern muss der Kooperation zwischen „Tempus fugit" und der Schillerschule auch ein hohes Maß an pädagogischer und sozialpsychologischer Bedeutung beigemessen werden.
Schrill und frech, unkonventionell und cool wie sich das Schülerleben heutzutage darstellt, gestaltete sich derweil „Teechers". In dieser Komödie setzt der britische Autor seine eigenen Erfahrungen als Theaterlehrer an einer Gesamtschule in England um.
Konfrontiert mit dem Zeitgeist und dem Selbstverständnis der Schüler wurden bei den insgesamt drei Aufführungen von „Tempus fugit" die Probleme im Schulalltag von heute wiedergegeben.
Als Komödie, die einen bitterernsten Hintergrund hat, wurden nicht nur die Ohnmacht der Lehrer, die Gewaltbereitschaft an Schulen, sondern auch die Frustration und die Benachteiligung von Schülern aus sozial schwachen Schichten dargestellt.
Insofern war das Kooperationsprojekt auch ein „Aufschrei" und eine Aufforderung an jene, sich über pure Phrasen hinweg endlich den Fakten zu widmen und dafür zu sorgen, dass man die Ursachen der Probleme im Schulsystem angeht.
Unterstützt wurde das Kooperationsprojekt von der Sparkassenstiftung der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden.
 


Badische Zeitung vom Donnerstag, 23. November 2006

Die Sprache der Jugend auf der Bühne

Schüler der Schillerschule kooperieren mit dem Jugendtheater Tempus Fugit im Stück "teechers" und garantieren Authentizität

Von unserem Mitarbeiter Valentin Ade

RHEINFELDEN. Räkelnd, streckend und gelangweilt saßen die Schüler der neunten Klasse der Schillerschule im Musiksaal. Allerdings stand nicht, wie man hätte meinen können, normaler Unterricht auf dem Programm, sondern das Spielen des selbigen. In einem Kooperationsprojekt der Schillerschule mit dem Jugendtheater Tempus Fugit, unterstützt von der Sparkassenstiftung, machen sich die Schüler mit der deutschen Übersetzung des englischen Theaterstücks "teechers" bekannt, um dem Jugendtheater bei der kommenden Aufführung beratend zur Seite zu stehen.

Das Stück des bekannten englischen Theaterautors John Godber handelt von einem Lehrer, der in einer trostlosen britischen Gesamtschule über das Theaterspiel den perspektivlosen Jugendlichen näher kommt. Das Stück wird am 24., 25. und 26. November in der Schillerschule vom Jugendtheater Tempus fugit, zum ersten Mal in deutscher Übersetzung, aufgeführt.

Um Authentizität der Jugendsprache zu garantieren, stehen der Tempus fugit-Besetzung die neunten Klassen der Schillerschule zur Seite. Die Leiterin des Jugendtheaters, Karin Maaßen, geht dafür mit den 15- und 16-Jährigen das Stück durch und spielt einzelne Szenen nach.

Nach zwei Projekten mit der Schillerschule in der Vergangenheit, will sie den Schülern, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, auch dieses Mal wieder das Theater näher bringen. Auch werden sie den Darstellern am Wochenende bei der Bühnengestaltung und der Maske helfen und ebenfalls die Bewirtung übernehmen.

"Ohne die Unterstützung der Sparkassenstiftung wäre dies nicht möglich gewesen" , bedankte sich Karin Maßen bei Stiftungsvertreter André Marker für 5500 Euro. Dieser erklärte, die Sparkassenstiftung "Jugend, Umwelt, Bildung" sah bei Antragseingang die Kriterien "die Entwicklungspotenziale Jugendlicher voll auszuschöpfen" , mehr als erfüllt. "Tempus fugit ist hierbei sehr engagiert" , lobte Marker.

Rektor Bernd Wiedenbauer sah durch das kreative Spiel der Jugendlichen das Verständnis füreinander wachsen. Klassenlehrerin Ramona Luhr hob hervor, dass die Schüler andere Seiten an sich entdecken würden, wenn sie auch Mal eine Rolle spielen, die nach ihrer Vorstellung nicht "cool" ist. Stadtjugendreferent Georg Staudenmayer freute sich, dass das Jugendtheater endlich in der Schule angekommen ist, was man damals bei seiner Gründung auch im Sinn hatte. Nach ihrer Beratertätigkeit für Tempus fugit werden die Jugendlichen bei ihrem Abschluss im nächsten Jahr das Stück selbst spielen und ihre erlernten Fertigkeiten präsentieren.

   
 
   
  Fotos von der Generalprobe am 23. November 2006
   
 

 

 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

Fotos: Thomas Quartier

   
 
 
Es spielen:
 
 
 
   
Stephan Stock Danny / Mr. Nixon
Nicole Pawlowski Salty/Mr.Parry / Mutter Ubu
Simone Dörpfeld Gail / Oggy Moxon / Bougrelas / Lehrerin
Charlotte Yankowitz Hobby / Mrs. Whitham / Lehrerin
Lea Decker Jazz / Mrs.Parry
Markus Möller Kevin / Mr.Basford / Doug / Lehrer
Cora Winkler Trisha / Oggy Moxon / Lehrerin
Sebastian Palzer Walter / Mr.Basford / Mr. Hudson / Mr. Whitham / Mr. Jones / Mr. Dean
Anna Mehlin April / Mrs. Coates / Lehrer A
Anna Kinshofer Kathy / Vicky / Mrs. Clifton / Lehrer B
Ric Weißer König Ubu
   
Regie: Karin Maßen
Co-Regie: Ric Weißer
   
Musik: Stephan Eifridt (DJ ISM, www.backyarts.de)
  Peter Stöcklin
   
Licht: André Kulawik
   
Produktionsleitung: Ric Weißer
   
Programm- und Plakatgestaltung: Britta Rechlin
   
Bühnenbau: Markus Stoll (Schreinerei Stoll)
 
 
 

 

 

 

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