aktuelle Inszenierung:

Tempus fugit - Freies Theater

   
 
 

"Die Augen"
frei nach Franz Nabl
 

Regie: Karin Maßen
 

 

   
   
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  zum Stück:

Durch den Blick eines Mannes aus einem vorüber fahrenden Zug wird Rosa, die kleine Backwarenverkäuferin in einem Vorortbahnhof, zu einer Bewusstheit ihres eintönig dumpfen Lebens aufgeschreckt und sie beschließt, ihre Willenlosigkeit aufzugeben.

Dieser Entschluss löst eine Kette von folgenschweren Ereignissen aus, die nicht nur ihr Leben, sondern auch das des einstmaligen Verlobten, ihrer Mutter und des Fremdlings entscheidend verändert.

Die Geschichte selbst dient uns als Parabel. Aus der jeweiligen Sicht der Protagonisten verändern sich die so genannten „objektiven Fakten“.
Gemeinsam erlebte Momente werden unterschiedlich fokussiert und erinnert.

Alle erzählen von denselben Ereignissen. Doch gibt es davon eine wahre Version –
oder spiegelt sich letztendlich die Person des Betrachters, d.h. für uns auch die des Zuschauers, nicht auch in der Beurteilung?

Selbst die musikalische Begleitung und Eigenkompositionen zu diesem Stück von George Ricci und Ursula Oberle werden zur Entscheidungsfindung nicht beitragen können.
 

 
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  Presse

NWZ vom 22. November 2004

PREISTRÄGER / „Tempus fugit“ mit „Die Augen“

Zwischen den Floskeln triefen die Emotionen

Selten hat ein Ensemble die Wahl der Theatertage-Jury so eindrucksvoll bestätigt wie „Tempus fugit" am Samstag im Alten E-Werk. Mit großer Präzision und Ausdruckskraft gestalteten die frischgebackenen Förderpreisträger einen weiteren Höhepunkt der Göppinger Theatertage.

MARKUS ZECH

GÖPPINGEN Die Geschichte nach einer Novelle von Franz Nabl aus dem Jahr 1923 scheint schnell erzählt: Ein Mädchen namens Rosa verlobt sich mit dem blässlichen Beamten Krumholz, bekommt kurz vor der Hochzeit Torschlusspanik und wird, als sie sich mit einem anderen trifft, vom eifersüchtigen Verlobten erschossen.

Die scheinbar stringente Handlung steht im Kontrast zur kunstvollen Umsetzung. Mit sparsamen Mitteln verfugt Tempus fugit verschiedene Facetten der Erzählung zu einem brillanten, spannungsgeladenen Kammerstück. Von der Oberfläche her nähert sich das Stück dem Kern - der Sehnsucht eines gepeinigten Herzens nach Ausbruch aus den Fesseln beengender Wohlanständigkeit und eintöniger bürgerlicher Konventionen. Jede beteiligte Person hat ihre eigene Sichtweise: Alle erzählen die gleiche Geschichte, die je nach Perspektive doch eine völlig andere ist.

Wie auf einer Spieluhr drehen sich zu Beginn die Figuren, gefangen in immergleichen Bewegungen und gesellschaftlichen Zwängen. Begleitet werden sie abwechselnd von Flöte/Gitarre und Klarinette/Cello, einfühlsam, mit melancholischem Ton gespielt von George Ricci und Ursula Oberle. Nach und nach brechen die Figuren aus ihren Förmlichkeiten heraus. Die von Höflichkeit geprägte Sprache wird als phrasenhaft entlarvt, latente Aggressionen werden manifest, zwischen den gestelzt-gedrechselten Sätzen trieft das Triebhafte. Das geht bis in die satirische Überspitzung, wenn etwa in Rosas Version (mit herber Sinnlichkeit gespielt von Stefanie Klimkait) der Verlobte wie ein rolliger Rüde geifert und die Mutter als Gluckhenne gackert. Überhaupt weiß Regisseurin Karin Maßen Köstliches und Tieftrauriges auf ebenso präzise wie ergreifende Weise zu verbinden. Und die allesamt hervorragenden Darsteller erfüllen dieses Spiel mit prallem Leben.

Nur eine Frage bleibt offen: Ist die Auszeichnung von Tempus Fugit mit dem Förderpreis wirklich gerechtfertigt? Legt man den Maßstab an das im E-Werk gezeigte Stück an, dann gibt es hier nichts zu fördern. Diese Darbietung war perfekt.


Badische Zeitung vom 2. Oktober 2002

Theaterstudie zur Subjektivität

VOR DER PREMIERE:
Tempus fugit inszeniert Franz Nabls Novelle "Die Augen" für die Bühne


LÖRRACH. Rosa ist eine Figur aus Franz Nabls Novelle "Die Augen". Sie arbeitet als Backwarenverkäuferin in einem Vorortbahnhof. Die Blicke eines Mannes, die sie aus einem vorbeifahrenden Zug heraus treffen, rütteln sie auf und reißen sie heraus aus ihrem eintönigen und lethargisch gelebten Alltag. Diese Blicke werden zur Initialzündung: Rosa beschließt, ein aktiveres Leben zu führen und das hat Folgen für ihre soziale Umgebung, setzt dort eine Kette folgenschwerer Ereignisse in Gang.
Das Jugendtheater Tempus fugit hat die 1923 erschienene und im Handel längst vergriffene Novelle des 1883 in Böhmen geborenen und in der Habsburger Monarchie vor dem Ersten Weltkrieg aufgewachsenen Autors umgearbeitet zu einem Bühnenstück. Im Kern geht es der Gruppe und Regisseurin Karin Maßen dabei um das Verhältnis von Fiktion und Realität. Rosas Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: ihrer eigenen, der der Mutter, der des Verlobten und der des Fremden aus dem Zug. Die Frage ist, wer nimmt was wahr? Wessen "Augen" sehen was? Gibt es eine Ebene, auf der sich die Wahrnehmungen treffen, eine intersubjektiv haltbare Wirklichkeit oder ist die Realität eine rein subjektive Konstruktion?
Thematisch folgt die Inszenierung damit der roten Linie, die die letzten Produktionen von Tempus fugit durchweg auszeichnete. Was ist Wirklichkeit? Die Frage steht wie ein Leitmotiv über der aktuellen Arbeit des Theaters und seiner Gruppen. Das Ensemble ist für Tempus fugit bei der Augen-Inszenierung aber sehr klein und besteht aus vier Darstellern (Stefanie Klimkait, Britta Rechlin, Matthias Meier und Bernhard Greif); dazu gibt es Live-Musik von und mit George Ricci und Ursula Oberle.
Der Autor, Franz Nabl, zählt übrigens zu den vergessenen Autoren des Literaturbetriebs. Zwar hat er posthum 1956 den Großen Österreichischen Staatspreis erhalten; gleichwohl lesen seine Texte heute allenfalls noch Germanisten. Dabei sind Nabls Schilderungen des Kleinbürgermilieus, der dort vorherrschenden Sprachlosigkeit und Ängste, in einer Linie zu sehen mit den Werken eines Ödon von Horvath oder einer Marieluise Fleißer.

Michael Baas


Badische Zeitung vom 5. Oktober 2002

Verfremdung eines spießigen Idylls

"Tempus fugit" hat ein Vorkriegsstück ausgegraben

LÖRRACH. Ein wenig war es wie bei "Lola rennt": Viermal wird in "die Augen" die gleiche Geschichte erzählt, mit gar identischen Dialogen, aber nie sind sich die vier Teile völlig gleich. Weil derjenige, der die Geschichte erlebt, sie anders erlebt wie sein Gegenüber. Der Zuschauer im Nellie Nashorn bei der Premiere der Produktion des Theaters "Tempus fugit" muss für sich selbst entscheiden, was für ihn wirklich war.

Jeder der vier Schauspieler erzählte die Geschichte aus seinem Blickwinkel und immer schien sie wahr, in sich stimmig zu sein. Dabei halfen Regisseurin und Ensemble bei der Bewertung, welches die wahre Geschichte der Backwarenverkäuferin Rosa Schweiger (Stefanie Klimkait) war. Die Sympathien lagen bei dem jungen Mädchen, das sich lesend so gerne vom Küchentisch träumte, und dem "nach der Hochzeit das Lesen schon vergehen würde". Der zur Untermiete wohnende Beamte Rudolf Krummholz (Matthias Meier) wollte das "fleißige und einfache Mädchen" heiraten, doch drei Wochen vor der Hochzeit erklärt Rosa die Verlobung für beendet.

Da war er wieder der kleine Beamte, Inbegriff des Kleinbürgers und Spießers, Traumschwiegersohn für besorgte Mütter und Schreckgespenst für lebenshungrige junge Mädchen. Matthias Meier gab dieses Paradebeispiel kleinbürgerlicher Existenz mit der aus heutiger Sicht gebotenen ironischen Distanz. Nein, man konnte es Rosa nicht verdenken, dass sie einer Ehe mit diesem Ausbund an Ordnungssinn mit Schrecken entgegen sieht. Erst als seine Pläne durchkreuzt sind, wird der Aktenmensch lebendig, leidenschaftlich, gewalttätig bis zum Mord.

Die Rolle der Mutter blieb etwas blass, was aber nicht an Britta Rechlin lag. Der in Vergessenheit geratene österreichische Autor Franz Nabl zeichnete in seiner Bearbeitung von Ödön von Horvaths Roman das Bild seiner Zeit, in der Frauen im Dunstkreis der Stube verhaftet blieben. Der kleine Satz bei der Verkündigung der Verlobung: "Hast Du Dir das auch genau überlegt?" lässt ahnen, dass auch Frau Schweiger vom anderen Leben träumte. Doch hat die Tochter nun die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wo sie "doch gar nicht denken will"? So blass wie sie zu sein hatte, war auch Rosa zu Beginn ganz ein Kind ihrer Zeit. Zunehmend selbstbewusster wird sie im Verlauf des Stücks, eigensinniger im besten Sinne, und benutzt nun ihre Mutter, sie soll es dem Rudolf erklären, dass es keine Hochzeit gebe. Ein Rollenwechsel hat stattgefunden, den Rosa mit dem Leben bezahlt.

Das Stück wächst immer dann über sich hinaus, wenn es den Status des reinen Erzähltheaters verlässt. Wenn Albträume sichtbar werden, oder Mittel der Verfremdung und Absurdität Einzug halten in diese Geschichte aus der Vorkriegszeit, die doch seltsam altmodisch anmutet. Karin Maßen und die vier Schauspieler haben ihm ein modernes Kleid verpasst, das ihm gut zu Gesicht steht und genügend Raum lässt für die hervorragenden darstellerischen Möglichkeiten der jungen Akteure.

Martina David-Wenk


Oberbadisches Volksblatt am 23.7.2002

Der Blick zurück ist tödlich die Zeit zu lieben ist kurz

„Das Spiel ist aus“ von Sartre mit Tempus fugit Rheinfelden

RHEINFELDEN. Augenfällig für den Zuschauer ist die alles dominierende Farbwahl, karg, streng, symbolkräftig. Schwarze oder weiße Hintergrundflächen, rote Rosen, die mal auf die Bühne fallen, mal von den Protagonisten mit Baskenmütze als Strauß getragen werden. Ein sentimentales Stück um die Liebe? Mit Bildern, die der Postkartenphotographie eines Robert Doisneau entsprechen sollen?
„Das Spiel ist aus" oder „Les jeux sont faits" aus der Feder des Existentialisten Jean Paul Sartre wurde im Bürgersaal Rheinfelden von Tempus fugit, Jugendtheater Rheinfelden unter der Regie von Karin Maßen auf die Bühne gebracht. Kein sentimentales, dafür ein sehr anspruchsvolles Stück, mit einer Ernsthaftigkeit gespielt, die eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Stoff erkennen ließ.
Eine scheinbare Apathie dämmert zunächst über dem Spiel, die von Saxophonklängen oder Xylophon noch verstärkt wird. Die Figuren befinden sich zwar im Dauergespräch, aber sie sind doch auf merkwürdige Weise voneinander getrennt, allein, auf sich zurückgeworfen.
Doch worum geht es in dieser Geschichte, die 1947 von Jean Delannoy im Film nachkriegsmüden Menschen erzählt wurde? Am Vorabend zu einem Aufstand gegen eine Faschistische Diktatur fällt der Arbeiter Pierre Dumaine, Anführer der proletarischen Untergrundbewegung, dem Anschlag eines Spitzels zum Opfer. Zur selben Zeit wird Eveline Charlier, die Frau des Polizeichefs, von ihrem gewissenlosen Mann vergiftet. Die beiden treffen sich im Reich der Toten wieder, verlieben sich dort ineinander und erfahren, dass nur aufgrund eines Fehlers der "Direktion" sich ihre Wege im irdischen Dasein nicht gekreuzt haben. Sie bekommen die Chance, gemeinsam ein neues Erdendasein zu beginnen, sofern sie es schaffen, sich innerhalb 24 Stunden vorbehaltlos zu lieben. Dazu sind sie zunächst fest entschlossen. Sie wollen vertrauen und lieben lernen, formulieren dann jedoch resigniert: „Wir müssen sterben, weil wir unsere Chance verpasst haben. Wir haben verspielt.“
Gut dargestellt sind die Milieus, zum einen das Proletariat der Liga deren lauernde Aggressivität bei gleichzeitiger Hilflosigkeit angesichts sozialer Übermachte dramatisch zu explodieren scheint. Der Kontrast wird spürbar zwischen wirklicher und sinnlich erfahrbarer Weit, die verantwortliche Taten und Entscheidungen fordert und der anderen Seinsdimension, dem Reich der Toten, das unverbindlich, schwebend, bleiern interpretiert wird. Mit zwingender Klarheit setzt sich neben vielen Wahrheiten die eine durch: Die Idee eines Neuanfangs, der immer und jederzeit möglich ist, ist eine Illusion. Der Blick zurück, in die Vergangenheit, ist tödlich. Die Altlasten drücken und verschleiern den Blick auf das Neue. So will Eve unbedingt ihre Schwester vor dem Mann retten, dem sie selbst zum Opfer fiel, Pierre seine Genossen vor drohenden Massakern. Die Zeit, ihre Liebe zu leben, ist zu kurz, lässt einen jedoch verantwortungsbewusster damit umgehen. Wir haben keine Zeit, aneinander zu zweifeln", sagt Eve.
Wie lässt sich nun die Lehre, oder moderner gesagt, die "message" des Stücks zusammenfassen? Du hast keine zweite Chance, aber in jedem Fall nutze sie?! Oder, um ein Leitmotiv Sartres zu zitieren: "Wir sind allein auf der Welt. Der Mensch ist nichts anderes als das, wozu er sich macht." Im eigenverantwortlichen Entwerfen seiner Möglichkeiten erfährt sich der Mensch erst frei, obwohl die Bedrohung durch die anderen nicht aufhört.

Das Premierenpublikum, das den dargestellten Fragestellungen aufmerksam folgte, ließ sich ansprechen und holte begeistert klatschend, die Schauspieler mehrfach auf die Bühne zurück.

Dorothea Gebauer
 


Oberbadisches Volksblatt vom 5. Oktober 2002

Aufgeschreckt aus der Dumpfheit des Lebens

Die Parabel "Die Augen" wurde vom Jugendtheater Tempus fugit in kleiner Besetzung szenisch umgesetzt

LÖRRACH. "Und hopp!" sagt Rudolf Krumholz, zieht seine Verlobte auf seinen Schoß und kneift ihr in die Wangen:" Ge, Roserl!" Rosa Schweiger folgt artig, als wäre sie eigens dafür abgerichtet und lässt willenlos alles über sich ergehen. Rosa- soll heiraten, so will es die Mutter, so will es Rudolf. Die Bahnen sind geebnet, der Lebensplan steht. Nun gilt es nur noch, sich in diesen ' einzufügen und Erwartungen Folge zu leisten. Doch Rosa wird durch einen (un)glücklichen Zufall aus der Dumpfheit ihres Lebens aufgeschreckt. Sie beschließt, eigenen Träumen nachzugehen und ihre Willenlosigkeit aufzugeben.

"Die Augen", ein Stück nach einer Textvorlage der gleichnamigen Novelle von Franz Nabl unter der Regie von Karin Maßen wird derzeit mit kleiner Besetzung im Nellie Nashorn aufgeführt, ein kleines und feines Kammerspiel mit "Rosa Schweiger" (Stefanie Klimkait), "Frau Schweiger" (Britta Rechlin), "Rudolf Krumholz" (Matthias Meier) und "Der Mann im Zug" (Bernhard Greif). Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist klein, überschaubar und verdeutlicht die Enge, in der sich die Protagonisten bewegen. Küche, Schlafzimmer und Bahnhof lassen sich als Orte festmachen, in denen sich zähe Dialoge entwickeln und wirkliche Veränderung nur in der Innenwelt einer einzigen Person abspielt. Immer wieder kehrt die Handlung an den Anfang zurück, wird gleichsam zurückgespult, so als ob die Menschen auf ein bestimmtes Drehbuch festgelegt wären, festgefahren in einem Teufelskreis.

Der Mangel an Freiheit, der in den Lebensentwürfen zu beklagen ist, wird dramaturgisch und schauspielerisch umsichtig und klug umgesetzt. Immer wie der frieren die Schauspieler in ihren Bewegungen ein, spannungsvolles Schweigen wird als Bruch in den Gesprächsfluss eingebaut, Erstarren und Verlangsamung sind als retardierende Momente verwendet. Und dennoch baut sich Spannung auf, in der man sich als Zuschauer unwillkürlich fragen muss: Wann wachen die Spieler aus ihrer Fremdbestimmung eigentlich auf? Wird sie jemand retten? Werden sie es selbst schaffen? Denn zunächst bewegen sich die Personen wie Marionetten, fremdgesteuert, steif, hölzern. Wenn Gefühle geäußert werden, dann wirken sie übertrieben oder können nur unter Alkoholzufuhr zum Ausdruck kommen. Ganz skurril und sehr amüsant gebärden sich Szenen, in denen Überfürsorglichkeit der Mutter und stereotype Gesprächskultur darüber dargestellt werden, dass Frau Schweiger sich zum gurrenden Huhn oder Rudolf Krumholz zum grunzenden starken Tier verwandelt: "Er blinzelte ihr vertraulich-listig zu, und sie musste plötzlich an ein plumpes, starkes Tier denken, das ein viel kleineres, schwächeres erbeutet hat und nun seinen Raub vor dem Verschlingen noch eine Weile ruhig und froh betrachtet, weil es weiß, dass es ihm nicht entrinnen kann."

Rosa kann tatsächlich nicht entrinnen, nach kurzem Erwachen über der Begegnung mit dem "Mann im Zug" taucht Rudolf wieder auf. Er erschießt sein Opfer, das sich unerwarteterweise seinen Fängen entziehen will. Man erinnert sich an tragische Frauenschicksale großer Prosa aus dem 19. Jahrhundert, an "Effi Briest" etwa, die der "Rosa" ähnlich, von Konventionen erstickt, ihr eigenes Leben nicht zu leben vermag.

Die Qualität der Arbeit rund um „tempus fugit" professionalisiert sich mit "Die Augen" weiter.

Dorothea Gebauer
 

 
   
  Fotos von den Proben
   
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

Fotos: Thomas Quartier

   
 
 
Es spielen:
 
 

Rosa Schweiger

Stefanie Klimkait

Frau Schweiger

Britta Rechlin

Rudolf Krumholz

Matthias Meier

Der Mann im Zug

Bernhard Greif

 

 

Musik

George Ricci

 

Ursula Oberle

 

 

Textfassung nach der Erzählung von Franz Nabl:

Karin Maßen und SpielerInnen

 

 

Regie

Karin Maßen

 

 

Lichtdesign

Andre Kulavik

 

Marco

 

 

Bühnenbau

Frank Mayer

Aufbau

Michael Greff

 

Tempus fugit Bühnenbaugruppe

 

 

Plakat- und Programmgestaltung

Felix Schrape

 

 

Foto- Videoarbeiten

Thomas Quartier

 

 

Kostüme

Tempus fugit Requisiten- und Kostümgruppe

 

 

Sponsoring/ Werbung

Thorsten Blank

 

Johannes Maßen

 

Tempus fugit
Organisationsgruppen

 

 
 

 

 

 

IMPRESSUM

 

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