aktuelle Inszenierung:

Tempus fugit - Freie Gruppe

   
 
Diener zweier Herren (2004)

nach Carlo Goldoni

Regie: Vaclav Spirit

   
   
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> COMMEDIA DELL´ARTE

   
 

> Dramatis Personae und ihre Darsteller

   
  > Presse zum Stück
   
  > zur Fotosession mit Dr. Martin Schulte-Kellinghaus
   
  > Fotos von den Proben
   
 
  zum Autor

Carlo Goldoni (1707 Venedig – 1793 Paris), Theaterautor und Regisseur, Wegbereiter des neuen italienischen Theaters schlechthin. Sein Gesamtwerk umfasst über 200 Texte – davon 137 Komödien (z.B. „Der Lügner“, „Mirandolina“, „Das Kaffeehaus“, „Viel Lärm in Chiozza“)

 
 

zum Stück

Vor zwei Jahren haben Regisseurin Karin Maßen mit der freien Theatergruppe Tempus fugit und Vaclav Spirit, Regisseur von Gut & Edel, an einem Commedia dell´ arte Workshop in Paderborn teilgenommen. Seit dem planen sie eine gemeinsame Produktion, die jetzt zustande kommt: Spirit inszeniert mit Tempus fugit im Stil der Commedia dell´ arte, die berühmteste Komödie von Carlo Goldoni „Der Diener zweier Herren“.

Obwohl Goldoni als italienischer Gründer der Charakterkomödie gilt, trägt dieses Stück noch alle Merkmale des Stegreifspiels mit den wesentlichen Figuren: die beiden Alten Dottore und Pantalone, Arlecchino und sein gewitzter Dienerkollege Brighella, Pantalones Zofe Smeraldina und die Verliebten Clarice und Silvio wie auch Beatrice und Florindo, die in dieser Verwechslungskomödie allerlei durchstehen müssen, bevor sie vereint werden können.

Wie es sich für diesen Theaterstil gehört, tragen die Darsteller des Arlecchino, Pantalone, Dottore und Brighella typische Halbmasken und im Vordergrund des Spiels steht die an Akrobatik grenzende Körperarbeit und Spiellust der gesamten Schaustellertruppe.

 

 
  COMMEDIA DELL´ARTE

Unter „commedia dell´arte“ versteht man das italienische Stegreiftheater des 16. und 17. Jh´s. „Commedia“ bedeutete damals Theater als solches und „arte“ bezeichnete nicht, was wir heute Kunst nennen, sondern „Handwerk“, „gekonnte Arbeit“. Anders gesagt, dieser Name betonte vor allem den professionellen Charakter dieses Theaters. Mit der Ankunft der Komödianten, dem Aufbau der Bühne, dem bunt kostümierten, von Pauken und Trompeten begleiteten Zug durch die Stadt begann die künstlerische Aktion.

Spricht man in der Commedia dell´arte von „Maske“, so meint man damit konkret die Gesichtsmaske wie auch ein Abstraktum: die Maske als Typus. Der Begriff „Maske“ steht somit für jene Aspekte der Figur, die von gleich welchem Schauspieler in gleich welcher Aufführung unverändert und immer erkennbar erhalten wurden. Der Zuschauer wusste von vorne herein, mit wem er es zu tun hatte, auf ersten Blick erkannte er: das ist ein Arlecchino, ein Brighella, ein Pantalone. Mit wenigen, rigoros festgelegten Körperhaltungen und Bewegungsschemen drückten die Darsteller eine Vielfalt differenzierter Gefühle aus.

Unsere Inszenierung ist eine Hommage auf den italienischen Regisseur Giorgio Strehler (1921-1997), der das Stück mit seinem Mailänder Piccolo Teatro über vier Jahrzehnte mit drei Schauspielergenerationen inszeniert hat.
 
 
  Dramatis Personae und ihre Darsteller:
 
Pantalone Benjamin Kraus
Clarice , seine Tochter Veronika Nepple
Dottore Karin Maßen
Silvio, sein Sohn Bernhard Greif
Beatrice Rasponi Laura Löffler
Florindo Aretusi, ihr Amant David Voges
Brighella, ein Wirt Christoph Möser
Smeraldina Lilian Maßen oder Claudia Palladino
Arlecchino, Diener von Beatrice u. von Florindo Matthias Meier
Musiker Jan Halmazna
   
Inszenierung:  
Regie: Vaclav Spirit
Kostüme: die Gruppe und Laura Löffler
Licht: André Kulawik
Programm- und Plakatgestaltung: Britta Rechlin
Sponsoring, Werbung, Internetfotos usw. Johannes Maßen, Thomas Quartier,
Tempus fugit
 
  Presse zum Stück:

> NWZ - Neue Württembergische Zeitung vom 22.11.2005

> Badische Zeitung vom 14.4.2004

> Der Sonntag vom 18. April 2004

> Badische Zeitung vom Mittwoch, 21. April 2004
 

 
  NWZ - Neue Württembergische Zeitung vom 22.11.2005

KOMÖDIE / Gruppe "Tempus fugit" aus Lörrach mit "Der Diener zweier Herren"

Überquellend vor Spielfreude

Unverwüstlicher Klassiker von Carlo Goldoni zum Abschluss der Göppinger Theatertage

Mit einer fulminanten Inszenierung von Carlo Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren" endeten die 42. Göppinger Theatertage. Das Publikum war vom lustvollen Spiel der Lörracher Theatergruppe Tempus fugit hellauf begeistert.

KURT LANG

GÖPPINGEN Im Stile des traditionellen italienischen Stegreiftheaters wurde Carlo Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren" mit Pauken und Trompeten angekündigt, derweil die Komödianten singend und bunt kostümiert auf der Bühne Einzug hielten.

Die Bühne selbst ist einfach gestaltet: Zu beiden Seiten rote Samtvorhänge, im Hintergrund drei rechteckige Blöcke. Mehr braucht es nicht, um Venedigs Reichtum und Prachtbauten zum Ausdruck zu bringen, baut Vaclav Spirits Inszenierung doch ganz auf die Commedia dell Arte, das Spiel mit den Masken. Und die waren im Italien des 17. Jahrhunderts fest vorgegeben: der Pantalon, der Dottore, der Arlecchino - und die Zuschauer wussten sofort, um was es ging, mit welcher Figur sie es zu tun hatten - die bühnengerechte Handlung formte sich von selbst.


Das Stück kreist fast ausschließlich um die Rolle des Dieners Truffaldino (im Lörracher Programmblatt wird er übrigens keineswegs falsch "Arlecchino" genannt). Eine Glanzrolle für jeden Schauspieler, die Matthias Meier bravourös auszufüllen verstand. Mit tumber Schläue wickelt er seine "Herren" um den Finger. Überquellend vor witziger Spielfreude macht er - teils mit varietéreifer Akrobatik - die Aufführung zum kurzweiligen Vergnügen.

Doch auch all die anderen Mimen (sie können aus Platzgründen leider nicht namentlich genannt werden) tragen durch ihr lebhaftes Spiel zu diesen kraftvoll gezeichneten Skizzen bei, die von Szene zu Szene wachsen, an Farbe gewinnen, um sich letztendlich zu einem komödiantisch-prächtigen Gemälde zu vereinen.

Erwähnt werden muss jedoch unbedingt Jan Halmazna: Vermeintlich unscheinbar sitzt er ganz rechts außen, begleitet zuweilen auf der Gitarre das Geschehen und erweist sich dabei allein mit seiner unaufdringlichen, aber doch reichlich verschmitzten Mimik als ein wunderbarer Komödiant.

Riesengroßer Beifall am Ende des Stückes und der Theatertage für einen köstlichen Bühnenabend.

 
 
 

Badische Zeitung vom 14.4.04

Persiflage auf das psychologische Theater 

LÖRRACH. Wer sich in der Region mit Amateurtheater befasst, stößt unweigerlich auf Tempus fugit, Vaclav Spirit und "Gut & Edel". Nun realisieren der Regisseur der Lörracher Gruppe "Gut & Edel" und das regionale Jugendtheater-Netzwerk um Karin Maßen erstmals eine gemeinsame Produktion: Spirit inszeniert mit der Urzelle von Tempus fugit, deren Vertreter inzwischen zum Teil Schauspielschulen besuchen, Carlo Goldonis Komödie "Der Diener zweier Herren". "Ich mag dieses Theater", begründet Spirit die mit Blick auf seine Gut-&-Edel-Inszenierungen eher ungewöhnliche Wahl, in der es vorderhand um Verliebtsein, Liebe, verwirrende Verwechslungen und entsprechend viel Streit geht.

Goldoni (1707 in Venedig geboren und 1793 im damals revolutionären Paris gestorben) ist ein echter Klassiker und Wegbereiter des modernen südeuropäischen Theaters. Sein Werk und vor allem "Der Diener zweier Herren" markiert den Beginn der Typenkomödie und steht für ein Volkstheater wie es in Mitteleuropa später ein Hans Sachs gepflegt hat. Goldoni schöpfte dafür vor allem aus dem Fundus der "Commedia dell'arte" und arbeitet mit Figuren, die ihre Rolle unabhängig von den Schauspielern kenntlich machen und dem Publikum mittels Masken signalisieren, welchen Typ, welchen Charakter es vor sich hat.

Auch im "Diener zweier Herren" arbeitet der Autor mit dem klassischen Figurentableau der "Commedia dell'arte": Mit Arlechino (Matthias Meier), einem tollpatschigen, hungrigen, eher naiven Diener, mit Brighella (Christoph Möser) einem zweiten, gemeineren und durchtriebeneren Diener, mit Pantalone (Benjamin Kraus), einem geizigen Patriarchen, der seine verliebte Tochter Clarice (Veronika Nepple) gegen deren Willen verheiraten will und seinerseits den Mädchen Avancen macht, mit Smeraldina (Lilian Maßen/Claudia Palladino), ein weibliches Pendant zu Arlechino, dem Dottore (Karin Maßen), einen frustrierten Bildungsbürger, seinem Sohn Silvio (Bernhard Greif) und weiteren Figuren, die das Geflecht für die Irrungen und Verwirrungen vervollständigen.

Bewegung und Leben erhält diese "Commedia dell'arte" durch Gesten, Übertreibungen, durch schauspielerisches Handwerk und die Gewandtheit der Darsteller. Dafür verzichtet sie auf hintergründigen Tiefsinn. Im Gegenteil: Sinn wird bewusst zerrieben und karikiert. So entstehen groteske Szenen, auch Klamauk und eine Situationskomik, wie sie Oliver Hardy und Stan Laurel im Film mit den Dick-und-Doof-Produktionen kultiviert haben: Ein Zerrspiegel der Realität, der Erkenntnis mit dem Lachen (über sich selbst) verknüpft.

Ein wichtiger zeitgenössischer Vertreter ist der italienische Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo, aber auch der berühmte Mailänder Regisseur Giorgio Strehler, dem Spirit und das Ensemble die Inszenierung widmen, hat über Jahrzehnte Traditionen der "Commedia dell'arte" gepflegt. Im deutschsprachigen Theater blieb die Rezeption dieses Bühnenhandwerks dagegen zurückhaltend. Das hier zu Lande gepflegte Weltdeutungstheater verlangt Tiefgang, schießt im Bemühen darum für Spirit aber immer wieder übers Ziel hinaus.

Wenn Inszenierungen aufgeladen werden mit Sinn, krampfhaft sozialpolitischer Stoff implementiert oder historische Figuren penetrant auf Zeitgeist getrimmt werden, "funktioniert Theater nicht mehr", ist Spirit sicher. Im Gegenteil: "Übertriebene Aktualisierung treibt die Zuschauer aus dem Theater", vermutet er. Seinen "Diener zweier Herren" will Vaclav Spirit denn auch so authentisch wie heute möglich und mit "Commedia dell'arte"-Masken inszenieren - eine Theaterübung zum Lachen und eine "Persiflage auf das psychologische Theater", wie er sagt.

Michael Baas

 
 

Der Sonntag vom 18. April 2004

Wunderbarer Slapstick

Die Theatergruppe Tempus fugit spielt Goldonis „Der Diener zweier Herren“

von Frank Zimmermann 

Mit 17 Jahren spielte der in Rheinfelden lebende Theaterregisseur Vaclav Spirit erstmals in einer Komödie von Carlo Goldoni mit; in seiner tschechischen Heimat war er als Liebhaber in „Weiberklatsch" so überzeugend in seiner Verwandlungskunst (und die ist gefragt bei Goldoni), dass ihn nicht einmal die eigene Mutter erkannte. Mit 23 sollte Spirit dann den Arlecchino in Goldonis „Der Diener zweier Herren" spielen, aber die Inszenierung kam nicht zustande.

Ein ganzes Leben lang, sagt Spirit, habe er Goldoni im Kopf mit sich getragen. Vor zwei Jahren nahmen er und Karin Maßens Theatertruppe Tempus fugit an einem Commedia dell'Arte Workshop teil. Nach Jahrzehnten inszeniert der tschechische Italien liebende Regisseur nun schlussendlich die berühmte Verwechslungskomödie vom „Diener zweier Herren" gemeinsam mit dem Jugendtheater Tempus fugit. Und zwar ganz in der Tradition von Giorgio Strehlers berühmten Mailänder Piccolo Teatro mit Originalmasken aus Spanien. Dabei - so viel sei nach der Generalprobe am Freitagabend verraten - ist ihm und seinem Ensemble ein großer Wurf gelungen.

Der Aufklärer Carlo Goldoni (1707-1793), Verfasser von 137 Komödien, gilt als der Erneuerer des italienischen Theaters. Er war ein Verfechter des realistischen Theaters;  die große Kunst des Dramatikers bestand für ihn darin, sich in allem, an die Natur zu halten, und so stammen seine Figuren nicht nur aus Adel und hohen Ständen, sondern auch aus dem gemeinen Volk. So wollte er das Theater für ein breites Publikum öffnen.

Der Molière-Verehrer Goldoni wollte eigentlich mit der Commedia dell'Arte, die ihren Höhepunkt im 16. und 17. Jahrhundert hatte, brechen: mit der Kunst des Improvisierens und dem Typen verkörpernden Maskenspiel.

Viel Konfusion

Stattdessen wollte er Charakterkomödien schreiben (und nicht länger bloße Szenarien entwerfen); der Schauspieler sollte die Maske ablegen und die Seele seiner Figur durch sein Gesicht sichtbar machen. Goldonis in den 1740er Jahren entstandener, 1753 erstmals ausformulierter „Diener zweier Herren" fällt genau in diese Zeit des Umbruchs. Die turbulente Komödie ist, was Personal und Handlung betrifft, großteils noch der Tradition des venezianischen Stegreiftheaters verbunden: Es gibt feste, maskierte Typen wie den alten Kaufmann Pantalone, den tollpatschigen, zugleich aber auch gewitzten Diener Arlecchino (Matthias Meier im gelb-rot gescheckten Harlekinskostüm vollbringt wahre akrobatische Kunststückchen), der sich bei zwei Herren gleichzeitig verdingt und eine Menge Konfusion stiftet, und seinen noch trotteligeres, stotterndes Pendant, den Wirt Brighella (Christoph Möser). Wir begegnen der Zofe Smeraldina (Lilian Maßen / Claudia Palladino), die sich am Ende mit Arlecchino liieren wird, und dem ach so klugen und geschwätzigen Dottore (Karin Maßen). Daneben gibt es unmaskierte Charaktere wie Beatrice (Laura Löffler), die sich als ihr getöteter Bruder Federigo ausgibt, um ihrem flüchtenden Liebhaber Florindo (David Voges), der Federigo getötet hat, folgen zu können, oder Pantalones Tochter Clarice (Veronika Nepple), die am liebsten Dottores ungestümen Sohn Silvio (Bernhard Greif) ehelichen würde, wäre nicht ihr getöteter Verlobter Federigo (Beatrice in Männerkleidung) plötzlich wieder aufgetaucht. Das alles ist reichlich verworren und wird durch Arlecchino, der gleichzeitig Florindo und Federigo / Beatrice dient, noch verworrener. Das gesamte Ensemble spielt so herrlich übersteigert, tänzelnd, hüpfend, mit weit ausholenden Gesten, Witz, Temperament, buffonesken und musikalischen Minnegesangs-Einlagen und bisweilen im Bereich der pathetischen Opern-Persiflage, dass es Spaßmacht, zuzuschauen. Man hat reichlich zu lachen, etwa, wenn Arlecchino im Bestreben, gleichzeitig die perfekte Tafelordnung für seine beiden Herren zu erstellen, das Essen ziellos durch die Lüfte wirft. Slapstick, wie er nicht besser sein könnte.
 

 
 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 21. April 2004 

Charaktere hinter Masken 

Vaclav Spirit inszeniert mit der Gruppe "Tempus fugit" Carlo Goldonis "Diener zweier Herren"

LÖRRACH. Verwirrungen und Irrungen, das sind die zwei Schlagwörter, welche den Inhalt des Theaterstücks von Carlo Goldoni "Der Diener zweier Herren" am treffendsten beschreiben. Das freie Theater "Tempus fugit" wandelt zur Zeit unter der Regie von Vaclav Spirit auf den Spuren des italienischen Stegreiftheaters, der Commedia dell'arte.

Charakteristisch für diese Form des Schauspiels ist, dass sie den Schauspielern keinen feststehenden Text vorgab, sondern nur Typen und Handlungsabläufe, die auf der Bühne variiert und sprachlich umgesetzt wurden. Dabei wurden die Figuren durch Kostüme und Masken charakterisiert.

Mutig machte sich Regisseur Spirit daran, diese Variante auf die Bühne zu bringen und man muss sagen: es ist ihm gelungen. Minimalismus regiert seine Inszenierung. Da braucht es nicht einmal ein Bühnenbild, denn unter Spirits Regie wurden die einzelnen Charaktere so stark in Szene gesetzt, dass jedes überflüssige Detail abgelenkt hätte. Hinter Masken versteckt, zogen der einfältige Pantalone, der geschwätzige Dottore, der stotternde Wirt Brighella und der Schelm Arlecchino die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Und wer unmaskiert von den Darstellern auftrat, nämlich die Zofe Smeraldina, der naive verliebte Silvio, seine Angebetete Clarice, Beatrice, die als ihr Bruder Frederigo verkleidet die Bühne enterte und schließlich der schöne Florindo - der glänzte dafür im wunderbaren Kostüm.

Es war Arlecchino, der neunzig Minuten lang alle zum Narren hielt. Mit seiner Naivität und seiner doppelten Dienerschaft sorgte er für Konfusion, wo er nur konnte. Herrlich unbeschwert brachte er das Lügengebäude um Hochzeit, Mord und Liebe zum wackeln. Verwirrte den autoritären Pantalone, der seine Tochter Clarice nun endlich unter die Haube bringen will, vermittelt unwissenderweise zwischen den Liebenden Beatrice und Florindo und vereint am Ende alle Beteiligten zu einem glücklichen Haufen. Stets auf einem Bein tanzend und den Schalk im Nacken, hüpfte Arlecchino-Darsteller Matthias Meier im gelb-rot karierten Kostüm über die Bühne, verzapfte, was man verzapfen konnte, und führte zusammen, was zusammen gehörte. Begleitet wurde das Schauspiel von Jan Halmazna auf der Gitarre, deren Saiten er der Szene entsprechend, mal traurig, mal lustig zupfte.

Die jugendliche Unbeschwertheit des Tempus fugit Ensembles und die minimalistische Regie Spirits machten aus den 400 Jahre alten Stück ein neunzigminütiges modernes Theatervergnügen.  

Kornelia Schiller
 

 
  Freie Gruppe
Tempus fugit
bei den Proben zu:
Diener zweier Herren
Regie: Vaclav Spirit
   

 
Freie Gruppe
Tempus fugit

bei den Proben zu:
Diener zweier Herren
Regie: Vaclav Spirit

Freie Gruppe
Tempus fugit

bei den Proben zu:
Diener zweier Herren
Regie: Vaclav Spirit

Freie Gruppe
Tempus fugit

bei den Proben zu:
Diener zweier Herren
Regie: Vaclav Spirit

 

Freie Gruppe
Tempus fugit

bei den Proben zu:
Diener zweier Herren
Regie: Vaclav Spirit

Fotos: Thomas Quartier

 
 
 

 

 

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