aktuelle Inszenierung:

Tempus fugit - Jugendtheater Lörrach I - III & Rheinfelden

   
 
 

"Hin und weg"
Ein Openair-Theater-Projekt von Jugendlichen aus der Region Lörrach und Rheinfelden

 


 

   
   
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  zum Stück:

Dieses Jahr hat das Jugendtheater Tempus fugit ein Projekt erarbeitet, das von den eigenen Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen SpielerInnen lebt.

„Hin und Weg" – ist der Titel dieser Arbeit, den die jungen SpielerInnen dafür selbst gewählt haben.

Damit fordern sie sich  selbst dazu auf, inhaltlich Stellung zu nehmen zu der Suche nach der eigenen Identität, dem Gefühl der Zerrissenheit, dem Erleben von Nähe und Distanz, zu Heimatgefühlen und Fernweh, nach Geborgenheit und  bedingungsloser Aufbruchsstimmung.

Eigene Ideen, Empfindungen, Erlebnisse  wurden darin mit eingebracht, verwirklicht und gestaltet.

Unterstützt wurden die SpielerInnen von Workshopleitern aus den Bereichen Musik, Choreographie, Körperarbeit und Stimme sowie den jungen PraktikantInnen des Theaters Tempus fugit und der Regisseurin und Gründerin von Tempus fugit Karin Maßen.

Entstanden ist ein Bewegungs- und Körpertheater, in dem die Jugendlichen in kleinen Geschichten, Bildern und Momentaufnahmen das Thema "Hin und Weg" von allen Seiten beleuchten und reflektieren. Es geht um Heim- und Fernweh, erste Liebe, Neues und Altes, Heimat und Fremde.

Die Bilder und Eindrücke kommen ohne Sprache aus und entfalten ihren Zauber durch Tanz, Bewegung und Emotion.

Das Projekt "Hin und Weg" ist ein gruppenübergreifendes Projekt der Tempus fugit Jugendtheatergruppen in Lörrach und Rheinfelden und bringt auf diese Weise Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen und mit verschieden langer Theatererfahrung zueinander. Das Ergebnis zeigt, dass diese Arbeit miteinander das Ganze zu einer runden Sache macht die sowohl Anfängern wie auch Fortgeschrittenen zu großer Motivation und Leistung fordert und fördert.

Finanziert wurde das Projekt von der Sparkassenstiftung zur Förderung von Jugendlichen und Umwelt.

Statements

„Ich saß im Park, die Sonne schien und ich war hin und weg vor Glück! Alles war wunderschön und bald würde ich in den Urlaub fahren. Als ich da so saß beobachtete ich die Vögel, die einen Meter neben mir Brot vom Boden fraßen. Da kam ein Vogel zu mir und schaute mir in die Augen. Er kam ganz nah, dann flog er plötzlich weg."

Theaterstücke sind auch Hin und weg.
Man kommt langsam mit der Gruppe
Hin, bis man richtig da, richtig drin ist
Und sobald man dort ist, geht das
Stück und das gute Gefühl
Viel zu schnell wieder weg.
(Verena Sepp)

Freundin:"Hey, kommst du heute Abend zu mir?"
Ich: "Klar komm' ich!"
Mutter: "Räum vorher aber noch dein Zimmer auf...
Och nö... jetzt ist sie weg!"
(Linda Schelker)

Ich wünsche mir oft irgendwo anders zu sein.
In einer perfekten Welt ohne Probleme,
aber ich glaube selbst, wenn alles perfekt
wäre würde ich all das hier wieder vermissen.
Und übrig bleibt nur der schöne Traum
Und das ist ok. so.
(Kora Winkler)

Für mich ist „Hin" grün und „Weg" blau
(Anna Kalusok)

„Wenn ich weg wäre, würde ich wieder hin wollen!"
(Charlotte Jankowitz)

„Ich will weg – doch nicht allein – also geh ich wieder heim."
(Simone Dörpfeld)

„Meer: Kaum hin, wieder weg
(Sarah und Katarina)

Die Fremde is herrlich solange es eine Heimat gibt die wartet
(Nicole Pawlowski)

„Bin ich vom Hinweg
Hin und Weg
Hat das weggehen
Keinen Zweck"

„Hin und weg bin ich nur mit Gänsehaut!"
(Ninon Rößler)

"I wanna go to Rio”
(Markus Möller)

„Ich will hier weg, aber irgendwie werde ich alles hier vermissen"
(Arek)

„Selbst wenn man manchmal das Gefühl hat völlig hin und weg zu sein, bleibt
man trotzdem in der Realität stecken. Doch wenn man schlau ist, nimmt man
einfach das schöne Gefühl mit und lächelt."
(Lena Knobloch)
 

 
   
  Presse
   
 

OV vom 18. Juli 06

Wo ist das Glück?

Tempus fugit zeigt „Hin und weg"

Von Dorothea Gebauer

Lörrach. So leicht und unbeschwert der Sommer sich derzeit gibt. so leichtfüitg, behänd und virtuos kam die Theaterperformance „Hin und weg" mit Tempus fugit unter der Regie von Karin Maßen am Wochenende auf der Bühne des Alten Wasserwerks daher.

„Hin und weg" ist ein gruppenübergreifendes Projekt, das alle Jugendtheatergruppen mit Anfängern und Fortgeschrittenen integrierte. Ebenso gewährte es Workshopleitern und Praktikanten des Schauspielunternehmens wichtige Erfahrungen mit Regie, Choreographie. Körperarbeit, Stimme und Musik.

Was dabei herauskommt. lässt sich sehen. Es strotzt von Energie, hat Biss. In aller Leichtfüßigkeit stellt das Stück unbequeme Fragen, beleuchtet hellwach Übergänge im Leben. Krisen oder Unaufrichtigkeiten. Die Lebendigkeit entzündet sich daran, dass eigene Befindlichkeiten innerhalb des Erwachsenwerdens zum Ausdruck kommen und in flirrenden Bildern und Tempi lebhaft auf der Bühne dargestellt weiden.

„Hin und weg" steht im wörtlichen Sinne auch für ambivalente Bedürfnisse. die die Schauspieler treffend formulieren: „Wenn ich weg wäre. würde ich wieder hin wollen!" (Charlotte Jankowitz) „Die Fremde ist herrlich, solange es eine Heimat gibt, die wartet“ (Nicole Pawloski). In der choreographischen Umsetzung verzichtet man fast gänzlich auf Sprache. Bewegungs- und Körpertheater verdichten facettenreiche Handlung auf eine einzige Emotion. Requisiten sind Koffer oder Bänder, erstere Metaphern für das Leben, das auf einen wartet und gestaltet sein will. Die Bänder scheinen Bindungen zu symbolisieren. spielen mit Festhalten und Loslassen. Alles andere leisten virtuoses Zusammenspiel. Mimik oder Musik, die als gewehtes Klangbild Körpersprache unterstreicht.

Dass der Seelenzustand der Protagonisten als zerrissener abgebildet werden soll, man niemals ankommt, dokumentieren Unruhe und Getriebensein auf der Bühne.

Motive sind Festgelegtsein und Drängen in ein Nirgendwo, zu einem Irgendwann. Orte sind ländliches Idyll, modernes Stadtleben oder Beziehungen. Sehr eindrücklich ist die Verarbeitung des Themas Nähe und Distanz. Da wird jemand an die Leine gelegt, kann nicht heraus. Auch die, die ihn festhalten, sind miteinander verstrickt.


Badische Zeitung vom Montag, 17. Juli 2006 

Liebe kommt und geht - im Sekundentakt 

"Hin und Weg" : Drei Tempus-Fugit-Gruppen haben sich einer Produktion einmal anders genähert

„Die Premiere der Tempus fugit-Produktion "Hin und Weg" am Freitag war in mehr als einer Hinsicht ein erstes Mal. Eine größere Produktion unter freiem Himmel, gewachsen aus den Ideen dreier Gruppen des Jugendtheaterprojekts, geleitet von freien Mitarbeitern, Karin Maßen diesmal nicht in der Rolle der Regisseurin, sondern der Beraterin - das gab es in dieser Form noch nicht. Die Außenbühne am Alten Wasserwerk in Lörrach, auf der sich bisher Musiker austobten, bestand zugleich ihre Feuertaufe als Theaterraum.

Drei Tempus fugit-Gruppen aus Lörrach und Rheinfelden arbeiteten unabhängig voneinander, mit den Mitteln des Bewegungs- und Körpertheaters und je unter Anleitung zweier "Freier" rund um den Arbeitstitel "Hin und Weg" - Matthias Meier und Bernhard Greif leiteten eine Gruppe, Rik Weißer und Stephan Stock eine zweite, Linda Sepp und Felix Banholzer arbeiteten mit der dritten. Zwei Wochen waren Zeit, zusammenzufügen, was jeweils entstanden war. Die Gruppen blieben deutlich unterscheidbar, gewachsen war dennoch ein Ganzes ohne wesentliche Brüche und ein Abend voller Ironie und Witz.

"Hin und weg" - das ist man, wenn man vor Begeisterung kaum Worte findet. Die Szenen der jugendlichen Spielerinnen und Spieler kreisten freilich um die eigentliche, die konkrete Bedeutung: Annäherung und Entfernung. Wohin - zu spät - Mutter! - Tschüss: Reisende, wartend, gelangweilt, abwesend, kichernd. Szenen fließen auseinander hervor, Koffer bewähren sich als ideale Spielpartner und Instrument im Stil von "Stomp" - aus dem rhythmischen Gegeneinander wird ein Miteinander. Musik und Rhythmus - Daniel Vogel zeichnet verantwortlich - sind nicht nur in dieser Sequenz wesentlich für das Gelingen der Produktion und die wunderbare Ironie, die dominiert.

Das räumliche, vor allem aber das zwischenmenschliche Hin- und Weg sind Zentrum des Spiels. Elastische Bänder machen sichtbar, was sich abspielt zwischen Mann und Frau, Eltern und Kindern - das Anziehen, das Halt geben und Festhalten, das Verknoten und Einengen, das Fortstreben. Wege werden vorgegeben und führen nicht hin, wo sie hinsollen. Tür und Tor leiten in die Irre. Assoziativ, leicht, mit großer Präzision, darstellerischer Gabe und Lust gehen die Jugendlichen mit ihrem Thema um. Es wird nicht eine Geschichte erzählt, es werden unendlich viele Geschichten angedeutet. Paarungen, Trennungen, ganze Biografien im Schnelldurchlauf, Schnitzlers "Reigen" neu interpretiert. "Hin- und Weg" erinnert an den Stil, in dem Karin Maßen vor Jahren mit ihrer Theaterarbeit begann. Jetzt machen ihre "Schüler" hier weiter. Und es funktioniert immer noch.

Sabine Ehrentreich


Badische Zeitung vom Mittwoch, 12. Juli 2006 

Geschichten ohne Worte 

VOR DER PREMIERE: Das Projekt "Hin und weg" des regionalen Jugendtheaters "Tempus fugit"

Jugendliche suchen Vorbilder; je näher ihnen diese altersmäßig stehen, desto mehr nehmen die Jugendlichen ihnen ab, desto mehr erreichen sie sie emotional. Regisseurin Karin Maßen sieht darin für die Theaterarbeit eine "Riesenchance" . In "Hin und weg" , dem neuesten Projekt der regionalen Jugendtheatergruppe "Tempus fugit" , das am Freitagabend Premiere auf der Außenbühne im SAK-Altes Wasserwerk Lörrach hat, wird diese geradezu beispielhaft genutzt. "Jugend schult Jugend" , bringt Karin Maßen die Arbeitsweise auf den Punkt. Von der Planung bis zur Aufführung lässt die Regisseurin den Jugendlichen viel Freiraum.

"Hin und weg" lebt von den Ideen und Vorstellungen der jugendlichen Spielern, von denen auch der Titel stammt. Damit fordern sie sich selbst auf, wie sie sagen, Stellung zu beziehen zur Suche nach der eigenen Identität, zu dem Gefühl der Zerrissenheit, dem Erleben von Nähe und Distanz, zu Heimatgefühlen und Fernweh, zu Geborgenheit und bedingungsloser Aufbruchsstimmung.

Koproduktion mit ungewöhnlich breitem Altersspektrum

Insgesamt sieben Gruppen von "Tempus fugit" führen in diesem Jahr ihre Stücke auf; vier davon bringt das Projekt "Hin und weg" zusammen: die Jugendtheater I, II und III aus Lörrach sowie das Rheinfelder Jugendtheater. Das Altersspektrum ist dabei außergewöhnlich breit: 12-jährige Anfänger sind ebenso unter den mehr als 30 Akteuren wie 24-jährige Routiniers. Angeleitet werden sie von acht Praktikantinnen und Praktikanten, die nur wenig älter sind als die Spieler und zu einem Großteil bei "Tempus fugit" schauspielerisch groß geworden sind. Hinzugezogen wurden auch Dozenten von außen, beispielsweise Daniel Vogel für Musik und Rhythmus, Pilar Buira i Ferre für Tanz oder Michael Greff für Akrobatik und Körpersprache. Von deren Fachkompetenz profitierten in der gemeinsamen Arbeit Anleiter und Spieler gleichermaßen.

Entstanden ist auf Basis eigener Erlebnisse und Erfahrungen ein Bewegungs- und Körpertheater über Heim- und Fernweh, erste Liebe, Altes und Neues, Heimat und Fremde, aber auch Begeisterung. Die kleinen Geschichten, Bilder und Momentaufnahmen kommen ganz ohne Worte aus, setzen auf die Wirkung von Tanz und Bewegung, um beim Zuschauer eigene Bilder entstehen zu lassen.

Karin Maßen als Mutter und Kopf des regionalen Jugendtheaters hielt sich im Hintergrund, beschreibt ihre Aufgabe als eine Art Supervision. Vor allem in den Besprechungen nach den Proben stand sie mit Rat zur Seite. Was die Gruppen innerhalb von drei Monaten — eine vergleichsweise kurze Zeit, was hohe Konzentration und Disziplin, aber auch Kreativität erforderte, wie Karin Maßen sagt — mit Therabändern, Rollen und Koffern als wichtigsten Requisiten erarbeitet haben, wird seit Montag zusammengesetzt für die Premiere auf der Freilichtbühne des Alten Wasserwerks. Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, ist der Eintritt bei den drei Aufführungen in Lörrach frei. Weitere Spielorte sind Freiburg und Rheinfelden. Vorgesehen ist aber auch, mit dem Projekt zumindest ausschnittweise auf die Straße zu gehen. "Wir lieben es, unter die Zuschauer zu gehen" , erklärt Karin Maßen.

Daniel Gramespacher
 

   
 
   
  Fotos
   
 

 

 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
  Fotos von der Generalprobe am 13. Juli 2006
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

   
 

Fotos von der Generalprobe: Thomas Quartier

   
 
 
Es spielen:
 
 
 
   
Gesamtleitung: Karin Maßen
   
Musik: Daniel Vogel
   
Juthe Rheinfelden 2  
Leitung: Ric Weißer, Stephan Stock
Nicole Pawlowski Lea Decker
Kora Winkler Simone Dörpfeld
Ninon Rössler Arkadius Olek
Markus Möller Christine Bieger
Charlotte ? Anna Mehlin
Vera ? Anna Klinshofer
   
Juthe Lörrach 3:  
Leitung: Felix Banholzer, Linda Sepp, Daniel Vogel (Musik)
Lena Knobloch Anna Kalusok
Verena Sepp Sahra Pross
Katharina Dreher Lina Schelker
Gloria Göbel Carmen Niederer
Franziska ?  
   
Juthe ½  
Leitung: Bernhard Greif, Matthias Meier
Thorsten Blank Julia Genrich
Stephan Stock Ric Weißer
Felix Banholzer Kristofer Gudmundsson
Nathalie Pfeiffer Lena Phillip
Anja Gottschalk Linda Sepp
Maria Tammik Maren Walter
   
 
 
 

 

 

 

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