Tempus fugit - Schultheater
Freie Waldorfschule Lörrach 2003
 
Nicht nur zur Weihnachtszeit
Frei nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll

Ein Theaterprojekt der 12. Klasse der
Freien Waldorfschule Lörrach 2003
Regie: Karin Maßen

 

>>> Zur Fotosession mit Dr. Martin Schulte-Kellinghaus >>>

 


Zum Stück:

In der Erzählung Heinrich Bölls „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ handelt es sich um das tragische Schicksal einer wohl situierten Familie, die unter den Kriegsfolgeschäden ihrer Tante bzw. Mutter zu leiden hat.
Nachdem man während der Kriegsjahre lange Zeit auf Weihnachtsdekoration und besondere Köstlichkeiten jeglicher Art verzichten musste, nimmt das Unglück mit der Wiederaufnahme des gesamten Spektakels seinen Anfang. Als man nämlich am Ende der Weihnachtszeit den Schmuck wieder abnehmen will, gerät Tante Milla in einen schwerwiegenden Schockzustand, welcher die ganze Familie betrifft und mit der Zeit wesentlich beeinträchtigt...

 

 


Zum Autor:

Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren, wuchs dort auf und begann nach seinem Abitur 1937 eine Lehre als Buchhändler. Nach seiner Kriegsgefangenschaft 1945 studierte er Germanistik und arbeitete seither als freier katholischer Schriftsteller und veröffentlichte seine ersten Werke in Form von Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften.
Schon seine frühen Werke beinhalteten bittere Zeitkritik, hauptsächlich an Kirche und Klerus.
Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie z.B. den Nobelpreis für Literatur 1972. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Prosaschriftstellern der Nachkriegszeit und wird im Ausland als Deutschlands meist gelesener Autor gefeiert.
In der von uns bearbeiteten Erzählung „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ übt Böll ebenfalls in komischer und satirischer Weise Kritik an inhaltsleeren Ritualen und fortschreitender Kommerzialisierung. Die Übertragung auf heute fällt nicht schwer.

 


Arbeit am Stück:

Wir probten ein– bis zweimal wöchentlich während der regulären Schulzeit und hauptsächlich in dreiwöchiger Blockprobe.
Wir hatten viel Raum zu Eigenkreationen und Mitentscheidung im szenischen Bereich sowie bei der Rollenfindung.
Ein wichtiger Bestandteil der Proben war das so genannte „Warming up“, das Sprachübungen, Improvisation und Förderung der Eigeninitiative beinhaltete.
Es begeisterten sich alle für das ausgewählte Stück und gingen mit Motivation in die Proben. Hin und wieder (vor allem anfangs) gab es ein paar Tiefpunkte, welche wir jedoch überwanden und die restliche Zeit gut meisterten. Das Stück wuchs zusehends mit der persönlichen sowie schauspielerischen Entwicklung jedes Einzelnen und führte uns zu einem guten Ergebnis.

Insgesamt hatte das Theaterstück eine positive Auswirkung auf die Klassengemeinschaft und war eine persönliche Bereicherung für jeden. Vor allem die Hartnäckigkeit der Regie, die trotz Schwierigkeiten den Glauben an uns behielt und uns immer wieder motivierte führte uns letztendlich zu einer gelungenen Inszenierung an der wir alle großen Spaß hatten.

 

Zitat:

Noch wage ich nicht, das Wort Zusammenbruch anzuwenden, aber die beunruhigenden Tatsachen häufen sich derart, daß sie eine Gefahr bedeuten und mich zwingen von Dingen zu berichten, die den Ohren der Zeitgenossen zwar befremdlich klingen werden, deren Realität aber niemand bestreiten kann.“

Heinrich Böll

 


Bilder von den Proben
 

 

IMPRESSUM

 

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